(c) Pester Lloyd / 26 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Soldaten demonstrieren gegen Sparpaket
23.06.2009 · Politik
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Ungarns Soldaten demonstrieren gegen Sparpaket
Die Gewerkschaft der Armee protestierte am Montag vor dem ungarischen Parlament gegen die Sparpakete der Regierung Bajnai, die auch die Berufssoldaten und die Ausstattung der Armee betreffen sollen. Rund 600 Angehörige der Streitkräfte, militärische wie zivile Angestellte versammelten sich, Géza Mészáros, Chef der Gewerkschaft, sprach von einer unfairen Verteilung der Belastungen. Es könne nicht angehen, dass die Gehälter der unteren Einkommensklassen bei der Armee aufgrund der neuen Sparmaßnahmen um bis zu 30% gesenkt werden könnten. Das Verteidigungsministerium sagte, dass man die beschlossenen Maßnahmen längst vorher mit den Gewerkschaften beschprochen habe, man wundere sich daher jetzt über die Proteste, sei aber auch zu weiteren Gesprächen bereit.
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Armani eröffnet Geschäft in Budapest
25.06.2009 · Wirtschaft
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Armani eröffnet Geschäft in Budapest
Als gäbe es keine Krise, schreitet die Eroberung der Budapester Andrássy út durch die Luxusmarken der Welt weiter voran. Während andere feine Meilen in Innenstädten von Paris bis München durch die Krise geschüttelt werden und sogar das sonst relativ unbeeindruckbare Luxussegment leidet, wird in Budapest weiter investiert. Unweit von Gucci und Louis Vuitton, die in den letzten zwei Jahren den großen Boulevard Budapests „adelten“, wird für Ende Juli der Einzug von Emporio Armani in einen 500 Quadratmeter-Laden in einem der unvergleichlichen Palais´ erwartet. Nach Angaben der Zeitung Világgazdaság werden von Armani rund 1,25 Mio EUR investiert, die Inneneinrichtung wird aus Italien importiert. Gucci hat seit seiner Eröffnung in Budapest im letzten Oktober, also direkt zum Ausbruch der Krise fast eine Million Euro Umsatz gemacht. Auch der Handttaschen- und Schuhzar Roberto Cavalli sieht eine positive Entwicklung im Frühsommer. Alles sind sich einig, dass Budapest immer noch Aufholebedarf in Sachen Luxus-Shopping hat, man zielt hier aber mehr auf Touristen, vor allem Amerikaner und Japaner, denn Einheimische, die eher in Wien shoppen gehen, schon des Images wegen. Dass die Andrássy út ladenseitig zum Teil des goldenen globalisierten Einheitsbreis wird, ist wohl kaum zu verhindern.
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Suzuki Ungarn in Schwierigkeiten
25.06.2009 · Wirtschaft
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Suzuki Ungarn in Schwierigkeiten
Die ungarische Tochter des japanischen Autoherstellers Suzuki Motor Corporation hat seine Vorhersagen über die Produktionszahlen für 2009 ein weiteres Mal nach unten korrigiert. Am Anfang des Jahres sprach man noch von einer Produktion von 220.000 Einheiten, nun rechnet man nurmehr mit 190.000. Hisashi Takeuchi, der neue Chef von Suzuki Ungarn sieht den Automarkt in Mitteleuropa nach wie vor im Abwärtstrend, dazu läßt allmählich die Wirkung der diversen Verschrottungsprämien nach. Nach mehreren Korrekturen in den Vorhersagen sieht Suzuki für 2009 nun einen Produktionsrückgang von ca. 30%. D.h. auch weiteren Stellenabbau und den Aufschub von Investitionen, was die Wettbewerbsfähigkeit der Fabrik in Esztergom in der Zukunft beeinträchtigen könnte.
Noch im vorigen Jahr arbeitete das Werk je 20 Stunden an 6 Tagen in drei Schichten, heute sind es noch zwei Schichten an 5 Tagen. Unter dem Nachfragerückgang durch Suzuki leidet auch Rába als einer der wichtigsten ungarischen Zulieferer.
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Bajnai warnt Fidesz vor Politikumkehr
26.06.2009 · Politik
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Bajnai warnt Fidesz vor Politikumkehr
Ungarn macht derzeit eine verantwortungsvolle Wirtschaftspoltitik, erklärte der um Eigenlob selten verlegene Premier Gordon Bajnai in den Medien. Der Fidesz würde einen riesigen Fehler begehen, wenn er aus populistischen Motiven versuchte, das Rad zurück zu drehen. Vor allem das Sparpaket sei alternativlos, Korrekturen oder gar entgegengesetzte Maßnahmen hätten großen negativen Einfluß auf die Wirtschaft und den Staatshaushalt. Würde man die Maßnahmen, die Fidesz im Wahlkampf und auch jetzt immer gefordert hat, umsetzen, erreichte das Haushaltsdefizit in diesem Jahr 6% und 2010 gar die 10%-Marke. „Das Land wäre unfähig sich zu finanzieren. Und ich denke, sie (die Fidesz-Politiker) haben das auch nicht ernsthaft vor, es ist nur ein Wahlkampftrick.“, meinte Bajnai. Ungarn erwartet dieses Jahr ein BIP-Rückgang von mindestens 6% und versucht gerade auf den Markt für Staatsanleihen zurückzukehren , nachdem man ungefähr Dreiviertel des IWF-EU-Notkredits abgerufen hat. Dem nationalkonservativen Fidesz von Ex-Premier Viktor Orbán wird bei Wahlen ein überwältigender Sieg mit bis zu zwei Dritteln der Mandate vorhergesagt.
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Steuerausfälle werden in Ungarn immer höher
26.06.2009 · Wirtschaft
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Steuerausfälle in Ungarn werden immer höher
Pünktlich zur Einleitung des Defizitverfahrens und zum Beginn der Werbetour für Staatsanleihen muss Ungarns Finanzminister Péter Oszkó einen weiteren Rückgang der Steuereinnahmen für 2009 prognostizieren. Nach heutigem Stand wird das Land 900 Milliarden Forin (ca. 3,23 Mrd. EUR) weniger einnehmen als in der ursprünglichen Steuerschätzung vorgesehen war. Das 2009er Budget musste ja ohnehin schon mehrmals umgeschrieben werden, vor allem wegen der Erhöhung des Schuldendienstes. Kompensiert sollen die Einnahmeausfälle durch Einsparungen in Höhe von 1.000 Mrd. HUF werden, so dass das Defizit bei den avisierte 3,8% bleibt. Er scheint der einzige zu sein, der wirklich noch daran glaubt. Außerdem geht der ehemalige Wirtschaftsprüfer laut Aussendung immer noch von 5-6 BIP Rückgang aus, obwohl selbst sein Chef, Premier Bajnai schon von „fast 7%“ gesprochen hat.Trotz der düsteren Einnahmeprognosen will man „alle Möglichkeiten nutzen“ um die Unternehmenssteuern zu senken, um die Beschäftigung anzukurbeln.
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