(c) Pester Lloyd / 37 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Treffen der Wirtschaftsminister AT-HU
08.09.2009 · Wirtschaft
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Treffen der Wirtschaftsminister Österreich – Ungarn
Reinhold Mitterlehner hat am Montag in Wien seinen ungarischen Amtskollegen István Varga im Rahmen eines Arbeitsessens getroffen. Gesprächsthemen waren die aktuelle Konjunkturlage in den beiden Ländern, die Folgen der globalen Finanzkrise sowie aktuelle Brennpunkte der EU-Erweiterung.
„Um die weltweite Rezession erfolgreich zu bekämpfen, ist eine enge internationale Abstimmung und Vernetzung wichtiger denn je. Das gilt besonders für langjährige strategische Partner wie Österreich und Ungarn“, sagte der österreichische Minister dazu.
Obwohl sich die Wirtschaftskrise bei den Handelsströmen stark bemerkbar macht, ist Österreich weiterhin der drittgrößte Investor in Ungarn. Marktführend sind heimische Firmen in der Bauindustrie, in der Ziegelproduktion, in der Immobilienentwicklung, im Autohandel, in der Papierbranche sowie in der Zuckerproduktion. Stark vertreten sind die österreichischen Unternehmen auch im ungarischen Einzelhandel, hieß es in einer ministeriellen Aussendung.
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Kecskemét erhält Modell-Krankenhaus
09.09.2009 · Wirtschaft
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Kecskemét erhält Modell-Krankenhaus
Das Städtische Krankenhaus von Kecskemét wird mit massiver Finanzhilfe der EU in ein modernes Klinkzentrum umgewandelt. Insgesamt 80 Milliarden Forint, knapp 300 Millionen EUR, werden vom Nationalen Entwicklungsfonds in acht einzelne Kliniken investiert, ca. 10% davon finanziert die EU. Der Komplex in Kecskemét ist heute schon die größte Gesundheitseinrichtung im Komitat Bács-Kiskun. Das neue System soll sich an die Bedürfnisse und ein effizienteres Management anpassen. Im Moment sind die Patienten über etliche Bettenhäuser in der ganzen Stadt verteilt, was geändert werden soll. Dazu wird ein neues Gebäude errichtet. Eine zentrale Patientenversorgung, die sich um alle pflegerischen und logistischen Belange kümmert, soll sich in Zukunft um die Kranken kümmern.
In einer Art Pool-System sollen diagnostische und therapeutische Maßnahmen koordiniert werden, so dass z.B. nicht jede Abteilung ein eigenes Labor betreiben muss, das zentrale dafür aber schneller arbeitet und mit moderenen Methoden vorgehen kann. Außerdem sollen die Arbeitsbedingungen für das Klinikpersonal verbessert werden, auch Energieeffizienz und umweltfreundliche Müllentsorgung werden eine wichtige Rolle bei der Rundumerneuerung spielen. Alle Gebäude werden rundum saniert, behindertengerecht gemacht, die IT-Struktur wird erneuert, auch das medizinische Equipement wird aktualisiert. Ziel ist es Modellkrankenhaus für das 21. Jahrhundert zu schaffen, sagte der Gesundheitsminister anlässlich der Vertragsunterzeichnung am Montag.
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Ungarns Präsident Sólyom in Berlin
09.09.2009 · Politik
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Ungarns Präsident Sólyom in Berlin
Auf Einladung seines deutschen Amtskollegen Horst Köhler, hält sich Ungarns Staatspräsident heute, Mittwoch, in Berlin zu einem offiziellen Besuch auf. Anlass sind, einmal mehr, die Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum der Grenz- und Maueröffnung in diesem Jahr. Neben einem Gespräch, gibt Köhler für den Staatsgast ein Mittagessen im Schloss Bellevue, am Abend findet ein Konzert mit dem „100köpfigen Zigeunerorchester“, einer ungarischen Touristenattraktion, statt. Bei dem Mittagessen werden auch der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher sowie Pater Imre Kozma, damals Leiter des ungarischen Malteser Hilfswerkes dabei sein, dessen Organisation damals die ostdeutschen Flüchtlinge in Budapest unterstützte. Ob es am Rande der offiziellen Gespräche aus zu Aussprachen über die Spannungen mit der Slowakei oder z.B. die Lage der Roma im Lande kommen wird, wurde vorerst nicht bekannt.
