(c) Pester Lloyd / 7 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
6 Mrd EUR für Ungarns Bauindustrie
09.02.2009 · Politik –
WIRTSCHAFT 12 .02.2009
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Ungarn: 6 Milliarden EUR für die Bauwirtschaft
Nicht weniger als die Rettung „einiger zehntausend Arbeitsplätze“ erhofft sich die ungarische Regierung mit ihrem, für die Größe des Landes, gigantischen Investitionsprogramm. Insgesamt will man 1,8 Billionen Forint (ca. 6 Mrd. EUR) in die Industrie, überwiegend in die Bauwirtschaft pumpen. Die Details zu diesem Plan legte heute der Minister für Wirtschaft und Entwicklung, Gordon Bajnai vor der Presse dar. Mit dem Geld sollen u.a. 267 Schulen und zwei Dutzend Krankenhäuser renoviert werden. Mehr als 400 km Straßen und 350 Autobahnkilometer sollen gebaut werden. Darunter das fehlende Stück der M4 bei Pécs und die Rekonstruktion der Autobahn Budapest-Székesfehérvár. Bis heute sind bereits Aufträge in der Größenordnung von fast 2 Mrd. EUR vergeben worden. Die ausgeschriebenen Projekte können in einer Datenbank (unter “Építőipari Piactér” auf dieser Webseite http://www.nfu.hu/epitesugyi_kereso ) abgerufen werden.
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Mikrokredite bald auch in Ungarn
10.02.2009 · Wirtschaft
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Vorbild Indien: Mikrokredite bald auch in Ungarn
Nach Angaben ungarischer Wirtschaftsexperten wie Péter Felcsúti, András Polgár and András Újlaky wird auch in Ungarn an einem Programm mit Mikrokrediten als Hilfe zur Selbsthilfe für sozial und finanziell Schwache gearbeitet. Menschen also, die vom standardisierten Finanzmarkt mehr oder weniger ausgeschlossen worden sind.
So berichtet die ungarische Tageszeitung Népszabadság, dass das Hilfsprojekt bereits in der zweiten Hälfte 2009 beginnen soll. Relevant erscheint dies angesichts der Tatsache, dass allein in Budapest schätzungsweise 30.000 bis 50.000 Obdachlose leben und auch alle vorherigen staatlichen Hilfsmaßnahmen in Höhe von 120 Milliarden Forint bisher keine Früchte bei der langfristigen Armutsbekämpfung trugen.
Auf dem erfolgreichen Modell des Mikrofinanzinstituts der Bangladescher Grameen Bank basierend, wird angedacht eins bis drei Milliarden Forint (bis rund 10 Millionen Euro) in Kredite zur Bildung von Kleinstunternehmen zu investieren. Dies soll helfen, sowohl die Armut als auch die Arbeitslosigkeit besonders der ungarischen Minderheit der Roma zu bekämpfen.
Péter Felcsuti, Vorstandsvorsitzender der Budapester Raiffeisen Bank, sieht momentan die größten Hindernisse für die erfolgreiche Umsetzung des ‚Minikreditkonzepts’ in der schwerfälligen Bürokratie Ungarns sowie im ungarischen Wohlfahrtsstaat. Das Konzept Anleihe mit ‘Kleinkrediten’ soll der ärmeren Bevölkerung einen Anreiz geben, ein eigenes Unternehmen zu gründen, statt von Sozialhilfe abhängig zu sein.
Erst als kreditunwürdig aussoritert – jetzt umworben?
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Unganr und Slowakei wollen mehr Verkehrsverbindungen schaffen
10.02.2009 · Wirtschaft
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Ungarn und Slowakei basteln an neuen Autobahnverbindungen
Mehr mögliche Schnittstellen zwischen Autobahnen und Schnellstraßen zwischen der Slowakei und Ungarn waren die Hauptthemen der Gespräche zwischen dem Staatssekretär des slowakischen Verkehrsministeriums Milan Mojš und seinem ungarischen Amtskollegen Lajos Csepi.
