(c) Pester Lloyd / 12 – 2015 NACHRICHTEN 20.03.2015
Etwas Tratsch zum Wochenende?
Dieser Tage kam ans Licht, dass Verteidigungsminister Csaba Hende (Fidesz) im Oktober 2011 bei Feierlichkeiten zum 1956er Gedenken in Frankreich seine damalige Sekretärin mitnahm, um mit ihr ein Doppelzimmer in einem Pariser Luxushotel zu beziehen, das pro Nacht 1.500 EUR kostete. Das Ministerium die Aufenthaltskosten für beide Personen, berichtet das Boulveardblatt Blikk. Soweit so gewöhnlich. Weitere Infos zu weiteren Kosten rückt das Ministerium nicht heraus „aus Gründen der nationalen Verteidigung und Sicherheit“.
Was die Sache für die sonst so national-frömmelnden Moralspießer von Fidesz/KDNP peinlich macht, ist nicht die Geldverschwendung (für solche Summen müssen in Deutschland zwei Präsidenten, in Ungarn nur ein Chefredakteur für die Meldung zurücktreten) Nein, das Problem: Casba „Ungarn soll wieder eine Reiternation werden!“ Hende war damals noch mit einer anderen Frau verheiratet, begang also – nun nachweislich – Ehebruch und hat auch noch gelogen. Denn das heute in kitschigen Homestories posierende Paar behauptet hartnäckig, vor 2013 nichts miteinander gehabt zu haben. Ein klassischer Fall für die heilige Inquisition also.
Die Freundin des Ministers ist heute bei zwei Staatsfirmen in Lohn und Brot, sie hat einen Halbleiterposten in der staatlichen Münze und sitzt außerdem im Aufsichtrat der Papierfabrik von Diósgyőr, die das Papier für die Forintscheine herstellt, also direkt an der Quelle. red.
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