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Ungarn nimmt 2014 erste fahrerlose U-Bahn in Ostmitteleuropa in Betrieb

(c) Pester Lloyd / 31 – 2013 NACHRICHTEN 01.08.2013

Ungarn nimmt 2014 erste fahrerlose U-Bahn in Ostmitteleuropa in Betrieb

Baustellenzaun am Ostbahnhof mit Blick auf die Baugrube der Metrolinie 4. Die Stadt Budapest hat sich jetzt auf den 31. März 2014 als Eröffnung der Metrolinie 4 festgelegt. An diesem Datum, so Oberbürgermeister István Tarlós, soll die neue Strecke vom Bahnhof Kelenföld (am westlichen Ortseingang, an der M1) bis zum Ostbahnhof (Keleti pu.) „vollständig in Dienst stehen“. Die Errichtung der Tunnel, Gleise und Stromversorgung sei abgeschlossen, das Sicherheitssystem ist in der Testphase, sagte der OB bei einem Ortstermin vor Journalisten.

Seit letztem September liefert – nach langem rechtlichen HickHack – die französische Alstom kontinuierlich die modernen Zuggarnituren, 12 der 15 bestellten führerlosen Züge sind bereits da, der letzte wird noch im August geliefert. Die M4 wird damit in „Mittel- und Osteuropa die erste U-Bahnlinie mit fahrerlosen Zügen“ sein (erstmals in Nürnberg seit 2008, heute auch in Paris, Sao Paolo, Barcelona und etlichen anderen Städten, aber auch oft mit „Fahrer“ aus Sicherheitsgründen, z.B. in Wien), allerdings wird im ersten Betriebsjahr noch in jedem Triebwagen ein Techniker mitfahren, um die Systeme zu überwachen. Später dann wird die Trennscheibe entfernt und die Fahrgäste können den unverstellten Blick in die Tunnel genießen. Die Testfahrten verlaufen derzeit reibungslos meldet der ungarische Kundenbetreuer von Alstom, sieben der Garnituren haben bereits die Betriebsgenehmigungen erhalten, bisher gab es keine „Fehlfunktionen“ bei Testfahrten.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich in der Endsumme auf 452,5 Mrd. Forint, rund 1,5 Milliarden EUR (offizielle Angabe), 181 Mrd. HUF schoss die EU dazu. Probleme gab es nicht nur zwischen Alstom und dem städtischen Auftraggeber, sondern mit fast allen Auftragnehmern, teilweise mussten ganze Bauabschnitte neu vergeben werden, auch die schleppende Bezahlung von Subunternehmen war immer wieder ein Thema. red.

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