(c) Pester Lloyd / 31 – 2013 NACHRICHTEN 30.07.2013
Erstmals seit Jahren sehen auch ausländische Analysten eine positive Wirtschaftsentwicklung für Ungarn voraus. Das ist in sofern bemerkenswert, da die Einschätzungen der Londoner City bisher immer besonders kritisch mit Ungarn umgingen und damit meist auch die Realität trafen, wenn auch die Regierung stets das Gegenteil behauptete.
Inflationsentwicklung in Ungarn auf historischem Tiefststand. Ob die Entwicklungen, die dazu führten, nachhaltig oder ein Bumerang sind, steht auf einem anderen Blatt , nicht auf der MTI-Statistik. Während die Ratingagentur Standard & Poors das Ausfallrisiko ungarischer Schuldenbedienung von Platz 8 auf Platz 18 weltweit zurückstufte, die einflussreiche Investmentbank JP Morgan seine BIP-Prognose für das Land von -0,1 auf +0,3% korrigierte, spricht das Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut Capital Economics davon, dass die „ungarische Wirtschaft die schlimmsten Folgen der Krise“ erstmal hinter sich hat und „erstmals seit Ende 2011 positive Entwicklungen“ aufweist. Die Analysten machen das an mehreren Kennzahlen fest, die vom 1. zum 2. Quartal 2013 ins Plus gedreht sind: der Binnenkonsum stieg um 2,9% zum Vorjahr, nach einem Rückgang von 2,2 in Q1, die Industrieproduktion weist ein Plus von 1,6% aus, nach einem Minus von 3,1%. Neben der „stärkeren Nachfrage aus Deutschland, Ungarns Hauptexportmarkt“ wird auch die „stark gefallene Inflation“ für den Umschwung verantwortlich gemacht. Diese resultierte in erster Linie aus dem gesetzlichen Preisschnitt für Haushaltsenergie und habe das Konsumverhalten der Menschen positiv beeinflusst, während die Binneninvestitionen durch „verstärkte staatliche Ausgaben“ angekurbelt wurde.
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren





