(c) Pester Lloyd / 37 – 2009 WIRTSCHAFT 10.09.2009
Malév in drei Jahren mit Gewinn?
Innerhalb von drei Jahren könnte man in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Das erklärte die ehemalige nationale Fluglinie Ungarns, heute unter Kontrolle einer russischen Bank, gegenüber Medien. Erreicht werden soll dieses Ziel einmal mehr durch Entlassungen und weitere Kostenreduzierung. Außerdem wird die Verkaufsstrategie verbessert und die Flugzeugflotte restrukturiert.
Der dazugehörige Businessplan soll vor allem den russischen Eigentümern Planungssicherheit verschaffen, wahrscheinlich ist eine weitere Kapitalzufuhr in der Größenordnung von rund 150 Mio EUR, um die Umstrukturierungen in Gang zu bringen und den Flugbetrieb über den Winter zu bringen. Die Kapazitäten für das Wintergechäft werden um rund 10% zum Vorjahr verringert, weil auch die Nachfrage nachgelassen hat. Drei Routen werden abgeschafft. Die Flüge nach Ljubljana, Genf und Dublin gibt es dann wieder in der Sommersaison.
Die strategische Ausrichtung der Malév wird sich in Zukunft nach den Plänen der Russen richten. Die VEB Bank, welche die faktische Kontrolle über Malév innehat, kontrolliert auch die Aeroflot. Da die Malév als EU-Fluglinie (auf dem Papier gehören mehr als 50% einer ungarischen Rechtsanwältin) aber über einen leichteren Zugang zu Lande- und Startrechten in Europa verfügt, werden sich beide Airlines ergänzen. Die Malév wird also zum Zubringer und Drehkreuz für die Aeroflot gen und von Westen.
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