(c) Pester Lloyd / 4 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
CEZ buhlt mit Kampfpreisen um Kunden in der Slowakei
24.01.2011 · Osteuropa
ČEZ buhlt mit Kampfpreisen um Kunden in der Slowakei
Mit Kampfpreisen began der tschechische Energiekonzern ČEZ am letzten Donnerstag seine verkäuferischen Aktivitäten im Nachbarland Slowakei auf Privatkunden auszudehnen. Die bis zu 10% günstigeren Tarife gelte vor allem für Privathaushalte und kleinere Unternehmen. Die Vergünstigungen auf die Strom- und Gaspreise galten bis jetzt nur für Firmenkunden und sind laut Vertriebsdirektor Alan Svoboda bis zu 10 % niedriger als bei anderen Energielieferanten in der Slowakei. Er betonte ferner, dass sich ČEZ Slovensko darum bemüht hat, seinen Kunden den Wechsel von einem anderen Anbieter möglichst einfach zu gestalten und das alle dafür nötigen Schritte von den CEZ-Mitarbeitern übernommen werden. L.S.
Cinema City übernahm Palace Cinemas in CEE
24.01.2011 · Osteuropa
Cinema City International verkündete am Donnerstag den vollständigen Erwerb der Palace Cinemas-Kette, die bisher 141 Leinwände in 15 Multiplexkinos in Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei betrieben hat, für 28 Millionen Euro. Damit wird das Unternehmen mit Hauptsitz in Israel, wo es bereits die meisten Multiplexkinos betreibt, auch der größte Multiplexkinobetreiber in Mittel- und Osteuropa und der drittgrößte Kinobetreiber in Europa generell. Mit der Übernahme der Kinos in der Slowakei erschließt sich CCI einen neuen Markt, in dem es zuvor noch nicht präsent gewesen war. Finanziert werden konnte die Übernahme aus dem bestehendem Vermögen sowie mit Hilfe von Krediten. 2010 hatte CCI in sechs Ländern 30.5 Millionen Kinotickets verkauft, 11.1% mehr als 2009. Das Unternehmen verfügt nun über 90 Multiplexkinos mit 866 Leinwänden in sieben Ländern (Polen – im Bild eine Filiale in Krakau, Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowakei und Israel) und plant den Bau weiterer Anlagen. Zur Zeit beschäftigt die CCI-Gruppe über 4.000 Personen in sieben Ländern. Palace Cinemas (Central Europe) BV war zuvor von Argus Capital kontrolliert worden, einer der ersten Privatkapital-Aktiengesellschaften, die in Mittel- und Osteuropa Medienunternehmen gegründet hatte. S.R.
EU-Gelder für Hausbau von Roma in Bulgarien
28.01.2011 · Bulgarien
Im Rahmen des von der EU-Kommisson beschlossenen Pilotmodells zur Wohnpolitik für ethnische Minderheiten im allgemeinen und Roma im besonderen, beginnt nun die Vorbereitungsphase zum Häuserbau in Bulgarien. Dies teilte Bulgariens Minister für EU-Mittel, Tomislav Donchev, am 24. Januar mit. „Zur Zeit werden die Orte und die potenziellen Teilnehmer ausgewählt.“ Anschließend erfolge eine Zuteilung von Parzellen. „Den Roma wird bei der Errichtung ihrer eigenen Häuser mit Ingenieuren und Technikern geholfen.“ Wahrscheinlich werde es sich dabei um vorgefertigte Häuser handeln. Die Zahl der Personen, die dadurch Häuser erhalten können, nannte Donchev nicht. Die erste Phase des Projekts wird 10 Millionen Lewa (ca. 5 Millionen Euro) kosten, getragen von der EU und dem bulgarischen Staat. Das Programm sieht neben dem Bau von Häusern unter anderem auch Verbesserungen im Zugang der Roma zu Bildung und dem Gesundheitssystem vor. Insgesamt sind 1.5 Milliarden Euro aus EU-Mitteln einzubinden. Um 2011 und 2012 die Einbindungsraten zu erreichen, müsse die Arbeit an entscheidenden Infrastrukturprojekten wie den Struma- and Maritsa-Autobahnen und den Schienenverbindungen Plovdiv-Bourgas und Kurdjali-Podkova fertig gestellt werden, teilte der Minister mit.
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Streit im Fidesz über erneuerbare Energien
02.02.2011 · Nachrichten
Ungarische Regierungspartei uneins über Strategie zu erneuerbaren Energien
Die einseitige Bevorzugung der Atomkraft für die ungarische Energiezukunft stößt selbst bei der sich sonst homogen präsentierenden Regierungspartei Fidesz mittlerweile auf öffentlich wahrnehmbaren Widerspruch. Fidesz-Fraktionsvorsitzender János Lázár hat am Freitag einen Entwurf zur Kürzung der staatlichen Förderung für erneuerbare Energien vorgelegt, der für Aufruhr unter Parteikollegen und Interessenverbänden sorgte. Lázár schlägt vor, die staatliche Unterstützung erst um 25 und später um 35 Prozent zu reduzieren. Damit wird die Einhaltung der Klimaschutzziele Ungarns nach Ansicht von Experten maßgeblich erschwert und auch die bisherige Energieversorgung des Landes könnte darunter leiden. Zudem würden wichtige Investitionen in neue Technologien und damit auch die Schaffung von Arbeisplätzen beim Mittelstand erschwert.
Der Entwurf widerspreche auch dem Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien, der diesem Wirtschaftsfeld eine Schlüsselrolle in der Umsetzung des ehrgeizigen Ziels der Regierung, eine Million Arbeitsplätze in zehn Jahren zu schaffen, zuschreibt. Der für Energie zuständige Staatssekretär, János Bencsik, äußerte sein Unverständnis zunächst auf seiner Facebook-Seite. Die offizielle Reaktion des Ministeriums für nationale Entwicklung steht noch aus. Der Interessenverband MMESz hat bereits ein Protestschreiben an den Ministerpräsidenten und die beteiligten Ministerien gerichtet.
Zum Thema: Ungarn legt sich auf Atomkraft fest
Mehr dazu im Ressort Energie, Verkehr & Umwelt
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