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Ungarn verhandelt erneut über Norwegen-Fonds – Milliarden an Fördergeldern möglich

Die Regierung strebt eine Einigung über 92 Milliarden Forint für Entwicklungsprojekte an.

Budapest. Die ungarische Regierung hat die Verhandlungen über die Norwegen-Fonds wieder aufgenommen, die Ungarn erhebliche finanzielle Unterstützung für Entwicklungsprojekte bieten könnten. Laut der ungarischen Außenministerin Anita Orbán könnten über 92 Milliarden Forint (ca. 260 Millionen Euro) an Fördergeldern nach Ungarn fließen.

Die sogenannten Norwegen-Fonds, die von Norwegen, Island und Liechtenstein im Rahmen des Europäischen Wirtschaftsraums bereitgestellt werden, zielen darauf ab, die wirtschaftliche und soziale Kluft in der EU zu verringern. Orbán betonte, dass die ungarische Regierung bestrebt sei, diese Mittel für grüne Projekte, lokale Gemeinschaften, kulturelle Initiativen und Gesundheits- sowie institutionelle Verbesserungen zu nutzen.

Die Verhandlungen über die Mittelvergabe waren in der Vergangenheit aufgrund politischer Differenzen ins Stocken geraten. Unter der Regierung von Viktor Orbán war keiner der Geldgeber bereit, Ungarn Förderungen zu gewähren – mit verweis auf die von Internationalen Organisationen festgestellte systematische Korruption.

Die Wiederaufnahme der Gespräche könnte jedoch den Weg für eine Einigung ebnen, die sowohl der ungarischen Regierung als auch den beteiligten EFTA-Staaten zugutekommt.

Die aktuelle Förderperiode der Norwegen-Fonds umfasst die Jahre 2021 bis 2027. Eine erfolgreiche Einigung kann in kurzer Zeit Investitionen in Ungarns nachhaltige Entwicklung und soziale Infrastruktur ermöglichen.

Die Verhandlungen sind Teil einer breiteren Strategie Ungarns, internationale Fördermittel zu nutzen, um wichtige nationale Projekte voranzutreiben. Ein Abschluss der Verhandlungen wird in den kommenden Monaten erwartet.

Quellen: 444
Photo: Screenshot der sogenannten Norwegen-Fonds, PL

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