(c) Pester Lloyd / 22 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
0922chkredite
25.05.2009 · Wirtschaft
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Kreditnehmer in Ungarn kämpfen für bessere Konditionen
Rund 20.000 Bankkunden, die Kredite in Fremdwährung (überwiegend Schweizer Franken) in Ungarn aufgenommen hatten, haben, nach Angaben der ungarischen Finanzmarktaufsicht PSZÁF, um bessere Konditionen bei ihren Hausbanken angefragt. Sie repräsentieren Kredite in Höhe von ca. 100 Milliarden Forint (ca. 300 Mio EUR), 95% davon in CHF. Mehr als die Hälfte davon sind Bau- und Hauskredite. Die Regierung hatte noch im letzten Jahr eine Vereinbarung mit den ungarischen Banken getroffen, die verschiedene Möglichkeiten der Entlastung der Schuldner beinhaltet. Teilweise hatten sich solche früher sehr beliebten Fremdwährungskredite aufgrund des Absturzes des Forint bis zu 30% verteuert. 7.700 der 20.000 baten nach Angaben der PSZÁF um die Möglichkeit einer früheren Rückzahlung, wobei die Banken im Gegenzug die dafür vorgesehenen Gebühren (eine Art Zinsausfallprämie) entweder reduzierte oder teilweise ganz erließen. Die anderen Kreditnehmer beantragten eine Laufzeitverlängerung bzw. eine Ratenverringerung. Die Banken sind staatlicherseits angehalten, die Umstellung auf Forintkredite preisgünstig bzw. kostenlos vorzunehmen, dies wollten jedoch nur 3.300 der Kreditnehmer.
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Ungarns Einzelhandel weiter rückläufig
25.05.2009 · Wirtschaft
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Ungarns Einzelhandel weiter rückläufig
Das Statistische Amt veröffentlichte am Montag die Zahlen für Ungarns Einzelhandel im März. Im Vergleich zum Februar gingen die Umsätze der Einzelhändler um 0,6% zurück, von Januar auf Februar waren es 0,5%. Die Zahlen sind bereits um kalendarische und saisonnale Effekte bereinigt. Im Vergleich zum 1. Quartal 2008 beträgt der Rückgang von Januar bis März 2009 3,2%, der höchste Quartalsrückgang seit Ausbruch der Krise, im vierten Quartal 2008 waren es -2,3%. Der Autoverkauf sank dabei im März um 16,4% (jeweils zum Vorjahr), im Februar waren es noch 28,5%. Die Umsätze für Treibstoffe stiegen jedoch um 0,8%. In Ungarn wurden im März im Einzelhandel insgesamt 561,4 Milliarden Forint umgesetzt, ein Jahr zuvor 595,3.
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Unganrs Fidesz trägt Europa-Wahlkampf in die Slowakei
26.05.2009 · Nachrichten
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Ungarns Fidesz trägt EU-Wahlkampf in die Slowakei
Die Europawahlen werden darüber entscheiden, wie viele Parlamentarier die „Ungarn des Karpatenbeckens“ in Brüssel vertreten werden. Das sagte Fidesz-Chef Viktor Orbán auf einer Wahlkampfveranstaltung in Esztergom, stehenden Fußes auf der Grenzbrücke zwischen der Slowakei und Ungarn. Mit dem Auftritt unterstützt er einerseits die slowakische „Partei der Ungarischen Koalition“, gleichzeitig befriedigt er das vielen seiner Anhänger innewohnende großungarische Sentiment. Orbán ließ sich dabei zu dem Satz hinreißen, „dass gesamte Land ist vereint.“, der derzeitigen sozialistischen Periode ein Ende zu bereiten. Die Slowaken bekamen sowohl das mit dem „gesamten Land“ als auch die „sozialistische Periode“ just in den falschen, oder auch richtigen, Hals und Ministerpräsident Robert Fico konterte postwendend, dass Fidesz offenbar die territoriale Integrität der Slowakei in Frage stellen wolle. Pál Csáky, Chef der slowakischen Ungarnpartei interpretierte die „Einheit Europas“ dergestalt, dass „gute ungarische“ und „gute slowakische Patrioten“, den „gleichen Prinzipien zivilisierter Koexistenz und Respekt füreinander“ folgen könnten. Die MSZP kritisierte die Kampagne des Fidesz als zutiefst uneuropäisch.
