(c) Pester Lloyd / 48 – 2010 POLITIK 28.11.2010
Ungarn lobt Serbien für Minderheitenpolitik
Als vorbildlich bezeichnete Ministerpräsident Orbán die Minderheitenpolitik der serbischen Regierung gegenüber den ethnischen Ungarn in der Vojvodina im Norden von Serbien. Bei einem Besuch in Belgrad lobte Orbán am Freitag den Präsidenten des Landes für die „gesetzliche Umsetzung des Ungarischen Nationalrats als höchstem Organ der kulturellen Autonomie“ in der Vojvodina als „eine sehr mutige Entscheidung“. Nun käme es freilich auf die ebenso schwierige Umsetzung des Beschlossenen an. Die neuen Autonomiegesetze geben den Vojvodina-Ungarn u.a. mehr Mitbestimmung bei Bildungseinrichtungen und der Besetzung von kommunalen Verwaltungsposten. Präsident Tadic bedankte sich bei Orbán mit den Worten, dieser sei „ein alter Freund von Serbien“ und auch „ein alter persönlicher Freund“. Ungarn unterstützt Serbien massiv bei dessen Beitrittsbemühungen in dei EU. Geht alles nach beider Vorstellungen, sollte Serbien bereits 2011 offiziellen Kandidatenstatus erlangen. Orrbán entwickelte vor den Medien in Belgrad eine Vision von einem „Mitteleuropa als einer Region zwischen Ostsee und Adria, die in den nächsten 10 bis 15 Jahren zur treibenden Wirtschaftsmacht Europas wird.“ Mehr zum Thema:
Ungarn finanziert Projekte der Vojvodina-Ungarn – Aug 2010 Nur nicht das böse A-Wort – Nov 2009
Serbien räumt der Vojovodina mehr regionale Selbständigkeit ein
Kleiner Mauerfall – Dez 2009
Bürger von Serbien, Montenegro und Mazedonien können ohne Visa in die EU
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren





