(c) Pester Lloyd / 23 – 2011 POLITIK 08.06.2011

Am Mittwoch reiste Ministerpräsident Viktor Orbán nach Wien zum World Economic Forum. Die Fahrt zum Nachbarn nutzte der Premier auch, um sich mit seinem österreichischen Amtskollegen Werner Faymann, SPÖ, sowie Außenminister Michael Spindelegger, gleichzeitig neuer ÖVP-Chef, zu treffen. Neben dem ungarischen Regierungschef waren am gleichen Tag noch die Ministerpräsidenten von Armenien, Montenegro, der Ukraine im Bundeskanzleramt zu Gast. Beim World Economic Forum geben sich vom 4. bis 9. Juni allerlei Staatsgrößen die Klinke in die Hand, dafür wurden eigens die Grenzkontrollen von Österreich wieder aufgenommen
Orbán vor dem Bundeskanzleramt in Wien, im Hintergrund links der Sitz
des Bundespräsidenten Heinz Fischer, links sein Botschafter in Wien. Nach der ersten Runde der vor allem mit der Energiepolitik befassten Arbeitsgespräche erklärte Faymann: „“Österreich ist für seine klare Position gegen Atomkraft bekannt, das wurde in allen meinen Gespräche einmal mehr deutlich“, womit er einen zu Ungarn konträren Standpunkt einnimmt, das weiter voll auf die Atomkraft als Energielieferant setzt. Gemeinsam mit seinem slowenischen Kollegen Danilo Türk, nahm Orbán sodann an einem Podiumsgespräch über den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt teil.
Fotos: Miniszterelnöki Hivatal Am Rande der Treffen gab es eine kleinere Demonstration, Verwandte und Freunde der 2008 in Ungarn ermordeten Tierschützerin Eva Rhodes übergaben dem Ministerpräsidenten einen Protestbrief, den dessen Sprecher Péter Szijjártó annahm. Sie sind der Überzeugung, dass die Aufklärung des Verbrechens an dem britischen Ex-Model von Seiten der Polizei und Staatsanwaltschaft nicht fachgerecht betrieben worden ist und fordern Herausgabe aller Dokumente. Von Seiten der Angehörigen gibt es gegenüber den zuständigen Behörden in Györ und dem Komitat den Vorwurf der Befangenheit wegen verschiedener anhängiger Umweltverfahren, die von Rhodes angestoßen worden waren.
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