(c) Pester Lloyd / 35 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Regierung will Abfindungen begrenzen
24.08.2009 · Politik
24.08.09 _______________________________________________________
Ungarische Regierung will Abfindungen begrenzen
Die ungarische Regierung will nun per Gesetz die Abfindungszahlungen für Mitarbeiter und Manager staatlich kontrollierter Firmen beschränken. Nach einer Vorlage, die von Regierungssprecherin Bernadett Budai am Freitag vorgestellt wurde, sollen ab 15. Dezember sämtliche leitende Angestellte von Unternehmen, die ganz oder teilweise unter der Kontrolle des Staates sind, maximal noch mit bis zu 6 Monatsgehältern abgefunden werden dürfen. In einer weiteren Festlegung sollen für die Zukunft Interessenkonflikte von abgehenden Staatsmanagern erwschwert werden, die in die Privatwirtschaft wechseln. Mit dem Vorstoss reagiert die Regierunga auf den Abfindungsskandal bei den Budapester Verkehrsbetrieben BKV, bei denen nicht nur sehr hohe Abfindungen für gescheiterte Manager gezahlt wurden, sondern, mit kriminieller Energie, nach deren Abgang auch die Löhne weiter überwiesen wurden. ( unser Bericht )
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Gerade noch 10 Millionen Ungarn
24.08.2009 · Gesellschaft
26.08.09 _______________________________________________________
Gerade noch 10 Millionen Ungarn
Im ersten Halbjahr 2009 gingen die Geburten in Ungarn um 1,8% zurück, die Todesfälle stiegen um 0,4% im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2008. Das bedeutet einen „Nettoverlust“ an Bevölkerung von 19.480 Personen, 1.137 mehr als im Vorjahreshalbjahr. Insgesamt kann Ungarn noch 10.020.000 Bürger vorweisen, wobei nun schon die Immigranten mithelfen müssen, um über 10 Millionen zu kommen. Auch die Zahl der Hochzeiten ging zurück, von Januar bis Juni waren es exakt 560 weniger als vor einem Jahr.
Wie ticken Frau und Herr Szabó?
Das Median-Institut untersuchte zu Jahresende für Népszabadság vieles davon, was die Ungarn tun, denken, fühlen. Eine Auswahl aus den Ergebnissen
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Roma-Morde: Beweislast ist erdrückend
24.08.2009 · Gesellschaft
26.08.09 _______________________________________________________
Roma-Morde in Ungarn: Beweislast ist erdrückend
Am Dienstag teilten Verantwortliche der Landespolizei auf einer Pressekonferenz mit, dass die DNA-Spuren von zwei Verdächtigen, die am vergangenen Freitag in Debrecen verhaftet wurden, mit den DNA-Spuren übereinstimmen, die an einigen der Tatorte gefunden wurden. Außerdem konnten Ballistiker und Waffentechniker bereits nachweisen, dass die bei den Verdächtigen vorgefundenen Waffen an den Tatorten verwendet wurden.
Einer der jetzt in U-Haft befindlichen Männer war Zeitsoldat der Ungarischen Armee und unter anderem bei Auslandseinsätzen im Kosovo eingesetzt. Der Bruder eines anderen ist aktiver Polizist, eine Feststellung, die sowohl eine interne Untersuchung der Polizei auslöste als auch Kritik wegen „Sippenhaftung“.
Derzeit werde nicht nach weiteren Verdächtigen gefahndet, teilte das Zentrale Ermittlungsbüro mit. Es gab Gerüchte, wonach unter Hochdruck nach weiteren Personen gesucht werde. Man habe jedoch drei Personen ermittelt, die im letzten Jahr einen Brandanschlag mit Molotow-Cocktails im nordungarischen Tarnabod verübt haben sollen.