„Die zwei Brücken über den Fluß Ipel, die Straßenverbindung von Košice–Miškovec, sowie der Brückenaufbau in Komárno / Komárom oder eine Nord-Süd-Strecke Šahy/Štúrovo haben wir besprochen. Für das Projekt Ipel-Brücke hat die Selbstverwaltung der Region Banská Bystrica bereits Fördergelder aus dem Strukturfonds der EU beantragt. Wenn sie die Genehmigung haben, kann mit dem Aufbau begonnen werden“, sagte der slowakische Vertreter gegenüber der Nachrichtenagentur TASR und fügte hinzu, dass dies das erste Zusammentreffen von zwei Staatssekretären für Verkehr seit fünf Jahren war.
Lajos Csepi begrüßte die Initiative der Slowakei und ergänzte, dass „für die zweite Jahreshälfte ein Treffen unserer Minister“ geplant sei. „Wir hoffen, dass sich beide Minister einigen und unsere bilateralen Abkommen unterzeichnen. Es geht hauptsächlich darum, sich lokal auf die Autobahnschnittstelle zwischen Košice und Miškovec zu einigen.“ Früher führten einmal 47 Brücken über die Ipel/Ipoly. Heutzutage sind nur vier befahrbar.
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Mord an Handballer in Veszprém: Zwei Verdächtige i Österreich verhaftet
10.02.2009 · Nachrichten
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Mord an Handballer: 2 Verdächtige in Österreich verhaftet
Im Zusammenhang mit dem Überfall auf einen Nachtklub in Veszprém, der für den rumänischen Handballspieler Marian Cozma am Sonntag tödlich endete, wurden zwei Tatverdächtige in Österreich verhaftet. Die Polizei rechnet mit der baldigen Überstellung der beiden ungarischen Bürger. Nach einem dritten wird per internationalem Haftbefehl gefahndet. Bei der Attacke überfielen ca. 30 Unbekannte die Feiernden, töteten Cozma, der auch für die rumänische NAtionalmannschaft spielte und verletzten zwei weitere Spieler, einen Serben und einen Kroaten, des MKB Veszprém. Die beiden Verhafteten befinden sich im Gefängnis von Graz, die Formalitäten zur Auslieferung werden derzeit bearbeitet.
Heute verkündete die ungarische Regierung die außerplanmäßige Aufstockung des Polizeibudgets um 2 Mrd. HUF.
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Investition in die Tourismusregion Velence See
12.02.2009 · Tourismus
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Investitionen in den Tourismus rund um den Velence See
Bis zu 1,5 Milliarden Euro sollen demnächst in das nördliche Gebiet um den Velencer See in eine 70 Hektar große Fläche des städtischen Randgebiets um Sukoró, fließen. Genauere Auskünfte sind von der Investmentgruppe, die aus amerikanischen, deutschen, israelischen und ungarischen Unternehmern besteht und ihr Projekt „Kings City“ nennen will, bis Ende März zu erwarten. Bekannt ist jedoch, dass der Komplex aus Hotels, Restaurants, einem Bad, einem Casino, einer Golfanlage und weiteren Unterhaltungslokalen bestehen soll, wobei bis 2011 mit deren Fertigstellung zu rechnen ist. Weiterhin erhielten die Investoren für den Bau vom Staat ebenso eine 183 Hektar große Fläche zwischen der M7 und Ungarns Velencer See.
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Agrarpreise für Erzeuger deutlich gefallen
14.02.2009 · Wirtschaft
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Agrarpreise fallen ins Bodenlose
Nachdem die Erzeugerpreise für Agarprodukte Ende 2007 einen Satz von 38% nach oben machten, mussten sie das Jahr 2008 ein durchschnittliches Minus von 22,6% hinnehmen, teilte das Statistische Amt (KSH) in Budapest mit. Den stärksten Einbruch musste Getreide hinnehmen, hier haben sich die Preise innerhalb eines Jahres fast halbiert (-47,6%), wohlgemerkt die Erzeugerpreise.
Ölfrüchte verbilligten sich um 18.8%, Kartoffeln um 20.3% im Jahresvergleich. Gemüse hielt sich noch am tapfersten mit einem kleinen Minus von 6.8%, Früchte, inkl. Weintrauben stürzten um 52,2% ab. Schlachttiere und Tierprodukte konnten einen leichten Anstieg um 1,7% verzeichnen, Schlachtschweine sogar um 22,1%, Schlachtrinder um 5,2%, Geflügel verbilligte sich für den Handel um 2,2%, Milchprodukte wurden 14,3% preiswerter, Eier 2,9% teurer.
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