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Traufeier für die Opfer des Kommunismus in Ungarn

(c) Pester Lloyd / 09 – 2012 NACHRICHTEN 27.02.2012

Gedenktag für die Opfer des Kommunismus in Ungarn Am Samstag fand eine zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Kommunismus im „Haus des Terrors“ (Terror Háza) in Budapest statt, das zeitgleich seinen 10. Geburtstag feierte. Der Gedenktag wird seit 2001 immer am 25. Februar begangen, an dem Tag an dem der Generalsekretärs der Partei der Kleinen Landwirte, Béla Kovács, 1947 von der Geheimpolizei (ÁVO) festgenommen und nach Sibirien zum Arbeitsdienst deportiert wurde. Damals warf man ihm vor, einen Aufstand gegen die Republik geplant zu haben. Es bestand den ganzen Tag die Möglichkeit rund um das „Haus des Terrors“ Kerzen anzuzünden. Auch Ministerpräsident Orbán und Staatspräsident Pál Schmitt mit seiner Frau kamen, um der Gedenkfeier beizuwohnen. Neben dem Museum wurde eine Bühne aufgebaut auf der unteranderem Mária Schmidt, die Direktoren des „Haus des Terrors“ zu Wort kam. Sie erinnerte an die Wichtigkeit des nun mehr seit 10 Jahren bestehenden Museums, um die Erinnerungskultur sowohl an die Opfer des Kommunismus als auch des Nationalsozialismus in Ungarn lebendig zu halten. Den Besuchern wurde den ganzen Tag die Möglichkeit gewährt, das „Haus des Terrors“ mit freiem Eintritt zu besuchen. Das Gebäude diente sowohl 1944/45 der faschistischen Pfeilkreuzler-Partei, als auch danach der ungarischen Geheimpolizei (ÁVO) als Hauptquartier.

In der Vorwoche gab es zu diesem Anlass einen aufschlussreichen Schlagabtausch im Parlament, bei dem mit den Stimmen des Fidesz wieder einmal eine Aufarbeitung der Vergangenheit über die Stasiakten verhindert wurde.

Vor knapp einem Jahr wurde die Leitung der Holocaust-Gedenkstätte ausgetauscht , weil sich ein Staatssekretär an einer “verzerrten” Darstellung der Geschichte und der ungarischen Mitschuld am Holocaust und an Kriegsverbrechen störte.

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