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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 8/2010

(c) Pester Lloyd / 8 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Fortbildung mit Spareffekt

22.02.2010 · Wirtschaft

Fortbildung mit Spareffekt

Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) hat acht weiteren Absolventen das Zertifikat „European EnergyManager“ (EUREM) überreichen können.

Der europaweit durchgeführte Kurs schult die Teilnehmer, Energien effizienter einzusetzen und konkrete Einsparziele zu erreichen. Der Kurs folgt einem einheitlichen Lehrplan, wobei die konkreten Inhalte jeweils von nationalen Experten an die lokalen Bedingungen angepasst werden. Nach Erwerb von theoretischen und praktischen Kenntnissen haben die Teilnehmer die Aufgabe, eine konkrete Einsparmaßnahme in ihrem Unternehmen zu erarbeiten.

An dem zweiten Jahrgang nahmen Kandidaten aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung teil, neben Mitarbeitern großer Unternehmen wie Plzenský prazdroj und Pražská energetika auch Beamte des tschechischen Umweltministeriums und des Magistrats der Stadt Pilsen. „Der European EnergyManager-Kurs ist ein wichtiger Eckpfeiler bei unseren Energieeffizienzprojekten. Die Ergebnisse dieses Jahrgangs haben erneut gezeigt, wie selbst mit kleinen Investitionen und dem relevanten Wissen beeindruckende Einsparerfolge möglich sind“, erklärte DTIHK-Geschäftsführer Bernard Bauer anlässlich des Kurs-Abschlusses.

Durch die acht Projektarbeiten können auf das Jahr gerechnet fast 2 500 Tonnen CO2, weit über 3 000 MWh Energie oder umgerechnet 7,5 Millionen Kronen eingespart werden. Demnach sollte ein EUREM-Absolvent in der Lage sein, seinem Arbeitgeber fast eine Million Kronen (rund 40.0000 Euro) pro Jahr einzusparen.

Webseite der DTIHK: http://tschechien.ahk.de/ Das EUREM-Energiemanager-Projekt: http://www.energymanager.eu/

Kostenlose Stadtführungen in Budapest am 28. Februar

22.02.2010 · Budapest

Kostenlose Stadtführungen am 28. Februar in Budapest

Die Stadt Budapest lädt, gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zum Internationalen Tag des Fremdenführers am 28. Februar zu Gratis-Stadtrundfahrten zu Lande und zu Wasser ein. Kostenfreie Stadtführungen und Touren soll es per Boot, Fahrrad, Straßenbahn und Bus geben. Vom Heldenplatz (Hösök tere, am kleinen Parkplatz in der Dózsa György Straße) aus sind zwischen 10 und 16 Uhr 90-Minuten-Stadtrundfahrten mit dem Bus vorgesehen, u.a. in deutscher und englischer Sprache sowie Stadtführungen zu Fuß. Auch speziell geführte Fahrraderkundungen durch die Stadt starten am Heldenplatz bzw. am nahegelegenen Stadtwäldchen. Vom Moskau Platz aus starten Sonderfahrten der Straßenbahnlinie 6, die in 45 Minuten eine große Ringrunde durch Budapest mit entsprechenden Erläuterungen absolvieren. Am Donauufer, auf Höhe des Hotels Helia werden einstündige Schiffsrundfahrten auf der Donau angeboten. Budapest nimmt in diesem Jahr zum zehnten Male am Internationalen Tag des Fremdenführers teil.

