(c) Pester Lloyd / 2 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Aufträge in Industrie um ein Virtel gesunken
16.01.2009 · Wirtschaft
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Ein Viertel weniger Aufträge
Die ungarische Industrie muss sich auf finstere Zeiten einstellen, ein noch nie dagewesener Auftragseinbruch um mehr als Viertel war schon im November 2008 zu verzeichnen. Bereits 12% ist die Industrieproduktion in Ungarn 2008 geschrumpft, allein in den letzten drei Monaten 2008 jeweils um mehr als 2%, zuletzt 2,7%. Exporte sanken im November um 14,3% im Jahresvergleich, im Oktober um 8,7%. Der Auftragsbestand in der Industrie verringerte sich um 6,6% im November, die schockierendste Zahl ist aber der Rückgang der neuen Auftragseingänge. Diese sind um ein Viertel, 25,1% gesunken. Inlandsaufträge sogar um 26%.
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Ungarn hebt Beschränkungen für Gasgroßkunden wieder auf
16.01.2009 · Gaskrise
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Feuer frei in Ungarn
Ungarn hebt Beschränkungen im Gasverbrauch auf und bietet der Slowakei Hilfe an
Sehr entspannt und generös gibt sich derzeit der Energieminister von Ungarn. Auch wenn die Gaslieferungen aus der Ukraine nach wie vor nicht eintreffen, hat Ungarn als erstes Land der Region am Freitagvormittag die Einschränkungen für Großabnehmer von Erdgas aufgehoben, meldet MTI.
Man hatte sie am 6. Januar für Verbraucher von mehr als 2.500 cbm/Std. eingeführt. Hauptgrund sind die Temperaturprognosen für die nächsten 3-4 Tage sowie der Reservestand von noch rund 2,8 Mrd. cbm in den Lagern (bei einem Verbrauch von derzeit ca. 55-60 Mio cbm / Tag), aber auch die „Hoffnung auf eine baldige Lösung der Krise“.
Energieminister Csaba Molnár sagte auch, dass Land könne seinem Nachbarn Slowakei täglich rund 1,5 Mio cbm Gas liefern, falls dies benötigt würde. Auch setze man die täglichen Lieferungen an Serbien, Bosnien und Kroatien über Österreich fort. Er habe den staatlichen Stromkonzern MVM auch angewiesen, den Slowaken bei der Behebung einer Havarie in einem ihrer Kraftwerke behilflich zu sein, in dem ein Feuer ausgebrochen war. Wenn in Russland der Gashahn wieder aufgedreht wird, strömt es nach 30-36 Stunden auch in Ungarn wieder.
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Flughafen schickt Streikbrecher zurück
16.01.2009 · Wirtschaft
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Griechen wieder in Griechenland
Die griechischen Streikbrecher, die gegen den Arbeitskampf der Flughafenmitarbeiter vom Management des im Besitz der deutschen Hochtief AG befindlichen Airports Budapest in Stellung gebracht worden waren, sind wieder nach Hause geschickt worden. Die Arbeitgeber bezeichnete das als „Zeichen guten Willens“ gegenüber der Gewerkschaft. Man erwarte jetzt eine behinderungslose Aufrechterhaltung des Betriebes bis zu einer Kompromissfindung bis 23. Januar. Der Streik vor Weihnachten hatte einige Flüge ausfallen lassen, aber zu etlichen Verspätungen und langen Wartezeiten bei der Abfertigung geführt.
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Inflation in Ungarn auf Rekordtief
16.01.2009 · Wirtschaft
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Inflation verlangsamt
Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise in Ungarn im Dezember um 0,3%, im Vergleich zum Vorjahr sind sie um 3,5% gestiegen. Für Ende 2009 wird eine Inflationsrate von 2,6% prognostiziert, „dank“ der Krise ist man damit zum zweiten Mal in den Maastrichtkriterien angelangt. György Barta, Volkswirtschafter der CIB Bank in Budapest geht sogar davon aus, dass der Preisanstieg schon im zweiten Quartal bei unter 2% liegen wird und erhofft sich eine Zinssenkung der Zentralbank um mindestens 1%-Punkt. Dagegen spricht der erklärte Wille der Regierung zur Stabilisierung des Forint, der nach wie vor unter Druck steht und bei einem Kurs von rund 280 zum Euro kaum Anlass zu Zinssenkungen geben wird. Zentralbankchef András Simor äußert sich vorsichtig flexibel. Entscheidung nächste Woche.
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0902insolvenzen
16.01.2009 · Wirtschaft
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Insolvenzen um 14% gestiegen
Der französische Kreditversicherer Coface beziffert die Zahl der Firmeninsolvenz mit 14% über dem Vorjahr. Für kommendes Jahr wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Noch bedenklicher aber ist eine andere Zahl. Nur rund 40.000 der über 1 Millionen in Ungarn registrierten Firmen gelten dem Unternehmen als kreditwürdig. Die meisten Insolvenzfälle gab es bei Einzelhändlern, mit 26% Anteil am Pleitemarkt sowie im Baugeschäft, dass 17% der Pleitefälle stellte. Am meisten gefährdet seien Unternehmen, mit einem Jahresumsatz von unter 300 Mio HUF (1,1 Mio EUR). Die meisten der ungarischen Unternehmen fallen unter die 20 Mio-Marke (Stichwort: Putzfrauen-Bt.´s).
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Fremdwährungskredite um 70% teurer geworden
16.01.2009 · Wirtschaft
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Fremdwährungskredite um 70% teurer
Tausende hofften auf das große Geschäft und nahmen in den letzten Jahren dankend das Angebot der Banken an, ihre Kredite im günstigen japanischen Yen zu verbuchen. Seit Juli hat sich die Währung gegenüber dem Forint dummerweise um 70% verteuert. D.h. ein Kreditnehmer, der 10 Millionen in Fremdwährung bei der Bank aufgenommen hatte, darf nun 17 Millionen zurückzahlen, zuzüglich Zinsen und Gebühren, versteht sich. Die Banken bieten – auf massiven Druck der Regierung – nun zwar an die Kredite in Forint zurückzuführen, die Währungsdifferenz muss dennoch vom Kunden ausgeglichen werden, nur die Umbuchung bleibt gebührenfrei, teilte die OTP mit. Die Aufsichtsbehörde für das Kreditwesen geht von einigen Zehntausenden aus, die nun echte Schwierigkeiten haben, ihre Kredite zurückzuzahlen.
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