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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 30/2013 (II)

(c) Pester Lloyd / 30 – 2013 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Serbien schickanierte Fußballfans aus Ungarn

25.07.2013 · Nachrichten

Serbien schikanierte Fußballfans aus Ungarn

Der serbische Botschafter in Ungarn, Rade Drobac, hat die Behandlung von ungarischen Fußballfans durch serbische Grenzbehörden am vergangenen Donnerstag „bedauert“ und zugesagt, sich um eine Bearbeitung der Beschwerden zu kümmern. Rund 500 Anhänger des Fußballklubs Honvéd aus Budapest wurden bis zu vier Stunden von der serbischen Grenzpolizei festgehalten als sie zu einem Spiel der Europa Leage Qualifikation nach Novi Sad, Vojvodina, Serbien, fahren wollten. Ihnen wurden Lebensmittel und Getränke abgenommen und Kameras eingezogen, auch auf der Rückreise wurden sie – nach verlorenem Spiel – nochmals rund 2 Stunden an der Grenze aufgehalten. Der serbische Botschafter ist sich indes „sicher“, dass die Behörden nur im Interesse der Sicherheit gehandelt hätten, vielleicht haben sie nicht in der „angemessensten“ Weise reagiert, doch der Umgang mit Fußballfans ist eine „schwierige Sache“ überall auf der Welt und habe nichts mit der ungarischen Herkunft zu tun, was die nationalistisch gefärbten Parteien des Landes freilich sogleich wieder in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen rückten. red.

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Budapest plant Ausbau der Metrolinie 3

25.07.2013 · Nachrichten

Während an der Fertigstellung der ersten Phase der Metrolinie 4 (von Bahnhof Kelenföld bis Keleti pu.) noch bis zum kommenden Frühjahr gearbeitet werden wird, gibt es bereits weiterführende Planungen für Budapests U-Bahn-Netz. Die Stadtverwaltung befürwortet einen Ausbau der Metro 3 (blaue Linie) über Újpest hinaus, um rund 4 Kilometer bis nach Káposztásmegyer. Die Linie führte dann fast direkt an die Donau, unweit einer Autobahnbrücke der M0 gegenüber von Bekasmegyer. In einer späteren Phase wäre die Donauunterquerung sinnvoll. Bis 3. September läuft nun eine entsprechende Ausschreibung der städtischen Verkehrsgesllschaft BKK, die Arbeiten sollen 2016 beginnen und spätestens 2019 abgeschlossen sein, die Kosten werden auf rund 150 Mio. EUR veranschlagt, wobei man rund ein Drittel von der EU zugeschossen bekommen wird.

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Staatssekretär in Ungarn bekommt Schmerzensgeld wegen beleidigender Internetkommentare

25.07.2013 · Nachrichten

Wie berichtet war der damalige Fraktionschef der Regierungspartei Fidesz, János Lázar, im Oktober 2012 mit seinem Dienstminibus in einen Verkehrsunfall verwickelt , der eine Frau das Leben kostete. Untersuchungen ergaben, dass die Schuld an dem tödlichen Crash auf Seiten der Fahrerin des PkW lag. Verschiedentliche Kommentare in Internetzeitungen stellten jedoch – wie es in diesem Soziotop üblich ist – eigene Mutmaßungen an und fielen über den Politiker, der heute Staatssekretär im Amt des Ministerpräsidenten ist, verbal in ehrverletztender Weise her. An sich ist das nichts ungewöhnliches, ganze Volksgruppen müssen sich das tagein, tagaus bieten lassen, denkt man sich, doch manchen gelingt es, sich erfolgreich gegen Diffamierungen und Beleidigungen zu wehren: Lázár, der wegen seiner Lebensart und Attitüde eine Dauerspott-Zielscheibe der Internetgemeinde ist, auch ohne Unfälle, klagte gegen einige Beispiele der an ihn adressierten „Beleidigung der menschlichen Würde“ in Form von Postings unter Artikeln und bekam vom Gericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 500.000 Forint, ca. 1.700 EUR zugesprochen, zahlbar durch den LAPC, Herausgeber der Onlinezeitung delmagyar.hu (Südungar). Lázár kündigte an, die Summe der Familie der tödlich verunglückten Autofahrerin überweisen zu wollen. red.

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