(c) Pester Lloyd / 6 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Toyota ruft 22.000 Fahrzeuge in Ungarn zurück
09.02.2010 · Wirtschaft
Die Pannenserie beim (noch) weltgrößten Autohersteller, Toyota, hat auch Ungarn nicht verschont. Insgesamt sind von der weltweiten Rückrufaktion 22.000 in Ungarn zugelassene Fahrzeuge der HErstellungsjahre 2007-2010 betroffen, teilte der Kommunikationsdirektor der Toyota MotorHungary, Ferenc Som mit. Der Grund seien „mögliche Probleme mit dem Gaspedal“. Man werde an alle betroffenen Toyota-Besitzer in Kürze Informationsbriefe versenden, Ende der Woche werden ausreichend Ersatzteile in Ungarn zur Verfügung stehen. Er betonte, dass es sich um eine „vorbeugende Maßnahme“ handele, schließlich habe es wegen der Pedale „bisher weder in Ungarn noch sonst in Europa“ einen Unfall gegeben. Weltweit müssen 4,2 Millionen Toyota an die Box.
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Ungarn verkauft Immobilienbesitz im Ausland
11.02.2010 · Nachrichten
Ungarn verkauft Immobilienbesitz im Ausland
Das ungarische Außenministerium hat angekündigt, einige Auslandsimmobilien Ungarns verkaufen zu wollen, bzw. müssen. Die Notwendigkeit ergibt sich zum einen aus Anfoderungen des Haushaltsgesetzes 2010. Außerdem werde man mit den Erlösen zusätzliche Kosten decken, die im ersten Halbjahr 2011 durch die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Ungarn anfallen werden. Auf der Verkaufsliste steht dabei unter anderem das Gebäude der ehemaligen Botschaft in der Turmstraße in Bonn, das, neben anderen Liegenschaften im Ausland in öffentlichen Ausschreibungen angeboten werden soll. Außenminister Péter Balázs erhofft sich insgesamt Einnahmen von rund 10 Mio EUR. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die Deals noch vor den Parlamentswahlen im april über die Bühne gehen. Die Opposition hatte vor solchen Verkäufen gewarnt, da man deren Rechtmäßigkeit anzweifeln werde. Im Falle von 27 inländischen Ferienobjekten im Besitz der Regierung für die neue Eigentümer bzw. Pächter gesucht werden, hat man schon ein entsprechendes Moratorium erreicht.
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Coop Ungarn bietet eigene Kreditkarte an
11.02.2010 · Wirtschaft
Coop Ungarn bietet eigene Kreditkarte an
Die größte ungarische Einzelhandelskette für Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs, Coop, hat angekündigt, die Kundenkarten des Unternehmens zukünftig um die Funktion als reguläre Kreditkarte zu erweitern. Dazu gründete das Unternehmen, das 2.200 eigene Supermärkte und 3.000 Lebensmittelläden über Franchising betreibt sowie als Großhändler weitere unabhängige Händler beliefert, eigens eine eigene „Bank“, die Coop Hitel Zrt., mit einem registrierten Stammkapital von 500 Mio Forint (1,8 Mio EUR). Die Freischaltung als Kreditkarte könne dann unkompliziert in jedem Geschäft vorgenommen werden. Der Service soll Mitte des Jahres starten. Außerdem investiert Coop 2010 1,5 Milliarden Forint, ca. 5,4 Mio EUR in Expansionen und die Renovierung von bis zu 500 Geschäften, im letzten Jahr eröffnete man mit 3 Mrd. Forint zehn neue 700-Quadratmeter-Geschäfte als Antwort auf die wachsende Zahl von ausländischen Discountern an den Peripherien der Städte. Coop, das in einer Art aktionärsrechtlichen Genossenschaft vor allem von seinen Lieferanten besessen wird, ist über die Coop-Euor AS auch mit den Pendants in Tschechien und der Slowakei verbunden, betreibt zehn eigene Logistikcenter und führt eine eigene Marke, die mit 800 Produkten bereits rund 20% des Umsatzes erlöst. Bei welchem Supermarkt in Ungarn kaufen Sie am liebsten ein? Leserumfrage
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Österreich gewinnt im Einkaufstourismus
11.02.2010 · Wirtschaft
Österreich gewinnt im Einkaufstourismus
„Der Osten“ ist für Österreich auch im Einzelhandel ein klarer Gewinn und generiert über 900 Millionen EUR Einzelhandelsüberschuss pro Jahr. „Niederösterreichs Einzelhandelsstandorte saugen jährlich knapp 270 Millionen Euro an Kaufkraft aus den grenznahen Bezirken von Ungarn, Tschechien und der Slowakei ab.“ meldet der „Wirtschaftspressedienst“ der Wirtschaftskammer von Niederösterreich.
