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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 6/2009

(c) Pester Lloyd / 6 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Egis verdoppelt Gewinn

01.02.2009 · Wirtschaft

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Egis verdoppelte Gewinn

Das börsennotierte ungarische Pharmaunternehmen Egis konnte seine Jahresumsätze im Geschäftsjahr 2007/2008 um 4% auf 96 Mrd. HUF steigern. Auch der Gewinn nach Steuern hat sich erhöht und mit 14,26 Mrd. HUF fast verdoppelt. Der Aufsichtsrat beschloss, eine Dividende von HUF 120 pro Aktie auszuzahlen. Für die Ukraine und Kasachstan, auf denen das Unternehmen seit Jahren stark expansiv tätig ist, wird für dieses Jahr ein Rückgang der Geschäftsaktivitäten von bis zu 10% angekündigt.

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Hiense schliesst Produktion in Ungarn

01.02.2009 · Wirtschaft

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Hisense schliesst LCD-Werk

Der chinesische Hersteller von LCD Fernsehern, Hisense, wird seine Produktion in Ungarn beenden. Damit verlieren 88 Menschen des Werkes bei Szombathely ihren Job, teilte Werksleiter Zsolt Takács mit. Hisense traf die Entscheidung, weil die Nachfrage auf dem EU-Markt stark gesunken sei, daher sei eine eigene Produktionslinie in der Region nicht weiter erforderlich.

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Hotelbuchungen rückläufig

01.02.2009 · Wirtschaft

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Rückgang bei Hotelbuchungen

Vor allem die „Short city trip“ Touristen aus England werden von den ungarischen, speziell den Budapester Hoteliers, schmerzlich vermisst. Seit das britische Pfund praktisch auf Europarität (und auch gegenüber dem Forint) gefallen ist, hat sich für die Briten der sonst so beliebte Kurz-(und Sauf-)trip nach Budapest derart verteuert, dass die Buchungen massiv einbrachen. Insgesamt beobachtete man seit August 2008 eine allmählich abnehmende Nachfrage. Für 2009 erwartet die ungarische Hoteliersvereinigung einen Buchungsrückgang von mindestens 2%. Hotelschliessungen werden aber kaum befürchtet.

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Vier geplante Börsengänge an Budapester Börse

01.02.2009 · Wirtschaft

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Hazadeure oder Verheißung?

Trotz Krise, versuchen sich dieses Jahr einige Unternehmen neu auf dem Budapester Börsenparkett.

Dass der BUX, Budapests Blue-Chip-Index, sich innerhalb der letzten 6 Monate fast halbiert hat, zeichnet kein günstiges Umfeld für Börsengänge. Andererseits brüten die Banken „ihr“ Geld derzeit gerne lieber selbst aus oder verleihen es nur zu fast unzumutbaren Bedingungen. So können sich Unternehmen, die sich zwar in zukunftssicheren Branchen oder Nischen bewegen nur auf die gute alte Unternehmensanleihe einlassen. Einige wagen es dennoch direkt in den freien und anonymisierten Handel an der Börse. Bis Ende Februar wird der IPO des Gashändlers KEG erwartet, freilich geht es heir nur um 10% der Firmenanteile, der Rest befindet sich in Händen der Aktionäre der Phylaxia. Die NordTelekom will bis Ende Mai gelistet sein. Der Immobilienentwickler Z-Broadband hingegen hat, aufgrund der desaströsen Lage am Markt sein „going public“ auf „einen späteren Termin 2009“ vertagt. Ein vierter Kandidat ist der Gefrierfleischproduzent Matusz-Vad, der bis Ende März für einen Börsengang bereit sein könnte. Er will frisches Geld für Zukäufe und musste seine Wachstumsaussichten für dieses Jahr gerade von 30 auf 14,5% revidieren, aber immerhin noch Wachstum.

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Werk in Ungarn bleibt, Werk im Westen schließt

01.02.2009 · Wirtschaft

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Jobs in Ungarn bleiben, Werk im Westen schließt

Der deutsche Autozulieferer ContiTech will weitere Produktionsteile nach Ungarn ausgliedern, meldet die Napi Gazdaság. Dafür würde eines der Werke in Westeuropa geopfert. Durch die Umschichtung von Kapazitäten von West nach Ost könne man die 750 Job im Werk im südostungarischen Makó erhalten, schreibt die Zeitung.

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04.02.2009 · Wirtschaft

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Immobilienentwickler Ablon zieht die Notbremse

Wegen der Kreditklemme muss ein CEE-Vorzeigeentwickler seine Baustellen schließen. Lediglich drei Projekte in Prag und Budapest werden noch notdürftig zu Ende gebracht.

Der vor allem in Mittelosteuropa aktive Großentwickler von Immobilienprojekten, Ablon, mit Sitz in Budapest und Notierung in London stoppt bis auf drei, alle seine laufenden Immoblienprojekte. Damit liegen fast zwei Dutzend Baustellen in Tschechien, Polen, Rumänien und Ungarn vorerst auf Eis. Dennis Twining, Chef des Unternehmens, meint zu der dramatischen Maßnahme „Bis sich die Banken wieder dazu entschließen, Finanzierungen fortzusetzen, werden wir nur kleinere Innenausbaumaßnahmen durchführen.“

Die drei Ausnahmen bilden das 40 Mio EUR Blaha Hotel- und Handelsobjekt in der Budapester Innenstadt, die zweite Ausbauphase des Flughafen Logistik Centers Ferihegy sowie die Viva Residenz mit 162 Einheiten in Prag. Allein in Rumänien wollte Ablon bis zu 800 Mio EUR in 34 ha in der Nähe von Bukarest investieren, ein Wohnpark ist mitten in der Bauphase.

Ablon hält und betreibt weiterhin 13 vollendete Profitcenter, deren Wert jedoch um 9% berichtigt werden musste und nun, nach Unternehmensangaben bei rund 590 Mio EUR liegt. Die Mehrheit am Unternehmen halten die Österreichische Volksbank und ein Konsortium um den israelischen Geschäftsmann Uri Heller.

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