(c) Pester Lloyd / 34 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Neue liberale Partei gegründet
17.08.2009 · Politik
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Neue liberale Partei in Ungarn gegründet
In Ungarn hat sich Anfang der Woche eine neue liberale Partei gegründet. Ehemalige Mitglieder des SZDSZ, Bund Freier Demokraten und andere schlossen sich zur Liberalen Bürgervereinigung, Szabadélvü Polgári Egyesület, kurz SZPE zusammen. Die prominentesten Neugründer sind der ehemalige SZDSZ-Chef Gábor Kuncze sowie der frühere Bildungsminister Bálint Magyar. Auch weitere ehemalige SZDSZ-Vorstandmitglieder gehören der neuen Gruppe an, die durchaus das Potential hat, dem SZDSZ, dessen Ideen sie durch den neuen, eher rechtsliberal orientierten, Parteichef Attila Retkes, verraten sehen, Paroli zu bieten. Retkes reagierte auch ziemlich angefressen auf die Neugründung und wünschte „Alles Gute“. Nach jetzigem Stand hat der SZDSZ, einst eine prägende Kraft in der Wendezeit, keine Chance mehr, bei kommenden Wahlen den Sprung ins Parlament zu schaffen.
Massenaustritte und „Schlammschlacht“ bei den Liberalen in Ungarn
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Neuwagenmarkt in Ungarn bleibt am Boden
17.08.2009 · Wirtschaft
17.08.09 _______________________________________________________
Neuwagenmarkt in Ungarn bleibt am Boden
Der Verkauf von Neuwagen bleibt in Ungarn ein darbendes Geschäft. Im Juli sank die Zahl der Neuzulassungen im Jahresvergliche um 72,2% auf gerade noch 3.806 Fahrzeuge. Der Rückgang im Juni war mit 60% sogar niedriger, wobei die Sommermonate ohnehin nicht gerade verkaufsstark sind. Für das gesamte erste Halbjahr bedeutet das einen Rückgang um 54,7% auf 52.528 neu zugelassene PkW in Ungarn. Ford lag als einziger Autohersteller etwas besser im Rennen, der amerikanische Autokonzern hatte ein Minus von „nur“ 47,3% im Juli. Die absolute Zahl von 644 verkauften Ford klingt aber dennoch ernüchternd, davon waren 215 Ford Focus. Suzuki, Chevrolet und Opel waren die größten Verlierer mit 82,2%, 84,2% bzw. 79,4% Rückgang.
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Sex and Crime: Staatsanwalt im Knast
17.08.2009 · Politik
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Sex and Crime in Ungarn: Staatsanwalt im Knast
Der frühere Sprecher der obersten ungarischen Staatsanwaltschaft, Gergely Varga, wurde wegen Bestechung verhaftet. Er wurde am Montag in Untersuchungshaft übergeben. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Varga sich Ende Juli bei der Übergabe von Bechstungsgeld habe erwischen lassen. Dies war bereits der zweite Fall von Bestechlichkeit, die man ihm in seiner Funktion als Ankläger im Auftrage des Staates nachweisen konnte. Im ersten Fall hatte Varga mit einer Angeklagten ein sexuelles Verhältnis begonnen und der Frau angeboten, gegen die Zahlung von 600.000 HUF (rund 2.300 EUR) eine mildere Strafe heraus zu handeln. Varga war Sprecher der Staatsanwaltschaft für genau einen Monat im Januar 2008 und musste nach eigenartigen Äußerungen über Polizeigewalt im Herbst 2006 seinen Posten wieder verlassen. Er arbeitete dann als normaler Staatsanwalt weiter.
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Sziget-Festival will nach Kroatien expandieren
17.08.2009 · Kultur
19.08.09 _______________________________________________________
Sziget-Festival will nach Kroatien expandieren
Beflügelt vom Erfolg des Sziget Festivals 2009, dass rund 150 Mio HUF Gewinn abwarf (ca. 550.000 EUR), wollen die Organisatoren nun die Expansion nach Kroatien vorantreiben. Ab kommendem Jahr soll es ein Schwesterfestival an der Adria geben, dass man vollständig aus bestehenden Mitteln vorfinanzieren will. Eigentümer und Hauptorganisator der Sziget, Károly Gerendai, zu dessen Festivalimperium auch das VOLT-Festival und der Balaton Sound gehört, sagte, er suche gerade den geeigneten Standort dafür. Dieser müsste gut mit der Autobahn, aber auch dem öffentlichen Verkehr erreichbar sein und solle unbedingt am Meer liegen. Im Moment hat er die Gegend von Split und Zadar im Auge, natürlich auch die zahlreich dort strandenden Touristen. Rund 70% der Dauerkarten auf der Sziget (180 EUR) wurden von Ausländern erworben. Bei den Tageskarten von um 40 EUR waren 85% Ungarn. Die Preise waren in diesem Jahr stärker gestiegen als die Inflation.
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63% weniger Wohnungen in Budapest verkauft
17.08.2009 · Wirtschaft
17.08.09 _______________________________________________________
63% weniger Wohnungen in Budapest verkauft
Beim Verkauf von neugebauten Wohnungen an Privatleute, vor allem in den in Budapest beliebten Wohnparks hat sich auch im zweiten Quartal nicht erholt. Insgesamt gingen im ersten Halbjahr 2009 die Verkäufe um 63% zurück, nur knapp 1000 Einheiten konnten an den Mann, die Frau oder Familie gebracht werden, ergab eine Umfrage unter den größten Entwicklern und Vermaktern von Wohneigentum in Budapest. Keine Region der ungarischen Hauptstadt war von dem Einbruch verschont worden. Gleichzeitig steigt logischerweise die Zahl fertiggestellter, unverkaufter Häuser auf dem Markt, was den Preisdruck für weitere Projekte vor der Fertigstellung noch erhöht. Außerdem wurden fast 130 Stornierungen vermerkt.
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