(c) Pester Lloyd / 6 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Ungarn unterstützt Ukraine bei EU
11.02.2011 · Nachrichten
Der ungarische Außenminister János Martonyi traf sich am Donnerstag mit senem ukrainischen Amtkollegen Konstantin Hryschtschenko in Budapest. Dabei betonte er, dass die „Ukraine der wichtigste strategische Partner“ außerhalb der EU sei. Wie schon zuvor, unterstützt Ungarn den „Aktionsplans zur Visumerleichterung“ sowie die Bemühungen bald ein „umfassendes Abkommen über den Freihandelsverkehr zu erreichen“, so Martonyi. „Auch die Strategie der Donauregion bietet mehr Möglichkeiten zur Ausarbeitung und Verwirklichung gemeinsamer EU-Ukraine-Projekte“. Aus dem Ausbau der Beziehungen zur Ukraine erwartet sich Ungarn als Nachbar sowohl eine wirtschaftliche Pole-Position als auch politische Effekte, leben in der Karpatoukraine doch rund 150.000 ethnische Ungarn.
Besuch von Präsident Schmitt in Kiew im Dezember 2010
http://www.pesterlloyd.net/2010_51/51schmittukraine/51schmittukraine.html
Fotoausstellung Budapest
11.02.2011 · Kultur
Ich will so sein wie Ich und Du – Fotoausstellung in Budapest
Der ungarisch-amerikanische Fotograf Peter Mayer hat weltweit Momentaufnahmen von Menschen, deren spontaner Anblick ihn auf unterschiedlichste Weisen berührte, gesammelt. In der späteren Auseinandersetzung mit seinen Bildern fiel ihm das gemeinsame menschliche Merkmal der widersprüchlichen Wünsche des Individuums auf, zu etwas zu gehören und sich von anderen zu unterscheiden. Mit seiner Ausstellung im Merlin-Theater bietet Mayer an, seine Erfahrungen zu teilen und sich von Differenz und Übereinstimmung überraschen zu lassen. Eröffnung mit dem Fotografen und der Möglichkeit zur Diskussion am Montag, 14. Februar, 18:30, Laufzeit der Ausstellung bis Samstag, 26. Februar Der Eintritt ist frei. Galerie im Merlin-Theater Gerlóczy utca 4 1052 Budapest Weitere Informationen: http://www.merlinszinhaz.hu/
Sieben Tanzschritte im Dazwischen – Tanztheater Frénak Budapest
11.02.2011 · Kultur
Sieben Tanzschritte im Dazwischen – Frenák-Tanztheater in Budapest
Pál Frenák gilt als einer der bedeutendsten Choreographen der modernen ungarischen Tanzszene. Seine 1998 gegründete ungarisch-französische Tanz- und Performancegruppe „Compagnie Pál Frenák“ führt am 15.02. im Festivaltheater des Palastes der Künste ihre Choreographie „Seven“ auf. Diese steht unter dem Thema des „Dazwischen“, der ambivalenten Positionen eines ausgewanderten Menschen unter den Einflüssen verschiedener Gesellschaften und Kulturen. „Seven“ versucht im Wechselspiel der explosiven Präsenz der Tänzerinnen und Tänzer mit einer vielfältigen Erschließung des Raumes Gefühle zwischen Freiheit und Rastlosigkeit als abstrakte körperliche Metamorphose darzustellen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Nationalen Tanztheater statt.
Dienstag, 15. Februar, 19:00
Eintritt: 2500 Ft (ca. 9,25 Euro), ermäßigt 2000 Ft (ca. 7,40 Euro) Festivaltheater / Palast der Künste
Komor Marcell u. 1. 1095 Budapest Weitere Informationen: http://mupa.hu
Milliarden für Verbesserung der Internetanbindungen in Ungarn
11.02.2011 · Wirtschaft
Die ungarische Regierung hat einen verstärkten Kampf gegen den „digitalen Analphabetismus“ angekündigt. Hierzu sollen vor allem die Zugangsmöglichkeiten zum Breitbandinternet in der Provinz ausgebaut werden, sagte der zuständige Staatssekretär Zsolt Nyitrai in einem Interview mit dem Magazin HVG. Er bedauert, dass „vier Millionen Landsleute Internet überhaupt noch nicht nutzen können“, während der Ausbau größerer Bandbreiten meist an der mangelnden Kapazität der lokalen Netzwerke scheitert. (im mobilen Bereich gäbe es hier durchaus noch Kapazitäten, aber es wird wohl naheligende Gründe geben, warum die nicht erwähnt worden sind.) Um diese Zustände zu beseitigen, wolle man in den nächsten Jahren bis zu 100 Milliarden Forint (über 360 Mio EUR) investieren. Tatrai sagte, ohne einen konkreten Plan vorzulegen, die Mittel sollten sowohl aus dem Haushalt, dem Széchenyi Plan (EU-Mittel) sowie zusätzlichen EU-Förderungen kommen, aber auch die Privatwirtschaft sollte sich beteiligen. Der Zugang zum Internet würde auch die Möglichkeiten zur Arbeitsfindung in der Provinz erhöhen, glaubt der Staatssekretär und auch die Wettbewerbsfähigkeit kleinerer Betriebe erhöhen.
