(c) Pester Lloyd / 38 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Invitel will Mobilfunkanbieter werden
15.09.2009 · Wirtschaft
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Invitel will vierter Mobilfunkanbieter in Ungarn werden
Noch vor Weihnachten soll es einen weiteren Mobilfunkanbieter in Ungarn geben. Der verfügt zwar über kein eigenes Netz, könnte aber durch Alternativangebote durchaus für Bewegung auf dem sonst unter drei Konzernen aufgeteilten Markt sorgen. Derzeit steht die Invitel, Ungarns größter „unabhängiger“ Telefonanbieter in Verhandlungen sowohl mit Pannon als auch Vodafone, um in einer Kooperation ein eigenes Mobilfunkangebot aufzustellen. Invitel will damit, trotz der gescheiterten Lizenzvergabe für ein weiteres Netz im Frühjahr, ein Stück vom Kuchen ergattern. T-Mobile kommt eher nicht als Partner in Frage, da man mit diesen in der Festnetzsparte konkurriert, über welche die anderen beiden nicht verfügen. Die Chancen für Invitel stehen gar nicht so schlecht, in so angespannten Zeiten freuten sich auch die großen Player über jeden sich bietenden Vertriebskanal, macht sich Invitel selber Mut.
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Roma demonstrieren gegen Roma
15.09.2009 · Politik
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Roma demonstrieren in Ungarn gegen Roma
Rund 150 Demonstranten protestierten am Montagnachmittag in Budapest gegen die derzeitigen führenden „Vertreter“ der Roma in Selbstverwaltungen und Parteien. Béla Szajko, Chef einer Partei „Neue Roma-Einheitspartei Ungarns“, forderte im Namen der Protestierenden eine „neue Elite“ und echte Vertretung der Interessen von Ungarns größter ethnischer Minderheit. Gefordert wurde der Rücktritt von gleich drei maßgeblichen Roma in politischen Parteien und Verwaltungen. Darunter der Abgeordnete László Teleki von den Sozialisten, Flórian Farkas vom Fidesz sowie auch Orbán Kolompár, Chef der Roma-Selbstverwaltung. Gegen letzteren laufen Untersuchungen wegen des Verdachtes auf Verstoß gegen die Buchhaltungsregeln sowie Untreue. Farkas war vor den Europawahlen aufgefallen, als er die Bemühungen der Romapartei um eine parlamentarische Vertretung verhöhnte, obwohl er selbst Roma ist.
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Bankvereinigung sucht neuen Präsidenten
16.09.2009 · Wirtschaft
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Ungarische Bankvereinigung sucht neuen Präsidenten
Die Ungarische Bankenvereinigung hat eine Findungskommission eingesetzt, die einen neuen Präsidenten für den einflußreichen Interessens- und Lobbyverband der Finanzinstitute nominieren soll. Die Kommission steht unter Vorsitz des Vorstandschefs der Fundamenta Bausparkasse, Károly Gergely. Am Montag war, für die Öffentlichkeit überraschend, Péter Felcsuti von der Führung des Verbandes zurückgetreten. Der Raiffeisen Ungarn Chef machte dafür schwerwiegende Differenzen mit anderen Mitgliedern im Zusammenhang mit der Ausarbeitung eines Ethicodes für die Banken verantwortlich. ( unser Bericht ). Bis zur Einigung auf einen neuen Präsidenten wird der Stellvertreter Mihály Patai, sonst CEO der UniCredit Ungarn die Aufgaben wahrnehmen.
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Bosch baut Personal ab, aber nicht in Ungarn
16.09.2009 · Wirtschaft
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Bosch baut Personal ab, aber kaum in Ungarn
Der Bosch-Konzern wird 2009 weltweit insgesamt 10.000 Stellen streichen müssen, weitere 100.000 der insgesamt rund 270.000 Arbeitnehmer der Robert Bosch AG und ihrer Töchter müssen sich wohl auf Teilzeitverträge einlassen. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Franz Fehrenbach am Dienstag auf einer Pressekonferenz bei der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt mit. Danach wird das Unternehmen erstmals seit 1945 einen Umsatzrückgang, von herben 15%, hinnehmen müssen. Für 2009 rechnet man mit 38 Milliarden EUR.
Ungarn leistet mit 7.000 Bosch-Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen einen, für die Größe des Landes, überporportionalen Anteil am Ergebnis mit fast 1,5 Mrd. EUR Umsatz pro Jahr. Thomas Beyer, Bosch-Ungarn-Chef erklärte im Mai, dass „keine weiteren Massenentlassungen“ in Ungarn zu erwarten seien, da man hier bereits alle notwendigen Kostensparmaßnahmen erledigt habe. Bosch hat Werke in Budapest, Miskolc, Eger und Hatvan sowie 12 weitere Beteiligungen und ist der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber des Landes.
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Co-op wächst gegen den Markt
16.09.2009 · Wirtschaft
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Co-op Ungarn wächst gegen den Markt
Co-op, eine der wenigen Lebensmittelketten, die sich noch in ungarischer Hand befinden, glaubt, trotz Krise kräftig beim Umsatz zulegen zu können. László Murányi, der Vorstandsvorsitzende prognostizierte jetzt gegenüber MTI für 2009 einen Umsatzzuwachs von 4-5%. Im Vorjahr machte man 500 Milliarden Forint, nach heutigem Kurs 1,85 Mrd EUR und steigerte sich damit 18% gegenüber 2007. Der Nachsteuergewinn für 2009 wird bei rund 3 Mrd. HUF, ca. 11 Mio EUR liegen, 2008 waren es noch fast 5 Mrd. Der Lebensmitteleinzelhandel wird in Ungarn 2009 rund 3% Federn lassen müssen. Co-op betreibt in Ungarn rund 5.000 Lebensmittelgeschäfte und behauptet einen Marktanteil von rund 14,5%. 90% der Anteile des quasi-genossenschaftlich organisierten Unternehmens befindet sich in Händen der ungarischen Lieferanten der Kette.
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Bewaffneter Überfall auf Autobahn M1 Ungarn
18.09.2009 · Nachrichten
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Bewaffneter Überfall auf Autobahn M1 in Ungarn
Zwei schwerbewaffnete Männer haben am Freitagmorgen mitten auf der Autobahn M1 in Ungarn einen gepanzerten Geldtransporter angehalten, auf Polizisten geschossen und entkamen – ohne Geld. Die Zwei überfielen den Geldtransporter etwa 35 km vor Budapest und stoppten ihn durch Schüsse. Sie hielten Fahrer und Begleiter in Schach und versuchten die Ladetür zu öffnen. Die von anderen Autofahrern herbeigerufene Polizei kam sofort unter Beschuss aus automatischen Waffen. Dutzende Projektile durchlöcherten das Polizeifahrzeug. Ein Polizist wurde dabei verletzt, schlimmeres wurde nur verhindert, weil die Beamten bereits schusssichere Westen trugen. Dann flohen die Kriminellen in einem Audi in Richtung Györ und feuerten unterwegs auf einen weiteren Polizeiwagen, der Asylanten in ein Heim transportierte. Die Polizei hat mittlerweile eine Belohnung von 2 Mio Forint (7,200 EUR) auf die Ergreifung der Täter ausgesetzt.
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