(c) Pester Lloyd / 43 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Zinssenkung, Forint- und BUX-Hoch
20.10.2009 · Wirtschaft
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Zinssenkung, Forint- und BUX-Hoch
Bereits zum vierten Mal in Folge senkte die Ungarische Zentralbank am Montag die Leitzinsen. Es waren, wie schon zuvor, wieder 50 Basispunkte, womit der Leitzins nun bei 7% steht und sich damit wieder normaleren Regionen nähert. Immerhin ist dies nun der tiefste Stand seit drei Jahren. Ungarn profitiert dabei vor allem von „globalem Optimismus“, der das Land vorerst aus der Schusslinie von vordergründigen Katastrophenszenarien genommen hat. Auch der Aktienindex BUX (21.600 Punkte) sowie der Forint (263 zum EUR) konnten jeweils Jahreshöchststände einfahren und die Inflationsprognosen sinken sogar leicht, auf 5-5,5% für das Gesamtjahr (trotz Mehrwertsteuererhöhung). Diese Stimmung schien den Nationalbankern im Moment also geeignet, die Zinsen für eine konjunkturelle Belebung zu lockern, denn die Kreditklemme und das zögerliche Gebahren der Banken gegenüber Klein- und Mittelbetrieben ist derzeit das größere Problem. Experten sehen die Zinsen bei 6% am Jahresende und warnen gleichzeitig vor zu hohem „Risikoappetit“ und Euphorien jeder Art.
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EIB vergibt weitere 350 Mio EUR Kredit an Ungarn
22.10.2009 · Wirtschaft
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EIB vergibt weitere 350 Mio EUR Kredit an Ungarn
Die Europäische Investitionsbank EIB und Ungarn haben sich über die Finanzierung von Projekten im Wert von weiteren 350 Millionen Euro geeinigt. Das teilte der Finanzminister, Péter Oszkó, in einer Aussendung als Ergebnis eines Treffens mit EIB-Präsident Philippe Maystadt mit. Im Rahmen des Neuen Entwicklungsplanes 2007-2013 beinhalten die Finanzierungsrahmen alleine im Bildungsbereich Projekte mit einem Wert von 150 Mio. EUR, der zweite Teil eines 300 Mio-Projektes seit 2007. Die anderen 200 Millionen EUR werden vor allem für Projekte in der Waldwirtschaft verwendet. Darunter fallen Bestandssicherung, Aufforstung und Infrastruktur, aber auch Projekte eines sanften Tourismus. Die EIB ist seit 1990 der größte Finanzier von Insfrastrukturinvestitionen in Ungarn. Mit insgesamt 10,6 Milliarden EUR wird das Land in die Lage versetzt 125 Einzelprojekte zu finanzieren oder zu unterstützen.
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Ungarischer Einzelhandel schrumpfte im August 7,2%
23.10.2009 · Wirtschaft
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Ungarischer Einzelhandel schrumpfte im August 7,2%
Die Verkäufe des ungarischen Einzelhandels sind, „überraschend stark“ gesunken. Von August-August fielen diese um 7,2%, meldet jetzt das Statistische Zentralamt in Budapest. Der Rückgang im Juli betrug auf Jahresbasis hingegen „nur“ 6,6%, obwohl in jenem Monat die Mehrwertsteuererhöhung um 5 Prozentpunkte erstamls zu Buche geschlagen hatte. Im Juni lag der Umsatzrückgang der ungarischen Einzelhandel zum Vorjahr noch bei moderaten 2,2%. Von Monat zu Monat betrachtet, verkauften die Händler im August 0,7% weniger als im Juli (bereinigt um kalendarische und saisonnale Effekte), während es im Juli zum Juni, „dank“ MwSt. doch 2,3% waren. Auf das Gesamtjahr gerechnet, muss der ungarische Einzelhandel von Januar bis August mit 4,2% weniger Umsatz als im Vorjahr auskommen, eingerechnet der Umsätze bei Kraftstoffen, die lt. einer EU-Regelung, mit in diese Statistik gehören. Im Augsut setzte Ungarn im Einzelhandel ca. 2,4 Mrd. EUR um.
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EU-Gelder für Umbau des Budapester Flughafens
23.10.2009 · Wirtschaft
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EU-Gelder für Umbau des Budapester Flughafens
7,56 Millionen Euro ist es der Europäischen Union wert, dass der Flughafen Budapest Ferihegy Schengen-konformer wird. Diese Summe erhalten die Betreiber (die deutsche Hochtief AG) von der EU für sogenannte „passenger flow upgrades“, die im Rahmen der Umbauten und Erweiterungen an Budapests internationalem Flughafen durchgeführt werden. Damit werden die Schengen-Reisenden praktisch von „sonstigen Ausländern“ baulich abgesondert, so dass Pass-, Kontroll- und Boardingformalitäten verkürzt und vereinfacht werden können. Solche Umbauten lässt sich die EU insgesamt bis zu 500 Mio. EUR kosten, Ferihegy ist allerdings das einzige Projekt in Ungarn, dass davon profitiert. Ein Teil der Summe ist jedoch auch eine Art Antikrisenpaket, dass vor allem die Bau- und Logistikkonjunktur ein wenig stützen helfen soll.
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