Erste Hochrechnungen zeigen Vorsprung für Mitte-links-Opposition, endgültiges Ergebnis noch ausstehend.
Stockholm. In Schweden hat das linke Oppositionslager bei der Parlamentswahl am Sonntag einen Vorsprung erzielt. Erste Hochrechnungen hatten die vier linken Oppositionsparteien zunächst deutlich vor dem regierenden Mitte-rechts-Block gesehen. Im Verlauf des Wahlabends entwickelte sich jedoch ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das zuerst auf nur mehr ein Mandat Überhang geschrumpft ist aber schließlich erneut zugunsten der Opposition ausschlug.
Das endgültige Wahlergebnis wird erst in einigen Tagen erwartet, da noch nicht alle Stimmen ausgezählt sind. Die Wahlbeteiligung war hoch, was auf das große Interesse der Bevölkerung an dieser entscheidenden Wahl hindeutet. Die linke Opposition hatte im Wahlkampf unter anderem mit sozialen Themen und einer stärkeren Klimapolitik geworben.
Die regierende Mitte-rechts-Koalition unter Ministerpräsident Ulf Kristersson musste hingegen mit Gegenwind durch wirtschaftliche Herausforderungen und eine steigende Inflation kämpfen. Die Wahl gilt als richtungsweisend für Schweden, da sie für den künftigen Kurs in der Sozial- und Wirtschaftspolitik bestimmend ist.
Während die Auszählung der letzten Stimmen noch läuft, bereiten sich beide Lager auf mögliche Koalitionsverhandlungen vor. Die politische Landschaft in Schweden zeigt sich gespalten – die Wahlsieger sind naturgemäß im leichten Vorteil.
Quellen: ORF
Photo: W.carter / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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