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CZ: Abwrackprämie trotz Präsidentenveto
10.09.2009 · Wirtschaft
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Tschechien: Abwrackprämie trotz Präsidentenveto
Während in Deutschland, Österreich und der Slowakei die staatlichen Anreize für den Kauf von Neuwagen, bei Verschrottung eines alten gerade auslaufen, besinnt sich Tschechien erst jetzt auf dieses Konjunkturzuckerl.
Das Abgeordnetenhaus in Prag hat diese Woche Abwrackprämie für Autos grünes Licht gegeben und damit sogar ein Veto des Präsidenten überstimmt. Mit der Mindestzahl von 101 Stimmen votierten auch die Kommunisten sowie einige der Christdemokraten und der Grünen für den Gesetzesentwurf der Sozialdemokraten. Über das Inkrafttreten des Gesetzes entscheidet letztlich jedoch die Regierung.
Eine Abwrackprämie von umgerechnet rund 1.150 Euro erhalten diejenigen, die ihr mindestens 10 Jahre altes Auto verschrotten lassen und sich einen Neuwagen im Wert von maximal knapp 20.000 Euro kaufen. Das Gesetz über die Abwrackprämie ist Teil eines Konjunkturpakets, über das sich die Sozialdemokraten und die Bürgerdemokraten geeinigt hatten. Die Maßnahmen zur Wirtschaftshilfe bedeuten für Tschechien 2010 eine Neuverschuldung von wahrscheinlich 8,8 Mrd. EUR.
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Amphibienbus zur Stadtrundfahrt in Budapest
10.09.2009 · Freizeit
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Amphibienbus zur Stadtrundfahrt in Budapest
Ab 18. September bietet Budapest seinen Besuchern ein neues Spektakel. Die Firma RiverRide bietet dann fünfmal täglich Stadtrundfahrten mit einem Amphibienbus an. Die Idee übernahm man aus London, wo schon länger sogenannte Frog Tours angeboten werden. Die Tour startet am Roosevelt Platz und widmet sich zunächst auf trockenen Pfaden den Sehenswürdigkeiten der Stadt, Andrássy út, Heledenplatz, Basilika etc., im Norden der Stadt gleitet das Gefährt dann in die Donau, um die Schönheiten der Stadt von der Wasserseite zu präsentieren. Eine Fahrt kostet für Erwachsene 7.500, für Kinder 5.000 Forint (ca. 28 und 18 EUR). Die Anschaffung eines solchen Busses ist übrigens nicht ohne, die Spezialanfertigung kostet rund 370.000 EUR. www.riverride.hu
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Neuer Minister für Geheimdienste
11.09.2009 · Politik
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Neuer Minister für die Geheimdienste in Ungarn
Gábor Juhász, Staatssekretär im Justizministerium wird der neue Minister zur Beaufsichtigung der zivilen Geheimdienste. Der bisherige Minister Ádám Ficsor wird die Regierung auf eigenen Wunsch zum 15. September verlassen, um sich, so wie auch Parlamentspräsidentin Katalin Szili, der Arbeit für die MSZP, also dem Wahlkampf widmen zu können. Ministerpräsident Gordon Bajnai forderte im Zusammenhang mit der Ernennung eine effektivere Kooperation zwischen Geheimdiensten und der Polizei ein. Gleichzeitig müssten die Geheimdienste „Armlängen“ von der Politik entfernt bleiben. Ficsor wurde von der Opposition immer wieder und mehr oder weniger pauschal vorgeworfen, Erkenntnisse der Sicherheitsdienste für Parteipropaganda zu nutzen. Mitarbeiter verstrickten sich in diverse Skandale der letzten Zeit.
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