(c) Pester Lloyd / 12 – 2009 WIRTSCHAFT 15.03.2009
TriGranit stoppt zwei Großprojekte
Ungarns größter Immobilienentwickler TriGranit hat zwei seiner Projekte in Rumänien und Russland vorerst auf Eis gelegt.
Lóránt Varga, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens sagte, dass sein Unternehmen “ wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise eine Menge neuer Herausforderungen zu bestehen habe.“ Man arbeite unverändert an fünf großen Projekten weiter, zwei musste man vorerst einstellen: das Polus Center im rumänischen Brasov sowie das Mozaika Shopping Center in Moskau. Das Polus in Brasov sollte 85.000 qm umfassen und 63.000 qm Verkaufsflächen bieten, das Mozaika 68.000 qm auf insgesamt 134.000 qm zu bebauender Fläche. Beide Projekte sollten schon 2010 fertig gestellt werden. Für November ist die Eröffnung des Bonarka in Krakau mit einer Investitionssumme von 190 Mio. EUR angekündigt, im darauf folgenden Jahr sollen das Millennium Center in Budapest sowie ähnlche Projekte in Zagreb und Ljubljana fertig werden. Auch Planungen für Großprojekte in Bratislava und Bydgosz seien noch aktuell, teilt das Unternehmen mit.
TriGranit operiert in acht mittelosteuropäischen Ländern und verwaltet ein riesiges Portfolio mit über 600.000 Quadratmetern an vermieteten Ladenflächen. Insgesamt habe man bisher 2 Milliarden EUR investiert. Viele Projekte wurden ausgezeichnet. Zwei Teilhaber des Unternehmens sind in letzter Zeit immer wieder ins Gerede gekommen. Einmal die Immoeast, jetzt praktisch die Immobilientochter der österreichischen Immofinanz, die durch undurchsichtige Transaktionen ins Straucheln geriet. Zum andern durch den ungarischen Milliardär Sándor Demján, der sich kürzlich mit großem Aufwand in Russlands zweitgrößte Lotteriegesellschaft eingekauft hat. Abb: Entwurf zum Millenium Gate in Budapest, Foto: trigranit.hu
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