(c) Pester Lloyd / 09 – 2013 NACHRICHTEN 26.02.2013
Hinsichtlich des neuen Nationalbankchefs, der mit Beginn der neuen Woche sein Amt antreten wird, wird es am Freitag die letzte Anhörung vor dem zuständigen Parlamentsausschuss geben. Mittlerweile wird immer klarer, wenn auch offiziell als Geheimnis gehütet, dass Nationalwirtschaft György Matolcsy und damit für die Unabhängigkeit des Institutes, die Stabilität des Forint und die Preise sowie das nicht ganz unwichtige Marktsentiment die schlechteste Wahl getroffen wurde
Als neuer Vize wird ebenfalls ein Parteisoldat, Ádám Balog, gehandelt, dieser ist derzeit Chef desjenigen Parlamentskomitees, das den neuen Zentralbankchef anhört. Als Nachfolger an der Spitze des Finanz- und Wirtschaftsressorts wird höchstwahrscheinlich Mihály Varga kommen, zunächst wichtigster Wirtschaftsberater Orbáns und heute Minister für die IWF-Verhandlungen, die ja längst keine mehr sind. Varga war schon in der ersten Orbán-Regierung Finanzminister. Die Umgestaltung zieht den Ring persönlicher Vertrauter Orbáns an absoluten Schlüsselstellen noch enger. Orbán meinte bei HírTV, dass er klare Vorstellungen davon habe, was der neue Zentralbankchef zu tun hat und wie die Märkte und die Ökonomie darauf reagieren werden. „Aber ich habe ein klares Konzept dafür, wie ein guter Gouverneur zu sein hat.“ Auf jeden Fall wird er besser sein als der jetzige, so der Premier. Der jetzige Nationalbankgouverneur András Simor sieht sich derzeit mit strafrechtlichen Ermittlungen konfrontiert, die als Rache an seinem Eigensinn und der Zugehörigkeit zur falschen politischen Seite anzusehen sind. Die Ermittlungen dazu wurden vom Fidesz-kontrollierten Rechnungshof angestoßen, das zuständige Parlamentskomitee, ebenfalls Fidesz-dominiert, hat sich den Vorwürfen heute angeschlossen.
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