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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 22/2009 (II)

(c) Pester Lloyd / 22 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Investitionen gingen um 7,7% zurück

29.05.2009 · Wirtschaft

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Investitionen gingen in Ungarn um 7,7% zurück

Das Investitionsvolumen in Ungarn ist im ersten Quartal 2009 im Jahresvergleich um 7,7% gesunken, errechnete das Zentralamt für Statistik in Budapest (KSH). Im Vorquartal betrug der Rückgang zum Vorjahr 3,2%. Im Maschinebau wurde ein Zehntel weniger investiert, im Baugewerbe 5,1%. Das verarbeitende Gewerbe ließ um 6,8% nach. Am stärksten erwischte es jedoch die Bereicht Transport und Logistik sowie die Tourismuswirtschaft. Hier wurden 21 bzs. 22% weniger investiert als noch vor einem Jahr. 2008 hatte Ungarns Tourismusindustrie mit enem plus von 10,8% zu 2007 jedoch ein Rekordjahr verzeichnet. Auch die Investitionen in Ausblidungs- und Gesundheitseinrichtungen fielen um weitere fast 12%, nachdem sie bereits seit zwei Jahren sinken.

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McDonalds steigerte Umsatz +12%

29.05.2009 · Wirtschaft

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McDonalds Ungarn steigerte Umsatz +12%

Im Jahre 2008 konnte McDonalds Ungarn seinen Umsatz auf 38,7 Milliarden Forint steigern (ca. 137 Mio EUR). Das sind 12% als im Jahr zuvor. Die derzeit 99 „Restaurants“ der Kette freuten sich über insgesamt 79 Mio Besuche im Jahre 2008. Der operative Gewinn der Häuser lag bei 1,54 Mrd. HUF, ca 5,4 Mio EUR, eine eher bescheidene Umsatzrendite, jedoch sind davon bereits die Lizenzkosten abgezogen, die an die amerikanischen Eigentümer abzuführen sind. Außerdem wurden 2,5 Milliarden Forint, also etwa 8 Mio EUR neu investiert (je zur Hälfte von Lizenznehmer und -geber), womit u.a. fünf neue Restaurants und acht Umbauten zu McCafé-Einheiten finanziert wurden. Letztere McCafés, die für ein zeitgemäßeres, stilvolleres und auch gesünderes Image der Schnellfresskette sorgen sollen, zogen 2008 bereits 1,3 Besucher an. Seit Januar diesen Jahres habe sich die Zahl der Gäste jedoch spürbar verringert, im April sei aber wieder eine Erholung zu verzeichnen. In diesem Jahr sollen 2-3 neue Lokale entstehen. Von den derzeit 99 Restaurants werden 52 on Lizenznehmern, 47 direkt von McDonalds Ungarn betrieben.

Zum Thema: Burgerbewegung – 20 Jahre McDonalds in Ungarn

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Telekom übernimmt IT-Anbieter

29.05.2009 · Wirtschaft

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Magyar Telekom übernimmt IT-Anbieter

Magyar Telekom gibt die Übernahme von International System House (ISH) bekannt, einem Unternehmen, dass sich mit IT-Strukturen für das Gesundheitssystem beschäftift. Magyar Telekom gab den Abschluss eines Kaufvertrags über 100% der Anteile an ISH für knapp 3 Milliarden Forint (ca. 10,2 Mio EUR) bekannt. IHS ist in seinem Segment ungarischer Marktführer, der letzte Jahresumsatz entspricht in etwa dem Übernahmepreis, der Gewinn vor Steuern betrug zuletzt knapp 1 Mrd. HUF. Die Übernahme, mit der Magyar Telekom sein Angebotsportfoli im IT-System-Bereich ausbauen will, muss noch von der Wettbewerbsaufsicht genehmigt werden.