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BKV braucht Kredit zum Überleben
24.08.2009 · Wirtschaft
26.08.09 _______________________________________________________
Verkehrsbetriebe Budapest brauchen Kredit zum Überleben
Die Budapester Verkehrsbetriebe BKV brauchen noch im Herbst eine Kapitalspritze von 30 Milliarden Forint, umgerechnet fast 113 Mio EUR, um ihren Betrieb weiter aufrecht erhalten zu können. Sowohl die Regierung als auch die Stadt Budapest sind nun gezwungen mit Hilfe einer weiteren Bürgschaft einen entsprechenden Kredit abzusichern.
Bereits im Dezember des Vorjahres musste die öffentliche Hand mit einer 10 Mrd. Nothilfe einspringen. Der Kredit kam von der staatlichen ungarischen Entwicklungsbank. Die für Finanzen zuständige stellvertretende Bürgermeisterin teilte mit, dass man, sollte die Entwicklungsbank die volle Summe nicht stämmen können, auch an Privatbanken für die Finanzierung herantreten wird.
Die BKV sind derzeit bereits mit rund 80 Milliarden Forint, 300 Mio EUR verschuldet. Das Problem ist sowohl ein strukturelles, aber offenbar auch personelles. Die Öffis waren im Sommer Dauerthema, weil sich ehemalige Manager üppige – und offenbar illegale – Abfindungen und Lohnfortzahlungen überweisen ließen . Heute, Mittwoch, traten beide Sprecherinnen der BKV von ihren Funktionen zurück.
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Gehälter von Staatsmanagern werden publiziert
24.08.2009 · Wirtschaft
30.08.09 _______________________________________________________
Gehälter von Staatsmanagern werden publiziert
Ministerpräsident Gordon Bajnai hat, angeregt durch diverse Affären über Abfindungen und Bonuszahlungen, angekündigt, dass alle Einkommen und Zahlungen an die Vorstände von Unternehmen, die sich „ganz oder teilweise in Staatsbesitz“ befinden, öffentlich zu machen. Dazu hat er bereits am Freitag ein entsprechendes Dekret unterzeichnet, da es dafür allem Anschein nach keiner Gesetzesform bedarf.
Bereits am 15. September sollen die Einkommen der Staatsmanager, aber auch von Abteilungsleitern u.a. im Internet einsehbar sein. Gleichzeitig wird an einer neuen Gehalts- und Vergütungsstruktur gearbeitet, die sich „in Einklang mit der derzeitigen Wirtschaftssituation“ befindet. Sprich, Manager sollen keine Boni mehr erhalten, so lange ihre Unternehmen Verluste einfahren.
In einer Fernsehsendung für den Privatsender RTL Klub regte sich Bajnai auch über das schlechte Management bei den Budapester Verkehrsbetrieben BKV auf und sagte, dass weder BKV noch andere lokale oder staatliche Unternehmen nach Staatshilfen fragen brauchen, bevor sie ihr Finanzmanagement nicht in Ordnung gebracht haben. Siehe dazu: BKV braucht Milliarden zum Überleben
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CBA eröffnet weiteres Logistikzentrum in Ungarn
24.08.2009 · Wirtschaft
25.08.09 _______________________________________________________
CBA eröffnet weiteres Logistikzentrum in Ungarn
Hansa-Kontakt, ein Unternehmen, dass rund 600 der ungarischen CBA-Lebensmittelmärkte betreibt und weitere 3000 beliefert, hat, unweit des südostungarischen Szeged ein neues Logistikcenter eröffnet. Die Investition betrug rund 5 Mrd. HUF, ca. 18,6 Mio EUR. Das neue Zwischenlager soll die Belieferung von fünf Komitaten im Zentrum und Süden Ungarns sicherstellen und verbessern. Der Komplex besteht aus einem 24.000 Quadratmeter Trockenlager und einem Kühlhaus mit 4.000 qm sowie 5.000 qm an Büro- und Verwaltungsflächen. Die Zentralisierung der Lager- und Verteilaktivitäten ist eine Maßnahme sowohl zur Kostenersparnis als auch zur Qualitätssicherung. Ein erstes derartiges Projekt wurde bereits vor zwei Jahren in der Nähe von Budapest realisiert.
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