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Sparpaket greift auf Kindergeld über
26.05.2009 · Nachrichten
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Ungarns Sparpaket greift auf Kindergeld über
Rund 14 Milliarden Forint, etwa 50 Mio EUR, will die ungarische Regierung durch Kürzungen beim Kindergeld und anderen Familienförderungsmaßnahmen einsparen. Eine entsprechende Gesetzesvorlage wurde heute vom Parlament in Budapest angenommen. Die Unterstützung für Kinder von armen Familien, eine Art Kindersozialhilfe in Höhe der Minimalrente von 28.500 (ca. 100 EUR) pro Monat wird auf zwei Jahre, statt bisher drei Jahre verkürzt. Außerdem werden andere Zahlungen davon abhängig gemacht, wie lange die Eltern in letzter Zeit sozialversicherungspflichtiger Arbeit nachgegangen sind. Auch Anträge auf Schwangerschaftsgeld, dass bis zu 24 Wochen gezahlt werden kann werden nur noch Personen genehmigt, die zuvor mindestens ein Jahr Sozialabgaben gezahlt haben, bisher reichten dafür 180 Tage. Die Änderungen gelten für alle Kinder, die nach dem 1. Mai 2010 geboren werden.
Die Familienbeihilfe (Kindergeld) wird 2010 auf dem Stand von heute eingefroren. Dabei geht es gestaffelt um monatliche Summen zwischen umgerechnet 40 und 90 EUR. Gezahlt wird nur noch bis zum vollendeten 20. Lebensjahr, nicht mehr wie bisher bis zum 23. (wenn das Kind in der Ausbildung ist). Rund 70.000 Menschen werden von den Restriktionen betroffen sein. Die Regierung erhofft sich durch die Maßnahmen, dass viele von ihnen nun schneller eine „reguläre“ Arbeit aufnehmen. Sozialverbände kritisieren, dass Härtefälle nicht berücksichtigt werden und alle Antragsteller über einen Kamm geschoren würden.
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Bajnai: Antikorruptionsgesetze noch im Juni
27.05.2009 · Politik
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Bajnai: Antikorruptionsgesetze noch im Juni
In Sachen Korruption hat „Ungarn die letzten Jahre nicht sonderlich gut abgeschnitten und ist 2008 noch weiter abgerutscht“, gestand reumütig Ministerpräsident Gordon Bajnai auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Leiterin von Transparency International (TI), Huguette Labelle in Budapest ein. Gleichzeitig nutzte er deren Besuch, um neue gesetzliche Maßnahmen gegen Korruption und Amtsmissbrauch anzukündigen. Noch vor Ende Juni soll ein erster Entwurf in die entsprechenden Parlamentsgremien eingebracht werden. Hauptaugenmerk soll auf eine verbindliche Regelung der Parteienfinanzierung gelenkt werden, ein in Ungarn völlig unkontrolliertes System. Ein Gesetzentwurf, der seit fast zwei Jahren dem Parlament vorliegt, scheitert regelmäßig an der dafür erforderlichen Zweidrittelmehrheit. Nun, gerade mitten in der Krise, sei eine gute Gelegenheit die Weichen neu zu stellen, meinte der Premier. Die TI-Chefin mahnte auch transparentere Verfahren bei öffentlicher Beschaffung und der Vergabe von Großinvestitionen in der Infrastruktur. Zudem müsste endlich eine Art Kronzeugenregelung eingeführt werden, die Leuten, die aus dem „System“ aussteigen wollten, juristische Unterstützung gewährt. Frau Labelle traf sich zum gleichen Thema auch mit Staatspräsident László Sólyom.
Rechtsfreier Raum Die Parteifinanzierung in Ungarn ist ein Fass ohne Boden und Etikett www.pesterlloyd.net/2009_17/0919pareteifinanz/0919pareteifinanz.html
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Billigboom am Balaton
27.05.2009 · Wirtschaft
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Billigboom am Balaton
Die etablierten Hotels am Balaton, Ungarns beliebtester Ferienregion, bekommen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise stark zu spüren, während sich die Vermieter von Frühstückspensionen über Buchungszuwächse freuen können. Eine Erhebung der Wirtschaftszeitung „Napi Gazdaság“ ergab, dass die Hotels bisher einen Rückgang der Buchungen um ca. 15% hinnehmen müssen, während „Bed-and-Breakfast“- Pensionen 20% zulegen konnten. Bisher hatte diese Übernachtungsart am Balaton einen Marktanteil von gerade 12%, in diesem Jahr könnte jeder Dritte sein Haupt in einer der bescheideneren Herbergen betten.
Emese Szabó, Marketingdirektorin des Reiseveranstalters Balaton 2000 sagte der Zeitung, dass die meisten Interessenten Zimmer um 2.500 bis 3.000 Forint pro Person und Nacht anfragen, (8-12 EUR) und nur drei bis vier Tage bleiben wollten. Auch für Ausländer sei der Preis das Entscheidungskriterium Nr. 1 geworden. Vielmehr als umgerechnet 15-17 EUR wolle kaum noch jemand ausgeben. Auch Campingplatzbetreiber freuen sich über steigende Reservierungszahlen.
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