Serbien organisiert ein Staatsbegräbnis für den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladić.
Belgrad. Ratko Mladić, der ehemalige bosnisch-serbische General und verurteilte Kriegsverbrecher, ist verstorben. Die serbische Regierung hat angekündigt, ihm ein Staatsbegräbnis zu gewähren. Mladić, der in Den Haag inhaftiert war, wurde für seine Rolle im Bosnienkrieg, insbesondere beim Massaker von Srebrenica, verurteilt.
In der serbischen Region Republika Srpska in Bosnien versammelten sich zahlreiche Menschen, um Mladić zu gedenken. Die Reaktionen auf seinen Tod sind gespalten: Während serbische Nationalisten und pro-regierungsnahe Medien Mladić als Helden feiern, sehen ihn viele Bosniaken als Symbol für Kriegsverbrechen und Völkermord.
Die Entscheidung der serbischen Regierung, Mladić mit Staatsbegräbnis zu ehren, stößt international auf heftige Kritik. Menschenrechtsorganisationen und Überlebende des Bosnienkriegs verurteilen diese Maßnahme als Verherrlichung eines Kriegsverbrechers.
Mladićs Tod und das geplante Begräbnis werfen erneut ein Licht auf die tiefen ethnischen Spannungen und die anhaltenden politischen Konflikte auf dem Balkan. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge, da solche Ereignisse die Stabilität in der Region gefährden könnten.
Die serbische Regierung hat noch keine genauen Details zum Ablauf des Staatsbegräbnisses bekanntgegeben.
Quellen: Balkan Insight
Photo: UN International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren







