(c) Pester Lloyd / 03 – 2011 WIRTSCHAFT 20.01.2011
Ungarischer Staat baut Arbeitsplatzsubventionen aus
1 Million neue reguläre Arbeitsplätze will die Regierung Orbán binnen zehn Jahren in Ungarn schaffen. Doch bis es soweit ist und der “Neue Széchenyi Plan” zu greifen beginnt, müssen noch alte Rezepte die Arbeitslosigkeit dämpfen helfen. Nach den Plänen des Staatssekretariats für den Arbeitsmarkt könnten ab nächster Woche wiederum 13.600 Arbeitslose befristete Arbeitsplätze über öffentliche Programme erhalten, zumindest im Schnitt über das Jahr. In Spitzenphasen könnte man das Programm auch auf 22.000 bis 24.000 Personen Beschäftigung hochfahren. Dies sei ein „bedeutender Schritt nach vorn“, sagte der zuständige Staatssekretär Czomba dazu, schließlich hätten 2010 nur „9.200 Personen an öffentlichen Arbeitsprogrammen teilgenommen.“
Der Staat fördere auf diese Weise ausgewählte Betriebe, die Arbeitsstellen schaffen können, mit insgesamt ca. 16 Milliarden Forint (ca. 58 Mio. Euro). Die Betriebe müssten selbst insgesamt 1.75 Milliarden Forint (ca. 6.3 Millionen Euro) aufbringen. Bisher hätten sich 139 Betriebe für fünf Ausschreibungen der Förderprogramme beworben. Etwa zwei Drittel der verfügbaren Mittel sollen Ungarns am stärksten benachteiligten Regionen zu gute kommen. Vor allem Gewässerunterhaltung und der Schutz gegen Überflutungen werden in diesem Jahr eine wichtige Rolle einnehmen. Das Ministerium erwartet, darüber 9.150 Personen beschäftigen zu können. Für forstwirtschaftsbetriebe in Staatsbesitz würden Stellen für 2.760 Personen erwartet. Zwischen 1.200 and 1.500 Personen könnten für private Forstwirtschaftsbetriebe arbeiten. Tourismusprojekte im Gebiet um den Plattensee sollen 2.500 Stellen schaffen, Programme für Straßen und Autobahnen zwischen 1.200 and 1.500. Die meisten Stellen seien auf zehn bis elfeinhalb Monate befristet. Gegenüber dem Vorjahr handle es sich um eine Steigerung von etwa sechs Monaten.
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