(c) Pester Lloyd / 49 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
100köpfiges Zigeunerorchester begeisterte in Wien Geliebt werden sie nicht, benutzt um so mehr: Die
07.12.2011 · Kultur
100köpfiges Zigeunerorchester begeisterte in Wien Geliebt werden sie nicht, benutzt um so mehr: Die Zigeuner und ihre Musik in Ungarn. Es stimmt zwar nicht, dass sie „mit der Geige auf die Welt kommen“, doch wenn sie gerne „musizieren“, dann sind sie uneinholbar. Genau das zeigten die über 100 hervorragenden Musiker des „Budapest Gypsy Symphonie Orchestra“ Anfang Dezember im Wiener Konzerthaus. Die 60 Geigen, 9 Bratschen, 6 Cilli, 10 Kontrabässe, 9 Klarinetten und 6 Zimbals ergaben einen wunderbaren, gekonnten und deshalb auch „lockeren“, fast spielerischen Gesamtklang. Ihr Repertoire umschrieb weite Felder der Klassik und reichte von der „Wilhelm-Tell“-Ouvertüre Rossinis über Brahms und Liszts „Ungarische Tänze“ bis zu den „Rumänischen Tänzen“ von Béla Bartók. Dass sie Strauss Vater („Radetzky-Marsch“) und Strauss Junior („Zigeuner-Baron“) in vollendeter Harmonie wieder gaben, ist schon fast selbstverständlich. Es war ein Abend voller Harmonie, mit unendlich viel Herz und professioneller Perfektion dargeboten. Auch das verwöhnte Wiener Konzertpublikum dankte mit langem, stehenden Applaus. (pst)
Regierung in Ungarn will Strom- und Heizungsabschaltungen für öffentliche Einrichtungen verbieten An
07.12.2011 · Politik
Regierung in Ungarn will Strom- und Heizungsabschaltungen für öffentliche Einrichtungen verbieten Angesichts des nahenden Winters liegt dem Parlament eine Beschlussvorlage vor, die es Energieversorgern zukünftig zwischen dem 15. Oktober und 15. April verbieten soll, die Energieversorgung von Gesundheitseinrichtungen, Grund- und Sonderschulen aufgrund nicht bezahlter Rechnungen abzustellen. Anlass für die Maßnahme sind nicht nur die chaotischen Vorgänge in Esztergom , sondern auch der besorgniserregende Anstieg von kommunalen Schulden bei den Energieversorgern generell. Der vom Parlamentsausschuss für „Wirtschaft und Informationstechnologie“ eingebrachte Entwurf enthält jedoch weder Vorschläge dazu, wie die Grundeinkommen der Menschen, noch der Kommunen so verbessert werden können, noch, wer für die sich dann weiter anhäufenden Schulden aufkommen soll. Es gibt auch keine Erklärung, warum in dem Abschaltmoratorium die Wohnungen von Familien mit Kindern nicht vorkommen. Nur für kinderreiche Familien gibt es dies bereits, außerdem diverse Vorschriften über die Preisgestaltung bei den Versorgern, die aber die allgemeine Verarmung der Unterschicht auch nicht aufhalten.
Gesetzesflut im ungarischen Parlament zum Jahresende Das ungarische Parlament startete in seine letz
07.12.2011 · Politik
Gesetzesflut im ungarischen Parlament zum Jahresende Das ungarische Parlament startete in seine letzte große Sitzungsperiode vor dem Jahreswechsel. Eine ganze Reihe von „Kardinalsgesetzen“, wichtigen, gesellschaftsumspannenden Gesetzeswerken, die in der Verfassung verankert werden und mithin zukünftig nur noch durch eine 2/3-Mehrheit zu ändern sind, müssen noch vor Inkrafttreten der Verfassung zum 1.1.2012 durchgewunken werden. Allein in dieser Woche steht auf dem Programm: eine Behörde für Vermögensverwaltung, die es durch die Vergabe von Forintdarlehen Mitarbeitern im öffentlichen Dienst ermöglichen soll, ihre Forex-Kredite zu den bevorzugten Bedingungen abzulösen. Weiter: Gesundheitsreform (Zentralisierung der Krankenhäuser), Gesetz zum Schutz geistigen Eigentums, neue Richtlinien für die Sportförderung, Versammlungsgesetz, Hochschulreform, Strafverfolgung, Wahlgesetz. Auch weitere Maßnahmen zur Konsolidierung des Staatshaushaltes stehen auf dem Programm, neue Regelungen zur Vergütung der Abgeordneten, das umstrittene Nationalbankgesetz und Zusatzpakete zum Staatshaushalt müssen verabschiedet werden. Am Freitag soll es außerdem noch einmal eine Generaldebatte zum legislativen Totalumbau des Landes geben.
Zu den Einzelgesetzen finden Sie Näheres unter dem jeweiligen Stichwort in der Suche .
