(c) Pester Lloyd / 28 – 2010 WIRTSCHAFT 15.07.2010
Ungarn hat Interesse an Bayern LB Tochter: MKB vor Verstaatlichung
Bereits vor rund einem Jahr kündigte die Bayerische Landesbank an, ihre ungarische Tochter die Magyar Külkereskedelmi Bank (Ungarische Außenhandlesbank, MKB) verkaufen zu wollen, bzw. zu müssen. Nun verdichten sich Gerüchte, wonach der ungarische Staat als Käufer der Bank auftreten könnte. Das meldet die Wochenzeitung Figyelő, beschreibt aber dazu, dass es noch eine himmelweite Diskrepanz über den Preis der MKB gibt. Während die Bayern wenigstens 1 Milliarde EUR fordern, will die Orbán-Regierung nicht mehr als 300 Mio EUR auf den Tisch legen. Es soll bereits mehrere Treffen zwischen Orbán, bzw. seinem Finanz- und Wirtschaftsminister Matolcsy und dem Bayern LB Management gegeben haben. Ein Szenario sieht vor, dass die staatseigene MFB, die Ungarische Entiwcklungsbank die Mehrheit an der MKB, das fünftgrößte Kreditinstitut des Landes übernimmt.
Der geplante Verkauf der MKB durch die in Mehrheitseigentum des Bundeslandes Bayern befindliche Bank, ist Teil eines Restrukturierungsprogramms, das eine Konzentration auf das Kerngeschäft, sprich das regionale Umfeld, vorsieht. Auch die Zustimmung der EU für die Sanierung und die Landes- bzw. Staatshilfen des durch spekulative Geschäfte in der Krise ins Straucheln geratene Kreditinstitut hängt von der Bereinigung des Auslandsgeschäfts ab. Andernfalls könnten die Kapitalspritzen als unzulässige und wettbewerbsverzerrende Subventionen angefochten werden, außerdem soll aus dne Verkaufserlösen ein Teil der rund 10 Mrd. EUR-Landeshilfen zurückbezahlt werden.
MKB steht bald zum Verkauf – März 2009
(Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 19/2009 (II))
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