(c) Pester Lloyd / 34 – 2009 POLITIK 17.08.2009
Ungarn: Präsident kritisiert erneut Slowakei
Stirbt die Sprache, stirbt die Kultur, stirbt das Volk. So lassen sich die emotionsreichen Vorträge auf einer Konferenz über Völkerrechtsfragen bei der Ungarischen Akademie der Wissenschaften zusammenfassen. Sowohl der Präsident des Landes, László Sólyom, als auch die ihm sekundierenden Wissenschaftler nutzten die Gelegenheit, um die Bedeutung der freien Sprachausübung als existentiell für die Bewahrung des „Ungarntums“ hervorzuheben.
Die ganze Veranstaltung und dabei vor allem die Ansprache des Präsidenten, ging natürlich in Richtung der Slowakei, die sich mit einer ziemlich vorgestrigen und eigentlich sinnlosen Novelle des „Gesetzes zum Schutz der slowakischen Sprache“ auch noch der letzten Freunde in Ungarn beraubt hat und das am 1. September gegen den weitgefächerten Protest der Ungarn in Kraft treten soll. (siehe unsere Beiträge unten). An der internationalen Konferenz nahmen übrigens auch Vertreter aus der Slowakei und aller anderen Nachbarländer Ungarns teil. Neben pathetischen Beschwörungen, gab es allerdings auch ausgleichende Redner und vieschichtigere Betrachtungen über Recht und Sprache und die historischen Hintergründe in der vielsprachigen Region.
Ungarn ruft Slowakei zur Revision des Sprachengesetzes auf
Der verbale Schlagabtausch zwischen der Slowakei und Ungarn geht weiter
Einstein muss Slowakisch lernen
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