Korruptionsvorwurf gegen Chef des rumänischen Zolls
11.02.2011 · Rumänien
Rumänischer Zollchef unter Korruptionsverdacht entlassen
Am Mittwoch hat Rumäniens Ministerpräsident Emil Boc den Leiter der Zollbehörde, Radu Marginean, seines Amtes enthoben, wie Ioana Muntean, Regierungssprecherin, mitteilte. Marginean steht unter Verdacht, aufgrund von Bestechung den Posten der Zollchefin für den Grenzübergang Halmeu an Nicoleta Dobrescu vergeben zu haben. Dobrescu hatte zuvor Selbstanzeige erstattet. Die Höhe des Bestechungsgeldes soll beachtliche 430.000 Euro betragen haben.
Die ermittelnden Behörden vermuten, dass auch eine Partei an den Bestechungen mitverdiente. Ein Richter aus Satu Mare verwies auf den möglichen Hintergrund der Bestechung, die Vergabe öffentlicher Ämter aus politischen Gründen statt Eignungskriterien vorzunehmen, wie www.stiridecluj.ro , eine Nachrichtenwebseite aus Cluj-Napoca, berichtete. Manche Medien äußerten Vermutungen, dass es sich bei jener Partei um die liberaldemokratische Regierungspartei PDL handle. Marginean hatte seit 2009 die Leitung der Zollbehörde inne und war zuvor lange Mitarbeiter Vasile Blagas gewesen, der von 2004-2007 und 2008-2010 verschiedene Ministerämter bekleidete, u.a. das des Innenministers im ersten Kabinett Emil Bocs.
Seit Wochen werden Dutzende Grenzbeamte und Zollmitarbeiter wegen Korruption und Schmuggels verhört und zum Teil verhaftet, was zeigt, dass der Zollchef nicht nur offensichtlich korrupt, sondern auch noch unfähig ist. S.R.
Weiteres zum Thema:
Aktuelle Entwicklungen in Rumänien – u.a. Dutzende Grenzbeamte wegen Korruption und Schmuggel verhaftet http://www.pesterlloyd.net/2011_06/06rumaenienAktuelles/06rumaenienaktuelles.html
Türkischer Folk trifft modernen Jazz in Budapest
11.02.2011 · Kultur
Türkischer Folk trifft modernen Jazz in Buapest
Das ungarische Arasinda-Ensemble spielt am 19.02. seine Kombination traditioneller trükischer Musik mit modernem Ethno-Jazz auf der International Buda Stage. Gegründet 1998, widmete die Gruppe sich zunächst primär dem Stil türkischer Volksmusik, wie ihn beispielsweise Asik Veysel und Musa Ergolu vertreten. Ihre Reisen durch die Türkei und der Kontakt mit der türkischen Gemeinde in Ungarn ließen sie einerseits die Beherrschung der klassischen Instrumente vertiefen und weckten andererseits die Ideen für neuartige Improvisationen. Dabei versucht die Gruppe, den Wurzeln der traditionellen Richtung treu zu bleiben, vor allem im Gesang und dem Spiel der Baglama (die türkische Laute). 2002 und 2003 veröffentlichte Arasinda die Alben „Askin Sarabi / The Wine of Love“ und „Ne olursan ol / Whoever you are“. Samstag, 19.02. IBS Színpad (International Buda Stage) Tárogató út 2-4
1021 Budapest Weitere Informationen: http://www.arasinda.hu/
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