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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 32/2012

(c) Pester Lloyd / 32 – 2012 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Regierung in Ungarn will Recycling-Monopol für Metalle

07.08.2012 · Wirtschaft

Wer künftig recyceltes Metall ankaufen möchte, braucht dazu demnächst eine staatliche Lizenz. Das teilte der Abgeordnete der Regierungspartei Fidesz, János Pócs, vor Journalisten mit. Die neue Regelung soll im Herbst in Kraft treten und vor allem Diebstahl, Hehlerei und illegalen Handel mit Metallen vorbeugen. Sämtliche Unternehmen der Recyclingbranche sollen in Zukunft direkt durch Zoll und Polizei kontrolliert werden können. Altmetalle sollen vor und nach der Ablieferung außerdem zukünftig nicht ohne eine gesonderte Genehmigung bearbeitet, geschmolzen oder in sonst irgendeiner Form umgearbeitet werden dürfen, um notfalls ihre Herkunft nachvollziehen zu können.

Illegaler Handel mit Metallen ist sowohl beschaffungs- wie handelsseitig ein Hort der Kriminalität, nicht nur in Ungarn. „Kabelklau“ u.ä. wird häufig im Zusammenhang mit „Zigeunerkriminalität“ thematisiert, dabei haben die Transaktionen „normaler“ Ungarn mit Recyclingmaterial ganz andere Dimensionen, aber eben unbemerkt vom Publikum. Auch Mehrwertsteuerbetrug ist in dieser Branche an der Tagesordnung. Experten halten den Vorstoß des Politikers denn auch für wenig praktikabel. Es stelle für Kriminelle kein Problem dar, ihre Aktivitäten komplett ins Ausland zu verlagern, nur eine verbindliche europäische Regulierung könne hier Abhilfe schaffen.

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Ungarischer Nazipolitiker spricht beim Rabbi vor

07.08.2012 · Nachrichten

Die linksliberale Tageszeitung Népszabadság will Informationen darüber haben, dass immer mehr "enttäuschte" Mitglieder der neofaschistischen Jobbik die Partei verlassen, um eine neue Partei zu gründen, die Parteispitze dementiert und spricht von "Wunschdenken" der politischen Gegner. Jobbik stünde "so stark da, wie nie"

Mit dem EU-Abgeordneten und Bezirkgruppenleiter Csanád Szegedi „verlor“ die Partei kürzlich ein prominentes Mitglied, als herauskam, dass er jüdischer Abstammung ist. Szegedi trat von seinen Ämtern zurück und aus der Partei aus. Jobbik fordert auch sein EU-Mandat , weil er angeblich jemanden bestochen hat, damit seine Herkunft nicht herauskommt. Die Tatsache seiner jüdischen Abstammung hat den einst strammen Nazi zunächst „geschockt“, dann aber offenbar derart beeindruckt, dass er sich in recht kurzer Zeit damit anfreunden konnte. Inzwischen hat er einen Rabbi aufgesucht, um sich für „eventuell gemachte Äußerungen, die die jüdische Gemeinde beleidigt haben könnten, zu entschuldigen“. Außerdem will er demnächst die Gedenkstatte im früheren KZ Auschwitz besuchen, nachdem er erfuhr, dass seine Großmutter dort inhaftiert war.

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Kulturtipp: Konzerte mit Gypsy- und Klezmermusik im Budapester Zoo

07.08.2012 · Budapest

Kulturtipp: Multikulti-Sommerkonzerte im Budapester Zoo Im Rahmen der 11. Sommerkonzertreihe im Budapester Zoo, unweit des Heldenplatzes, die unter dem sinnigen Motto „Zwei- Vier und Tausendfüßler! Der Tanz geht weiter“ steht, lassen ungarische und russische Gypsybands und Sänger einen Abend lang mit traditionellen und neueren Volksliedern Stimmung im Budapester Zoo aufkommen. Bis September steht jede Woche eine andere Musikrichtung auf dem Programm. In der Woche ab 15.8. steht die Veranstaltung ganz im Zeichen der Folklore der Roma. Künstler, wie etwa Róbert Farkas, Dóri Behumi und András Keleti bieten traditionelle wie moderne Gypsymusik mit ihrer ganzen Vielfalt aus Einflüssen und Improvisation. Ab 22. August gehört die Bühne der nicht minder temperamentvollen Klezmermusik. Einlass ist ab 19.00 Uhr, ein Besuch des Palmenhauses oder des Aquariums inklusive, das Restaurant Gundel bietet Essen und Trinken, Eintrittskarten gibt es für 3.300 Forint HUF (ca. 12 Euro) eg

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