Der nächste Staatssekretär in Ungarn wurde gegangen Nach dem schon der für “Green Economy” und Klima
07.12.2011 · Politik
Der nächste Staatssekretär in Ungarn wurde gegangen Nach dem schon der für “Green Economy” und Klimapolitik zuständige Vize-Staatssekretär Péter Olajos von Viktor Orbán mit sofortiger Wirkung seines Postens enthoben wurde, zwei Staatssekretäre im Wirtschaftsministerium gefeuert wurden, einer im Kulturministerium hinschmiss und der Stellvertreter des Sozialstaatssekretärs gegangen ist, html bestätigte nun ein weiteres Regierungsmitglied, János Bencsik, Staatssekretär für Klima- und Energiefragen im Nationalen Entwicklungsministerium, Meldungen über seine Kündigung und kündigte ohne Angabe von Gründen seinen Rücktritt zum 31. Dezember an. Obwohl die Kündigung noch nicht offiziell eingereicht wurde, reiht sich dieser Rücktritt in eine Serie von Entlassungen ein, die nicht nur das Ministerium für nationale Entwicklung betreffen, auch im Ministerium für Nationale Ressourcen und im Wirtschafts- und Kulturministerium wurden in letzter Zeit Staatssekretäre und Vize-Staatssekretäre entlassen bzw. sind gegangen.
Weiterführendes zu Entlassungen und möglichen Regierungsumbildungen: http://www.pesterlloyd.net/2011_44/44sozialesSS/44sozialesss.html http://www.pesterlloyd.net/2011_40/40lazarsuper/40lazarsuper.html http://www.pesterlloyd.net/2011_47/47entlassungenregierung/47entlassungenregierung
"Größter Bankraub in der Geschichte Ungarns" Täter geschnappt, Geld nicht
08.12.2011 · Nachrichten
„Größter Bankraub in der Geschichte von Ungarn“ Täter geschnappt, Geld nicht In der vergangenen Woche sorgte ein Bankraub für Aufsehen in Budapest. Der Fahrer eines Sicherheitstransporters im Auftrag mehrerer Banken machte sich im II. Bezirk mit seiner Ladung davon und schaffte so ca. 1,2 Milliarden Forint, ca. 3,4 Mio. EUR beiseite, die größte je geraubte Summe in der „ungarischen Kriminalgeschichte“, sagte ein Polizeisprecher. Hier muss man dringend hinzufügen „durch direkten physischen Zugriff auf Bargeld“, andernfalls würde man viele Helden der ungarischen Kriminalgeschichte, von der Postabank bis zur BKV ungerechtfertigt um ihre Platzierungen bringen.
Rund eine Woche hat es gedauert, dann hatte man den 37jährigen Verdächtigen, Róbert L. gestellt und verhaftet. So schnell ging es in den anderen Fällen nie. Die Polizei teilte weiterhin mit, dass die „Ermittlungen weiter in vollem Gange“ seien, da man gerne auch noch „das gestohlene Geld wieder einsammeln“ würde. Verhaftet wurde auch ein Péter V., der als Komplize des Täters gilt. Der Polizeisprecher schätzt, dass die beiden Haftstrafen zwischen 5 und 10 Jahren erwarten, wenn dies nur allen „Komplizen“ so ginge…
Autobahn Vignette in Ungarn nur noch ab 10 Tage
09.12.2011 · Wirtschaft
Noch eine Adventsüberraschung für die Bürger Ungarns und die Besucher des Landes. Ab 1. Januar wird es für die Benutzung der Autobahn keine 4-Tages-Vignette mehr geben. Dann werden 10-Tages-Vignetten die mit der kürzesten Gültigkeit und auch die "billigsten" sein. Während man sonst gern auf den "ungarischen Weg pocht", jubelt MTI hier ganz "europäisch": "Die Veränderung gleicht die ungarische Praxis an die Systeme in den Nachbarländern an." In Österreich gibt es auch nur 10-Tages-"Pickerl" als kleinste Einheit, in der Slowakei und Slovenien 7-Tage-Marken. Wann Ungarn auch sein Demokratiesystem an das der Nachbarländer angleicht, wurde nicht bekannt. Im Schnitt steigen die Vignetten-Preise 2012 um ca. 8%, somit doppelt so stark wie die Infaltion. Die Vier-Tages-Vignette kostete bisher 1.650 Forint, nun wird die preiswerteste Version, für 10 Tage, 2.950 Forint (heute 9,65 EUR) kosten, dieses Jahr waren es noch 2.650 HUF
Die Facebook-Jugend kommentiert die Preisentwicklungen auf ihre Weise: Bier: jetzt schon billiger als Benzin (wohlgemerkt sogar in manchen Lokalen). Trink, fahre nicht!
Für ungarische Autofahrer (nicht nur für die) wird das Leben immer teurer: neben Rekordbenzinpreisen wird ab kommendem Jahr eine pauschale Unfallsteuer eingeführt, die Registrationssteuer angehoben, auch die Mehrwertsteuer steigt um weitere 2 Punkte auf 27%.
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