(c) Pester Lloyd / 18 – 2013 NACHRICHTEN 03.05.2013
Am Dienstag begrüßte der ungarische Regierungschef Orbán persönlich die Ankunft der ersten 50 von insgesamt 159 neuen Mercedes-Bussen für den Budapester Stadtverkehr, BKK. Die Busse der Marke Citaro werden beim Outsourcing-Partner der BKK, VT Transman, zum Einsatz kommen, der 2012 eine Ausschreibung über Dienstleistungen im Wert von 10 Mrd. Forint (rund 33 Mio. EUR) pro Jahr gewonnen hatte . Orbán sagte bei der Übergabe, dass "es ohne eine starke und erfolgreiche Hauptstadt auch kein starkes und erfolgreiches Ungarn geben könne". Die "Menschen von Budapest" hätten "es verdient, die weltweit modernste Bustechnologie" zu bekommen. "Ungarn macht es auch hier besser!" wandte Orbán die gerade gültige Regierungsparole an
Das Durchschnittsalter der Busse auf Budapester Straßen beträgt noch immer rund 17 Jahre, regelmäßig brennt auch mal ein Fahrzeug aus, von den vielen technischen Pannen ganz abgesehen. Die Verkehrsbetriebe sind sehr verschuldet und wurden unter der Vorgängerregierung systematisch und auf allen Ebenen geplündert, entsprechende Gerichtsverfahren laufen. Die Citaro-Busse sind die ersten neuen Niederflurbusse, die sich die BKV seit 2006 leisten kann, Dank EU-Mitteln und Notspritzen aus dem Staatshaushalt. Die BKK wird insgesamt zwei Drittel der Buslinien auslagern, was auf scharfen Protest der BKV-Mitarbeiter stößt, die Arbeitsplatzverlust fürchten, während bei den privaten Anbietern zu Dumping-Löhnen gefahren würde. In diesem Jahr sollen so bereits 150 Busse im städtischen Auftrag aber bei privaten Firmen fahren, 2014 sollen es 450 und 2016 schon 900 der heute noch knapp 1.500 großen Flotte sein. Allerdings könnte der jetzige Großauftrag der letzte für einen rein privaten Bieter sein, denn der ungarische Staat hat sich beim Spezialfahrzeughersteller Rába die Mehrheit eingekauft und will dort, zusammen mit Volvo, s chon ab diesem Jahr bis zu 300 Busse fertigen lassen.
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