(c) Pester Lloyd / 39 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Borsodi geht weg wie sauer Bier
22.09.2009 · Wirtschaft
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Die Borsodi Sörgyár in Ungarn geht weg wie sauer Bier
Lediglich einen Bieter gibt es derzeit offenbar für die zum Verkauf stehende Osteuropa-Sparte des Brauriesen Anheuser-Busch InBev. Dieser hatte im Frühjahr „aus strategischen Gründen“ entschieden, sämtliche Beteiligungen in Mittel- und Südosteuropa abzustoßen, dazu gehört auch die traditionsreiche Borsodi Sörgyár. Nach Berichten einer belgischen Zeitung hat sich jedoch bisher nur der Finanzinvestor CVC Capital Partners für die rund ein Dutzend Fabriken interessiert. Doch selbst CVC will den Kauf nur im Verbund mit etlichen Banken stämmen. Der Wert der Brauereien, der sich neben den Verkaufszahlen vor allem auch am Stand der Marken in den jeweiligen Ländern festmacht, wird auf ca. 2,5 bis 3 Mrd. EUR geschätzt. CVC habe aber bisher lediglich rund 1,4 Mrd. geboten, heißt es nach unbestätigten Berichten. Mehr zum Thema:
Dutzende Brauereien in Osteuropa stehen zum Verkauf
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Profitiert Ungarn vom Opel – Deal?
22.09.2009 · Wirtschaft
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Profitiert Ungarn vom Opel – Deal?
Nach Meldungen der Frankfurter Allgemeine Zeitung ist es beschlossene Sache, dass die Produktion von Motoren und Getrieben ais Rüsselsheim ins ungarische Szentgotthárd abwandert. Nach den Plänen der neuen Mehrheitseigentümer Magna International / Sberbank würden rund 10% der Belegschaft, immerhin 1.400 Menschen, im Opel-Stammwerk abgebaut. Insgesamt werden in der neuen Eigentümerstruktur wohl rund 11.000 Jobs verloren gehen, obwohl der deutsche Staat den neuen Besitzern 4,5 Milliarden EUR Kredite zur Krisenbewältigung bewilligt hat. Die Auslagerung der Motoren- und Getriebeproduktion wird sich das Opel- bzw. GM-Werk Szentgotthárd aber mit dem Magna-Werk in Aspern, Österreich, teilen müssen.
Was der Opel-Deal für Ungarn bedeuten kann
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Kampf gegen Scheinfirmen in Ungarn
22.09.2009 · Wirtschaft
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Kampf gegen Scheinfirmen in Ungarn
In diesem Jahr verweigerte oder entzog das ungarische Finanzamt bereits über 600 Firmen die Zuteilung einer Steuernummer und machte sie damit offiziell geschäftsunfähig. Der Grund hinter diesen rigiden Maßnahmen war eine Sonderprüfung, die herausfinden sollte, ob die Firmen überhaupt zum Zwecke einer regulären Geschäftstätigkeit gegründet bzw. angemeldet worden sind. Dazu hat das Finanzamt APEH rund ein Viertel aller 2009 neu gegründeten 23.500 Firmen einer Sonderprüfung unterzogen. Bei den 600 beanstandeten waren weder ein ordentlicher Firmensitz noch eine wirkliche Person aufzutreiben, manche waren sogar auf die Namen von Obdachlosen registriert worden. Es handelte sich also um Briefkastenfirmen. Diese werden in Ungarn gerne gegründet, um Rechnungen für fiktive Geschäfte auszutauschen, damit ein anderes Unternehmen die Steuerberechnungsgrundlage verringern, sprich, Steuern hinterziehen kann.
Löhne, Lügen und Leben in Ungarn
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Wienerberger schließt halb Ungarn
22.09.2009 · Wirtschaft
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Wienerberger schließt halb Ungarn
Der österreichsiche Baumaterialhersteller wird drei seiner Ziegelfabriken in Ungarn schließen und in drei weiteren die Produktion nahezu stillstehen lassen, bis sich die Nachfragesituation auf in- wie ausländischen Märkten wieder verbessert. Insgesamt betreibt Wienerberger zwölf Ziegelfabriken allein in Ungarn und hat damit enorme Überkapazitäten aufgebaut. Nach Angaben von MTI ist die Binnennachfrage nach Ziegeln in Ungarn um bis zu 40% eingebrochen. Auch die von dort aus belieferten Märkte in Rumänien und Ukraine haben stark nachgelassen. In Ungarn werden vorerst 230 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren, 330 bleiben vorerst noch im Sold der Firma.
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Neues Bürgerliches Gesetzbuch für Ungarn beschlossen
23.09.2009 · Politik
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Neues Bürgerliches Gesetzbuch für Ungarn beschlossen
Anfang der Woche beschloss das ungarische Parlament mit der Mehrheit der Stimmen der ehemaligen Koalition aus MSZP und SZDSZ ein neues Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Fidesz und die meisten MDF-Abgeordneten stimmten dagegen. Die Veränderungen treten am 1. Mai 2010 in Kraft, so dass der Bevölkerung, vor allem aber auch Richtern und Rechtsanwälten noch Zeit bleibt, die Neuerungen in den 1.200 Paragraphen zu verstehen. Aus dem Gesetz wurden nicht nur verstaubte Formulierungen und totes Recht entfernt, sondern auch solche Pragrafen, die nicht mehr mit der aktuellen Rechtsprechung übereinstimmen oder durch die Verabschiedung neuer Gesetze obsolet geworden sind, darunter z.B. auch die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Allerdings wurde das Verbot der Kindesadoption ins BGB aufgenommen. Konkreter formuliert wurden auch die Absätze über die Rechte für Menschen mit Behinderung, der Schutz der Wohnung und des Individuums. So wurde u.a. das Recht verankert, dass ein Mensch, der öffentlich wegen der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe beleidigt wurde, eine Entschuldigung fordern kann.
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Gaspreise in Ungarn fallen im Oktober um 10%
23.09.2009 · Wirtschaft
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Gaspreise in Ungarn fallen im Oktober um 10%
Vorerst gute Nachrichten für Ungarns Gaskunden. Ab 1. Oktober werden die Einzelhandelspreise für die meisten Gaskunden in Ungarn um fast 10% fallen, je nach Vertrag und Lieferant. Das teilte das Ungarische Energieamt (MEH) mit. Genauere Ankündigungen der einzelnen Anbieter treffen in den nächsten Tage bei den Kunden ein. Im Gegensatz dazu steigen die Preise für Heizöl und andere erdölbasierte Produkte. Auch der Importpreis für Gas aus Russland wird steigen, von 260 auf 290 USD pro Kubikmeter. Hinter den sinkenden Preisen steht jedoch der politische Wille der Regierung, da sich viele Ungarn unter den jetztigen Bedingungen Gas sonst nicht mehr leisten könnten. Die Zahlungsrückstände haben sich binnen 12 Monaten mehr als verdoppelt. E.ON läßt sich die Gewinnausfälle aus der Differenz von sinkenden Einzelhandels- aber steigenden Einkaufspreisen sowie die Verluste aus den Währungsschwankungen übrigens vom ungarischen Staat kompensieren. Das ist vertraglich so vereinbart. Letztlich zahlt also der Steuerzahler, damit also auch jeder Gaskunde die Zeche. Das merkt er dann freilich erst später.
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