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0922realvienna

29.05.2009 · Wirtschaft

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Real Vienna: weniger Besucher und Aussteller

Die Situation und Stimmung auf den mittelosteuropäischen Immobilienmärkten ist gedrückt. Das spiegelte sich auch auf der Real Vienna, der Wiener Fachmesse für Immobilien „mit Fokus auf CEE/SEE“. Während im letzten Jahr noch 327 Aussteller aus 27 Ländern kamen, waren es jetzt nur noch 242 Stände und auch die waren im Vergleich eher bescheiden ausgestattet. Gleiches Problem mit den Besuchern, auch diese waren spürbar weniger. Kein Wunder, die Zahl und Größe neuer Projekte in der Region ist derart geschrumpft, dass sich eine Messe eigentlich nur noch zur Absicherung von Kontakten und für Schnäppchenritter lohnt. Die meisten Entwickler haben sich erst einmal eingeigelt und sehen zu, dass sie ihre Projekte fertig und halbwegs vermietet bekommen, um Banklasten und Betriebskosten erbringen zu können. Der Boom ist nicht nur vorbei, der Immobilienmarkt in CEE/SEE steckt in einer Krise. 2008, also einem Rekordjahr, angefangene Büroimmobilien und Einkaufszentren werden jetzt fertig (wenn überhaupt), d.h. die Überkapazitäten auf einem faktisch nachfragefreien Markt steigen immer noch an. Osteuropäische Länder versuchten durch Gemeinschaftsstände als Investitionsgebiete auf sich aufmerksam zu machen. Für Ungarn waren die Investitionsagentur ITDH gemeinsam mit der Budapest Business Region am Start, ihr Auftritt war bescheiden bis übersehbar.

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0922videoton

29.05.2009 · Wirtschaft

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Videoton kehrt zu 5-Tage-Woche zurück

Man muss die guten Nachrichten dieser Tage nehmen wie sie kommen. Es ist schon eine, wenn Elektroplast, eine Tochter von Videoton in seinem südwestungarischen Werk von der 4- wieder zur 5-Tage-Woche zurückkehrt. Damit sind vorerst auch im Raum schwebende Entlassungen vom Tisch. Die Auftragslage konnte derart stabilisiert werden, dass alle 1.050 Vollzeitstellen erhalten bleiben. Videoton hat, nach eigenen Angaben, die ärgste Krisenzeit dafür genutzt, technologische Fortschritte einzuführen, um für die Herstellung neuer Produkte gerüstet zu sein. In allen Videoton-Fabriken laufe die Arbeit wieder in normalen Bahnen, freute sich Vorstandschef Péter Lakatos. Seit dem Tiefsstand im Februar sind die Aufträge aus der Autoindustrie, aber auch bei Konsumgütern wieder um 20-25% gestiegen. Man sei zwar erst wieder bei 2/3 der „goldenen Zeiten“ des Frühjahrs 2008, aber immerhin.

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0922yara

29.05.2009 · Wirtschaft

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Norweger schließen Düngemittelwerk in Ungarn

Der norwegische Düngemittelproduzent Yara International hat am Donnerstag angekündigt, dass er sein Werk im ungarischen Berhida endgültig schließen wird. In dem Werk, 100 km südwestlich von der Hauptstadt wurden jährlich 150.000 Tonnen Phosphor, Nitrogen und andere Ausgangsstoffe für die chemische und Düngemittelindustrie hergestellt. 110 Mitarbeiter verlieren endgültig ihre Arbeit. Die Produktion ruhte bereits seit Oktober 2008.

„Das Werk hat keinen Zugang zu Rohstoffen mit wettbewerbsfähigen Preisen und bräuchte große Investitionen, um Yara´s Eiffizienz und Qualitätsstandards zu erreichen. Das Werk ist nicht flexibel genug, um sich neuen Marktgegebenheiten anzupassen,“ sagte das Mutterunternehmen in einer Aussendung entlarvend offen, wobei man sich fragen muss, was für jämmerliche Manager dieses Werk eigentlich so miserabel geführt haben und warum das vom „Yara“-Qualitätsstandard zugelassen wurde.

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