(c) Pester Lloyd / 39 – 2012 NACHRICHTEN 25.09.2012
Das Wirtschaftsforschungsinstitut Szazadvég hat als eines der letzten seiner Art die Wachstumsprognose für das BIP in Ungarn für 2012 von zuvor +0,1% auf -1% korrigiert. Die Korrektur kam nur Tage, nachdem auch ein Regierungsoffizieller eingestand, dass die im Budget projektierten +0,1% nicht mehr zu halten sein werden. Der Gleichschritt mit der Regierung kommt nicht von ungefähr, ein Gründer des Institutes (der politischen Abteilung) wurde vor einigen Monaten Regierungssprecher, das Institut muss als Fidesz-nah gelten. "Die notwendigen Maßnahmen zum Erreichen des Defizitziels hätten einen signifkanten Rückgang der Investitionen und einen stagnierenden Konsum zur Folge." so die Begründung für den Prognoseschwenk heute, der auch für das Jahr 2013 gilt. Hier geht man, anstatt von 1,5%, nun von 0,9% Wachstum aus, eine Ansicht, die der Regierung bisher noch nicht folgen konnte, ist sie doch noch mit dem Stopfen von Löchern beschäftigt, die schon aufgrund der optimistischeren Einschätzung an allen Ecken und Enden aufreißen. Mehr zum Voodoo-Budget der Regierung 2013.
Das Institut schätzt ein, dass die Regierung das Budget für 2013 nochmals um Ausgaben von rund 350 Milliarden Forint (1,4 Mrd. EUR) kürzen muss, um das 2,2%ige Defizitziel zu erreichen, andernfalls würde man bei 3,4% landen. Die Inflationsprognose steht bei 5,7% für 2012 (Derzeit 6,1%), für 2013 bei 4,3%. Der Konsum wird für 2012 mit -0,3% eingschätzt, 2013 steht dann +-0, das Jahr, in dem sich nach der Regierungsplanung, die „Reformen für die Menschen auszahlen“ sollten. Die Investitionen werden in diesem Jahr um 5% zurückgehen (derzeit -7%), im nächsten noch 1,4%, wegen „der schlechten Kreditlage, schwachen Verbrauchs und der unsteten Investitionsumgebung.“ Das Defizitziel von 2,5% für 2012 wird die Regierung wegen geringerer Steuereinnahmen knapp verfehlen und 2,7% erreichen, so Szazadvég. Weitere Wirtschaftsdaten und -meldungen im Ressort
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