(c) Pester Lloyd / 41 – 2009 POLITIK 09.10.2009
Bau von 16 regionalen Mikrokliniken in Ungarn
Sechzehn sogenannte regionale Mikrokliniken werden in Ungarn in den nächsten Jahren mit Hilfe von EU-Mitteln gebaut. Dabei handelt es sich um Einrichtungen von unter 1.500 Quadratmeter, die vor allem in ländlichen Gebieten mit schwacher Infrastruktur eine standardisierte und schnelle Medizingrundversorgung sicherstellen sollen. Ziel ist es auch, von hier aus Hausbesuche auszubauen und zu ermöglichen, dass praktisch jeder Patient innerhalb von zwanzig Minuten erreichbar wird.
Eine erste Pilotklinik dieser Art wird jetzt in Gönc, im äußersten Nordosten Ungarns, errichtet, gestern fand die Grundsteinlegung statt. Die Kleinkliniken werden die niedergelassenen Ärzte vor Ort ergänzen, verfügen über einen OP-Raum und zehn stationäre Betten. Das Einzugsgebiet beträgt in etwa 15.000 Personen. Die EU unterstützt das Projekt von sechzehn solcher Kleinkliniken in Ungarn mit 14,3 Mrd. Forint (ca. 52 Mio EUR), das erste Projekt in Gönc wird mit rund 3,5 Mio EUR gefördert. Weitere Fördermittel für eine flächendeckende Ausstattung des Landes sind beantragt, die Genehmigung hängt aber auch von der Gewährleistung gewisser Standards im Betrieb der Kliniken ab.
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