Einige Flugausfälle durch Streik der Lufthansa auch in Budapest

22.02.2010 · Nachrichten

Der Streik der Piloten der Lufthansa hat auch Auswirkungen auf den Betrieb am Flughafen Ferihegy. Bisher wurden sieben Flüge von bzw. nach Budapest abgesagt, vier der laut Flugplan 13 ankommenden und drei der normalerweise von Budapest abgehenden. Auch die Billigairline und Lufthansa-Tochter Germanwings ist von den Ausständen betroffen, bzw. werden einige Maschinen von ihr umgebucht um die Ausfälle bei der Lufthansa teilweise zu kompensieren. Die vier täglichen Flüge der Germanwings von bzw. nach Budapest sind aber vorerst nicht betroffen. Andere Fluggesellschaften, u.a. die Malév wollen die Gunst der Stunde nutzen und Lufthansa-Passagiere auf ihre Flüge locken. Der vorerst viertägige Streik der Lufthansa-Piloten, insgesamt fast 4.000 Mitarbeiter dreht sich um eine Gehaltserhöhung von mehr als 6% sowie eine Jobgarantie. Außerdem fordern die Piloten eine gleiche Lohnstruktur für die gesamte Lufthansa-Gruppe, da man sonst eine schleichende Auslagerung von Flügen an preiswertere Tochter-Airlines und damit einen Stellenabbau durch die Hintertür befürchtet.

Weniger Schmutzwasser in die Donau

23.02.2010 · Wirtschaft

bei Budapest

Mit den Testläufen des neuen Abwasserwerkes samt Kläranlage auf der Csepel Insel, sind die Betreiber sehr zufrieden. Der Anteil des aufbereiteten Wassers, der im Budapester Stadtgebeit in die Donau fließt sei, bei bald vollem Betrieb, nahezu bei 100%. Die neue Anlage kostete beträchtliche 429 Millionen EUR, inklusive der Verlegung einer neuen Abwasserhauptleitung entlang der Donau und der Errichtung von drei Pumpstationen. Budapest produziert offiziell pro Tag 600.000 Kubikmeter Abwasser, wovon letztlich 95% in der Donau landen. Bisher gerieten davon 40% ungereinigt in den Fluss, das neue, auch von der EU geförderte Projekt, verringerten diesen Anteil auf rund 5%. Die EU zahlte 65% der Investitionskosten, der Staat 20, die Stadt 15%. An der Umsetzung ist ein internationales Konsortium aus OTV, Veolia, Alterra (Colas) sowie Suez beteiligt. Das ungarische Unternehmen Hídépítö baute die Kläranlagen, die Strabag verlegte das Abwasserrohr.

Electrolux Ungarn mit guten Zahlen

23.02.2010 · Nachrichten

Die ungarische Tochter des schwedischen Haushaltsgeräteherstellers Electrolux, Electrolux Lehel hat 2009 Umsätze von 177,5 Milliarden Forint, ca. 655 Mio EUR erwirtschaftet, ein Minus von 8,8% gegenüber dem Jahr 2008. Geschäftsführer János Takács erwartet bereits für 2010 wieder einen spürbaren Anstieg der Produktion und einen Umsatzsprung auf 210 Milliarden Forint. Takács wies zudem daraufhin, dass seine Firma in Ungarn kreditfrei sei. 4,5 Milliarden Forint habe man 2009 in die Produktentwicklung gesteckt. Das Ergebnis in Ungarn 2009 müsse zudem im Marktzusammenhang gesehe werden. Der Markt für Haushaltsgeräte schrumpfte im Krisenjahr um 24% bei den Stückzahlen und 16% beim Wert.

Leitzinsen in Ungarn auf historisch niedrigstem Niveau

23.02.2010 · Wirtschaft

Leitzinsen in Ungarn auf historisch niedrigstem Niveau

Die ungarische Nationalbank hat bei ihrer Sitzung am Montag den Leitzinssatz um weitere 25 Basispunkte auf 5,75% gesenkt. Der Schritt traf die allgemeine Markterwartung, die Leitzinsen haben damit den niedrigsten Stand ihrer jüngeren Geschichte erreicht. Grundsätzlich sieht die Zentralbank die Inflationserwartungen im erträglichen Rahmen (4-5% aufs Jahr), auch, weil die Realeinkommen in einem Maße gesunken sind, die größere Preiserhöhungen uwnahrscheinlich werden lassen. Auch die Währungsstabilität des Forint sei weitgehende gegeben, daher könne man einem investitionsfreundlichen Zinssatz, der auch die Kreditvergabe an die Unternehmen verbilligen soll, zustimmen. Weitere Zinsschritte hingen vor allem von der Einschätzung des Schuldenrisikos und dem hoffentlich beginnenden Aunfschwung ab.

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