(c) Pester Lloyd / 4 – 2015 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Hertha freut sich: Ungarns Nationaltrainer kostet Verband weitere 300.000 EUR
18.01.2015 · Nachrichten
Der Jugendtrainer des deutschen Traditionsklubs Hertha BSC Berlin, Pál Dárdai, kommt den ungarischen Fußballverband als Interims-Nationalcoach ziemlich teuer. Der ehemalige ungarische Nationalspieler sprang im Vorjahr zunächst für drei Spiele bei Ungarns Nationalelf als Coach für den wegen Erfolglosigkeit gefeuerten Vorgänger ein.
Die Performance des Wahlberliners war so gut, dass das Nationalteam auf Rang drei in der EM-Qualifikation führen konnte, daher bat Ungarn nun die Berliner um eine Verlängerung der Leihgabe bis November 2015. Wie die B.Z. meldet, „lohnt sich dieser Deal kräftig für die Berliner!“ Hertha kassiert nämlich eine Abstellungsgebühr von insgesamt weiteren 300.000 Euro, 50.000 EUR für jedes der noch kommenden sechs Quali-Spiele. Für den Verband kommt das Gehalt für Dárdai und dessen Assistenten-Stab noch hinzu. Das nächste Spiel der ungarischen Auswahl ist am 29. März gegen Griechenland, Dárdai gab den Relegationsplatz 3 als Minimalziel aus. Im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten wäre eine EM-Teilnahme Ungarns eine kleine Sensation. Einen ausführlichen Artikel zu Dárdai in Ungarn finden Sie hier , darin auch zahlreiche weitere Links zur Situation des Fußballs in Ungarn.
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Ausgewerkelt: Baumax zieht sich auch aus Ungarn zurück, Mitarbeiter werden entlassen
22.01.2015 · Nachrichten
Nach Bricostore (geschlossen) und Praktiker ( verkauft ), streckt auch die österreichische Baumarktkette Baumax in Ungarn die Waffen. Das „schwierige wirtschaftliche Umfeld“ sei Schuld daran, dass man sich von allen 14 Standorten trennen werde. Bis April werden alle Märkte schrittweise geschlossen und die Mitarbeiter entlassen, teilte die Firmenleitung mit. Für die Immobilien hat man mit der ebenfalls österreichischen Möbelkette XXXLutz bereits einen Käufer gefunden.
Bei Baumax dürften die jüngsten Maßnahmen der Orbán-Regierung gegen ausländische Handelsketten jedoch nur der letzte Tropfen in ein vom Zusammenbruch des Wohnbaumarktes und der geringen Kaufkraft schon gefülltes Faß gewesen sein. Auch andernorts läuft es nicht so wie erhofft, im Vorjahr zog man sich bereits aus der Türkei, Rumänien und Bulgarien zurück. Man wolle sich hinfort mit einem neuem Vertriebskonzept voll auf die Märkte in Österreich, Tschechien und die Slowakei konzentrieren. Die Konsolidierung der zunächst exzessiv betriebenen Ostexpansion ist in den letzten Jahren in vielen Branchen zu beobachten. red.
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Vorerst 40 Mann: NATO stationiert schnelle Eingreiftruppe auch in Ungarn
06.02.2015 · Politik
Just am Tag vor dem Besuch Merkels in Budapest wurde ein Beschluss der NATO bekannt, wonach wegen der "gewachsenen Bedrohungslage" auch in Ungarn ein Stützpunkt der "schnellen Eingreiftruppe" (NATO response force NRF) eingerichtet werden soll. Beobachter sehen zwischen dieser Maßnahme und Merkels Aufenthalt einen Zusammenhang
Dieser Stützpunkt wird an der NATO Airbase in Pápa angesiedelt, vorerst aber nur mit 40 Mann besetzt sein, die Hälfte davon Honvéd-Soldaten. Die NRF soll insgesamt 30.000 Mann umfassen, zunächst werden die Einheiten in Estland, Litauen, Lettland, Polen, Rumänien und Bulgarien stationiert bzw. „einsatzbereit“ gemacht. Ein Schritt der unmittelbar mit der forcierten Ukraine-Russland-Krise zusammenhängt. 2016 soll die multinationale Armee einsatzbereit sein und „Krisenregionen binnen zwei Tagen erreichen können“. Auch die Beschaffung von 30 Transport- und Kampfhubschraubern für rund 500 Mio. EUR seitens der ungarischen Armee steht an, hier buhlen US-amerikanische, italienische sowie das Airbus-Konsortium um den Auftrag.
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