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Nordkorea entlässt Verteidigungsminister – Politische Umwälzungen im Regime

Die überraschende Entlassung des Verteidigungsministers könnte auf interne Machtkämpfe hindeuten.

Pjöngjang. Nordkorea hat seinen Verteidigungsminister No Kwang Chol entlassen. Die Entlassung erfolgte ohne Angabe von Gründen, was in der abgeschotteten Diktatur nicht unüblich ist. No Kwang Chol wurde zudem in der Hierarchie der Arbeiterpartei zum Vizedirektor der Abteilung für Rüstungsindustrie herabgesetzt.

Bei einer von Machthaber Kim Jong Un geleiteten Sitzung wurden Pläne zur strukturellen Neuorganisation der Militärführung beschlossen, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Neuer Verteidigungsminister wird Kim Song Gi, der bisherige Leiter des Generalpolitbüros der Koreanischen Volksarmee. KCNA berichtete von weiteren Beförderungen im Zuge des Umbaus der Militärführung.

Der entlassene Minister war nur vergleichsweise kurz im Amt. Die plötzliche Absetzung könnte darauf hindeuten, dass es hinter den Kulissen zu Spannungen gekommen ist, möglicherweise im Zusammenhang mit der militärischen Ausrichtung des Landes.

Die außerordentlich Autoritäre Diktatur Nordkorea ist bekannt für ihre strikte Geheimhaltung und die häufigen Wechsel in der Führungsebene.

Nordkorea unterliegt wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen. In den vergangenen Jahren baute das kommunistisch geführte Land seine Beziehungen zu Russland aus, während es Südkorea als seinen „feindlichsten“ Gegner bezeichnet. Die beiden Staaten auf der koreanischen Halbinsel befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, da der Koreakrieg 1953 nur mit einem Waffenstillstand endete.

Quellen: ORF
Photo: Kim Jong Un – Владимир Смирнов / ТАСС / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

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