Demgegenüber kaufen die Niederösterreicher nur um etwas mehr als 170 Millionen Euro Waren im benachbarten Ausland ein. Das ergibt eine positive Kaufkraftbilanz von fast 100 Millionen Euro zugunsten des niederösterreichischen Einzelhandels, wie die Cima Beratung + Management GmbH aus Ried/Innkreis erhoben hat. Eine noch bessere Handelsbilanz als Niederösterreich weisen danach lediglich Wien – 312 Millionen Euro an Kaufkraftzufluss – und Tirol (187 Millionen) auf.
Insgesamt lukriert Österreichs Einzelhandel pro Jahr um 921 Millionen Euro mehr aus den Grenzregionen des benachbarten Auslands, als dorthin abfließen. Damit wäre auch das weit verbreitete Vorurteil, dass der „Billigeinkauf“ bei den östlichen Nachbarn den Einzelhandel in Österreich zerstört, schlagkräftig widerlegt.
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Holocaust-Opfer verklagen ungarische Staatsbahn MÁV
11.02.2010 · Nachrichten
Holocaust – Opfer verklagen ungarische Staatsbahn MÁV
Holocaust-Überlebende und Erben von Opfern des Holocaust in Ungarn reichten an einem Gericht in Chicago Klage gegen die ungarische Bahn, MÁV ein. Sie fordern Entschädigung dafür, dass die Staatsbahn zwischen März und Oktober 1944 an der Deportation von jüdischen Bürgern Ungarns und anderer Nationen in die Vernichtungslager mitgewirkt hat. Die Gesamtforderung der Rechtsvertreter der heute meist in den USA und Israel lebenden Kläger beläuft sich auf 1,24 Milliarden Dollar (knapp 900 Mio EUR). Der Klage liegen jahrelange Recherchen zu Grunde, mit denen man genau beweisen könne, dass sich die damaligen MÁV-Mitarbeiter und Manager völlig darüber im Klaren gewesen sein müssen, dass die gebuchten Transporte für rund 430.000 Juden in die Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz führen sollten und führten. Der Fall wurde an das nördliche Bezirksgericht von Illinois geleitet, ein Richter hat die Klage bereits als formal berechtigt angenommen.
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Pannon mit Umsatz- und Gewinnrückgängen aber starkem Aufschwung bei mobilen Breitbandangeboten
11.02.2010 · Wirtschaft
Pannon mit Umsatz- und Gewinnrückgängen aber starkem Aufschwung bei mobilen Breitbandangeboten
Der zweitgrößte ungarische Mobilfunkanbieter Pannon GSM, in mehrheitlichem Besitz der norwegischen Telenor, hat ein Betriebsergebnis für 2009 von 73,4 Milliarden Forint gemeldet (EBITDA, also vor Steuern, Zinsen, Rückstellungen, Abschreibungen), umgerechnet ca. 270 Mio EUR. Das sind 3,6 Milliarden Forint weniger als 2008. Das teilte der Vorstandschef des Unternehmens, Anders Jensen, auf einer Pressekonferenz in Budapest mit. Die Umsätze fielen 2009 um 11 auf 177 Mrd. HUF, wofür man den „wachsenden Druck durch Arbeitsolsigkeit und Konsumzurückhaltung“ verantwortlich macht. Neben den gesunkenen Umsätzen aus den verbrauchten Gesprächsminuten, spiegele das Ergebnis aber auch den langfrstigen Trend zu geringeren Gewinnspannen im Mobilfunkgechäft wider, so Jensen. Mobile Breitbandangebote (Internet, TV) legten um 87% zu. Seinen Marktanteil beim mobilen Internet gibt Pannon GSM mit knapp 30% an, hier will man die Marktführerschaft übernehmen. Man werde weiter Kosten sparen, 2010 rund 3 Mrd. Forint, die Finanzkosten (also Zinsen für Kredite) senkte man 2009 um fast 28% auf 12,9 Mrd. Forint. Langfristige und werthaltige Investitionen in Technologie, Immobilien etc, sollen um 20% gesteigert werden. www.pannon.hu
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