(c) Pester Lloyd / 3 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Fußball-Lesung im Goethe-Institut Budapest
22.01.2010 · Kultur
Das Runde und das Eckige: „Das Grosse Lesen“ am 22. Januar im Goethe-Institut diesmal zum Thema Fußball
Wenn von einer „Autorenmannschaft“ gesprochen wird, klingt das zunächst mal eigenartig, verbindet man mit Autoren doch eher einsame, eigenbrötlerische Menschen, die ihr Dasein im stillen Schreibkämmerlein verbringen und von Teamgeist nicht viel verstehen. Am Freitag hat ein Teil der ungarischen Autorennationalmannschaft, die seit 1999 die deutsche regelmäßig zum Ball-Duell herausfordert, nun einen besonderen Auftritt – im Goethe-Institut. Mit ihren Lesekünsten präsentieren sie und andere dem Publikum zwei mal 45 Minuten lang eine geballte Ladung Literatur – über Fußball. Nationalheld Puskás zieht ab
Das Grosse Lesen, das zum vierten Mal stattfindet und diesmal thematisch vom runden Leder handelt, ist eine Art Schaulaufen der in der Bibliothek des Goethe-Instituts vergrabenen Literaturschätze. Karen Duve, Péter Esterházy, Robert Gernhardt, Ödön von Horváth, Rainer Maria Rilke und Saša Stanišić werden textlich vertreten sein. Ihre Texte, so versprechen die Veranstalter, sind dabei genauso spannungsreich, humorvoll, komisch und oft tragisch wie die Ereignisse auf dem Fußballplatz.
Veranstaltung am Freitag, 22. Januar 2010, 18.00 Uhr
Goethe-Institut Budapest, Ráday u. 58, Bibliothek
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Potenzial bei gasbetriebenen Autos
22.01.2010 · Wirtschaft
in Ungarn
Der führende Lieferant von Flüssiggas als Autokraftstoff in Ungarn, Prímagáz schätzt, dass man den Anteil gasbetriebener Fahrzeuge am Gesamtaufkommen binnen zwei Jahre mehr als verdoppeln könnte. Derzeit fahren geschätzte 1.5%-2% der Fahrzeuge auf ungarischen Straßen mit Gas, in zwei Jahren könnten es schon 5% sein, stellt das Unternehmen in einer Analyse fest. In Westeuropa gehe man sogar von bis zu 10% bis 2015 aus. Wichtig ist, so Prímagáz, dass das Steuerniveau auf Gas so niedrig bleibt wie bisher. Derzeit kostet ein Liter Flüssiggas an der Gastankstelle rund 135 Forint weniger als Benzin, Kraftfahrer köntnen als langfristig 30-40% sparen, bei 10.000 Kilometer Fahrstrecke rund 100.000 Forint (ca. 370 EUR). Die Emmissionen bei der Flüssiggasverbrennung seien bei Treibhausgasen 20-60% niedriger, der Partikelausstoß beträgt Null. Allerdings hat die Branche durch die Krise einen Rückschlag einstecken müssen. 2008 wurden noch rund 500 Fahrzeuge auf Dual-Betrieb umgerüstet und verkauft, 2009 waren es weniger als einhundert. Die Kosten für gasbetriebene Fahrzeuge sind in der Anschaffung durchaus um einiges höher als für Wagen mit herkömmlichen Motoren.
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Leitzinssenkung für Montag erwartet
22.01.2010 · Wirtschaft
Weitere Leitzinssenkung in Ungarn für Montag erwartet
Geht alles nach den Prognosen der Marktanalysten, kann sich die ungarische Finanzwirtschaft ab Montag auf eine weitere Zinssenkung der Nationalbank, wohl um 25 Basispunkte, freuen. Der Leitzins, der Ende Oktober 2008 in einer Notaktion um 300 Basispunkte auf 11,5% gehoben werden musste, um den Totalabsturz des Forint zu verhindern, würde dann wieder auf gemächlicheren 6% angekommen sein. Spekulationen über einen eventuell sogar größeren Zinsschritt nach unten, sind weitgehend verklungen. Man meint, die Zentralbanker wollen durch die Politik der kleinen Schritte mehr Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Auch ist davon die Rede, dass danach maximal noch mit einem kleinen Zinsschritt zu rechnen ist, bis nach den Wahlen im April aber ersteinmal abwartende Ruhe einziehen wird.
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Ausschreibung für M3-Teilstück an C-S-K-K
22.01.2010 · Wirtschaft
Zuschlag für Autobahn-Teilstück in Ungarn geht an C-S-K-K
Ein Konsortium namens C-S-K-K 2009 hat den Tender zum Ausbau eines weiteren, 34 Kilometer langen, Teilstücks der Autobahn M3 im östlichen Ungarn zwischen Nyíregyháza und Vásárosnamény gewonnen. Das teilt das Nationale Büro für die Entwicklung der Infrastruktur mit. Das Konsortium, angeführt von der ungairschen Tochter des französischen Weltmarktführers im Straßenbau, Colas besteht außerdem aus der österreichisschen STRABAG, der Közgép und der Kelet-Út. Die Kosten für das Projekt betragen 32 Milliarden Forint (ca. 118 Mio. EUR) und werden zu 85% von der Europäischen Union übernommen. Bei der Ausschreibung hat nur ein weiterer Bieter, der ungarische Ableger des Konzerns Porr aus Österreich, noch ein gültiges Gebot abgegeben. Konsortiumsführer Colas beschäftigt weltweit mehr als 73.000 Menschen, wickelt pro Jahr über 100.000 Einzelprojekte ab und gibt für 2008 einen Umsatz von fast 13 Milliarden Forint an.
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