(c) Pester Lloyd / 6 – 2012 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Kulturtipp für Budapest – Ungarn
06.02.2012 · Kultur
Kulturtipp für Budapest Filter – Zoltán Katonka Debüt als Choreograf
Zoltán Katonka, ausgezeichnet als bester ungarischer Tänzer des Jahres 2011 und gefördert durch das Fülöp Viktor Stipendium, wird zum ersten Mal in seiner Karriere eine eigene Choreografie auf der Bühne des Zentraleuropäischen Tanztheaters in Budapest präsentieren. Der junge Tänzer gehört bereits seit fünf Jahren zu dem Ensemble und konnte in dieser Zeit wichtige Erfahrungen und Ideen für seine Erstlingschoreografie, „Filter“, sammeln. Dabei erwartet den Zuschauer eine Mischung aus explosivem und dynamischem Tanz, der über Einheit, Individualität und emotionale Hochs und Tiefs in geschlossenen Gemeinschaften erzählt. Das Zentraleuropäische Tanztheater am Bethlen Gábor tér, kann auf eine lange Geschichte, als Erstes seiner Art in Ungarn, zurückblicken. Seit dessen Gründung im Jahr 1989, verliehen über 30 verschieden Choreografen aus der mitteleuropäischen Region, dem Theater eine abwechslungsreiche und experimentelle Ausrichtung. Seit der Saison 2006/2007 wird besonders auf die Förderung junger Talente Wert gelegt, in diesem Zusammenhang wird auch Zoltán Katonka, sein Stück „Filter“ jeweils am 10. und 11. Februar präsentieren.
Beginn 19.30 Uhr, Eintritt: 1.600 HUF bzw. 1.000 HUF ermäßigt
Közép-Európa Táncszínház, Bethlen Gábor tér 3, VII. http://www.cedt.hu/index.php?lang=en&page=darab&id=29
Trailer zum Stück „Filter“ http://www.youtube.com/watch?v=Z595Aa1bIZI
Industrieproduktion in Ungarn leicht stabilisiert, Exporte wuchsen stark
08.02.2012 · Wirtschaft
Industrieproduktion in Ungarn leicht, Exporte stark angestiegen Die Industrieproduktion im Dezember 2011 wuchs in Ungarn gegenüber Dezember 2010 um 2,1%, teilt das Statistische Zentralamt KSH in Budapest mit. Im Gesamtjahr war der Ausstoß der Industriebetriebe um 5,4% höher als 2010, der größte Teil des Zuwaches fällt auf exportorientierte Betriebe und ihre Zulieferer. Das Volumen der Industrieproduktion ging im Dezember im Vergleich zum November um 7,4%, was vor allem saison- und kalenderbedingt (Weihnachtsfeiertage) ist.
Die Exportleistung der in Ungarn tätigen Wirtschaft stieg 2011, nach erster Berechnung des KSH um 10%. Im Dezember konnten Waren und Dienstleistungen im Wert von 1.800 Milliarden Forint, ca. 6,2 Mrd. EUR, exportiert werden, die Importe summierten sich auf kapp 1.700 Mrd. HUF. Die Handelsbilanz konnte damit im Dezember wiederum ein Plus von 106 Mrd. Forint verbuchen, was vor allem den Devisenreserven des Landes zu Gute kam. Vor allem der schwache Forintkurs machte diese Entwicklung möglich.
73,1% aller Exporte gingen in die EU, 66% aller Importe kamen von dort. Im Gesamtjahr 2011 wurden Exporte im Wert von 22.291 Mrd. Forint (heute ca. 77 Mrd. EUR) realisiert, die Importe machten 20.342 Mrd. HUF aus. In Euro-Parität stiegen die Exporte damit um 11,7%. Die Handelsbilanz weist einen Überschuss von 1.949 Mrd. Forint aus, rund 6,75 Mrd. EUR. Das Konsumentenvertrauen laut Nielsen-Index sank im Januar um weitere 7%.
Nokia entlässt 2.300 Mitarbeiter in Ungarn
08.02.2012 · Wirtschaft
Eben noch hatte Premier Orbán Nokia in seiner "Rede zur Lage der Nation" namentlich als ein positives Beispiel für nachhaltige Investitionen gelobt, heute nun folgte ein herber Nackenschlag: Nokia wird unter dem Slogan der "Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit", – eher eine Umschreibung für enorme Geschäftseinbrüche und den Verlust von Marktanteilen -, weltweit massiv Stellen abbauen. Die Werke in Mexiko, Finnland und Ungarn werden stark verkleinert. Am härtesten trifft es Ungarn, wo 2.300 Mitarbeiter des Werkes in Komárom bis Ende des Jahres entlassen werden, die dort entfallenden Kapazitäten werden in asiatische Fabriken ausgelagert, erklärte das Management in einer Aussendung. Derzeit arbeiten rund 4.400 Menschen im Nokia-Werk in Komárom
2010 erwirtschaftete es 1.017 Mrd. Forint (3,5 Mrd. EUR), bzw. 3,6% des ungarischen BIP und war damit nach MOL und Audi das drittumstatzstärkste Unternehmen des Landes, der Wegfall eines Großteils davon könnte ein weiteres sichtbares Loch im knapp kalkulierten Staatshaushalt hinterlassen. Mit der Verantwortung, die solche Unternehmen für Ungarn tragen, rechtfertigte Orbán u.a. die radikale Absenkung der Körperschaftssteuer. Kürzlich hatte bereits der französische Reifenkonzern Michelin eine Investition wegen des „unwägbaren politökonomischen Umfeldes“ vertagt . red.
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




