(c) Pester Lloyd / 35 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Thermalbad Héviz verliert Fördermittel
01.09.2010 · Wirtschaft
Thermalbad Héviz verliert Fördermittel
Die westtransdanubische Behörde für Regionalentwicklung hat 1,5 Milliarden Forint (über 5,2 Mio EUR) an Fördermitteln, ein Großteil davon aus EU-Quellen dem Thermalbad Héviz wieder aberkannt, weil man es innerhalb von eineinhalb Jahren nicht geschafft hat, die Vertragsbedingungen und -abläufe einzuhalten. Bis jetzt liege seitens der Begünstigten, der Hévizgyogyfürdö és Szent András Reumakórház Nonprofit Kft kein Bauvertrag vor und konnte daher bisher nur einen minimalen Betrag der Fördersumme abrufen. Daher sei die Nationale Entwicklungsagentur von dem Fördervertrag zurückgetreten, auch, da sie selbst gegenüber den Geldgebern, also Staat und EU rechenschaftspflichtig ist.
Ausländerin in Budapester Hotel getötet
01.09.2010 · Nachrichten
Ausländerin in Budapester Hotel getötet
Eine junge norwegische Touristin wurde am Montag tot in einer Budapester Jugendherberge aufgefunden. Wie die Polizei mitteilte, war die 21jährige Norwegerin noch nicht genauer zu identifizieren, es sei aber klar, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Die Ermittler befragen jetzt mögliche Tatzeugen in dem Hostel in der Harsfa utca im siebenten Bezirk, weitere Details waren bis dato noch nicht bekannt.
IBM errichtet Servicezentrum in Bratislava
01.09.2010 · Wirtschaft
IBM errichtet Servicezentrum in Bratislava
Die neue Servicezentrale für den mittelosteuropäischen Raum (CEE) des Computerkonzerns IBM wird aller Voraussicht nach in Bratislava errichtet, womit auch die damit zu schaffenden rund 3.000 neuen Arbeitsplätze an die Slowakei gehen. Das melden sowohl ungarische wie auch slowakische Wirtschaftsmedien. IBM ist in Bratislava bereits präsent und beschäftigt landesweit bereits 4.000 Menschen. Das Unternehmen hatte fünf Länder für die neue Einrichtung im Blick, darunter auch Ungarn.
Investitionen in Ungarn gehen weiter zurück
01.09.2010 · Wirtschaft
Investitionen in Ungarn gehen weiter zurück
Das Investitionsvolumen in Ungarn sank im zweiten Quartal um fast 5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und, saisonbereinigt, um 0,6% gegenüber Quartal 1. Damit sanken die Investitionen das zehnte Quartal in Folge, resümiert das Statistische Zentralamt in Budapest, KSH. Zwar hielten einige größere öffentliche und private Investitionsprojekte den Abstieg auf, konnten aber die Tendenz nicht umkehren. Vor allem der private Hausbau sowie der Stopp von etlichen Straßenbauprojekten sind für die negativen Entwicklungen verantwortlich. Selbst die sonst durch nichts aus der Fassung zu bringenden Analysten zeigten sich verwundert, hatten sie doch nur einen Rückgang von maximal 3% erwartet. Der Einbruch in der Bauwirtschaft schlug mit 7,3% Minus zu Buche (zuvor -9,3), die Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie Fahrzeuge verringerten sich dagegen nur um 1,3%.
Alle Ungarn unter einem Dach
01.09.2010 · Nachrichten
Alle Ungarn unter einem Dach
Bürgermeister von Monok bietet Ungarn aus dem Ausland Kossuths Geburtshaus als Meldeadresse an
Ein besonders eifriger Patriot, der Bürgermeister der nordungarischen Stadt Monok, hat all jenen Auslandsungarn, die ab kommendem Jahr die vereinfachte ungarische Staatsbürgerschaft erwerben wollen, angeboten, in seinem Ort eine Meldeadresse zu erhalten. Dies würde die auf dem Papier heimgeholten ethnischen Ungarn aus den Nachbarländern auch in den Genuss des Wahlrechts und den von Sozialleistungen bringen, die ihnen ohne einen festen Wohnsitz in Ungarn verwehrt blieben. Als Briefkastenadresse bot Bürgermeister Zsolt Szepessy allen Interessenten das Geburtshaus des Nationalhelden Lajos Kossuth (Foto) an, das in seiner Gemeinde steht. Kossuth ist der Held des ungarischen Unabhängigkeitskampfes gegen Habsburg 1848/49. Er musste nach der Niederschlagung ins Exil, u.a. in die USA und befand sich bis zu seinem Tode in Turin in dauerndem politischen Zwist mit den Vertretern, die 1867 den „Ausgleich“ mit Habsburg aushandelten. Auch wenn die neue Regierung selbst der eifrigste Sendbote nationalen Symbolimsus´ist, die Aushebelung zentraler Gesetze geht ihr dann doch zu weit. Tamás Wetzel, Regierungskommissar für die Umsetzung der neuen Staatsbürgerschaftsgesetzgebung, erklärte das Ansinnen des Monoker Bürgermeisters als „illegal“. Ein Bürgermeister, auch kein Gemeinderat, habe das Recht, eine solche Entscheidung zu treffen. Der Gedanke, dass dann tausende Bürger unter einer einzigen Adresse, noch dazu einem Museum, gemeldet seien, bezeichnete Wetzel als „absurd“.
Pannonhalma will mehr Besucher anlocken
01.09.2010 · Wirtschaft
Pannonhalma will mehr Besucher anlocken
Die Erzabtei Pannonhalma, mit Kloster, Stift, Museum und einer der wertvollsten Bibliotheken Ungarns, eine der zentralen historischen Institutionen des ungarischen Katholizismus, hat eine Förderung von aus dem Tourismusfonds des Nationalen Entwicklungsplanes von 600 Millionen Forint zugesprochen bekommen. Das erklärte der Erzabt Asztrik Várszegi. Insgesamt sollen mit 705 Mio Forint (ca. 2,5 Mio EUR) die „kulturellen und touristischen Funktionen“ des in Kirchenbesitz befindlichen und seit rund tausend Jahren (mit kleineren Unterbrechungen) vom Orden der Benediktiner betriebenen Klosters und der „Besucherservice“ ausgebaut werden. Man möchte die Zahl der jährlichen Besucher in der in Nordwestungarn, unweit von Györ gelegenen Stätte von derzeit rund 100.000 auf 150.000 erhöhen. Für die geplanten Arbeiten wird es nächstes Jahr eine öffentliche Ausschreibung geben, bis Sommer 2012 will man die Arbeiten fertiggestellt haben. Die Abtei von Pannonhalma gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und bestand schon Mitte des 10. Jh., zu Lebzeiten also des ersten ungarischen Königs Stephan I.
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