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Banken in Ungarn sollen mit Steuerrabatten zur Kreditvergabe gelockt werden

(c) Pester Lloyd / 08 – 2013 NACHRICHTEN 20.02.2013

Die in Ungarn tätigen Banken igeln sich immer mehr ein, das Kreditgeschäft schrumpft weiter, Töchter ausländischer Banken ziehen im Milliardenmaßstab Gelder ab, die Abschreibungen fauler Kredite kosten weitere Millionen. Ungarn ist zu unberechenbar geworden, Geld lässt sich eigentlich nur noch im Guthabenbereich verdienen (also z.B. mit europaweit – umgerechnet auf die Einkommen – einmalig hohen Bearbeitungs- und Kontoführungsgebühren) oder mit Vermögensanlage, Aktie- und Währungshandel etc. Natürlich wird auch im Kreditgeschäft kräftig verdient, trotz fauler Portfolioanteile von 15% und darüber. Gerade trat die K&H Bank in Ungarn den Beweis an , dass man trotz schrumpfender Bilanzsumme beachtliche Gewinne realisieren kann. Schnell wie der Wind: Werbung für den OTP-Schnellkredit. Eher nichts für KMU, aber für sponante Konsumjunkies… Wo die Raten dann herkommen, weiß oft auch nur der Wind

Die Regierung, dieselbe welche Sondersteuer, Transaktionssteuer, Forex-Ablöse zum Fantasiekurs sowie die Drohung auf Beschneidung der Einlagemöglichkeiten bei der Zentralbank und vieles mehr zu verantworten hat, will nun gegensteuern und den Banken „Anreize“ schaffen, damit diese das Kreditgeschäft, gemeint hier vornehmlich jenes für die kleine und mittelständische Wirtschaft, ankurbeln. Dazu will man – das ist neu – mit den Banken gemeinsam verhandeln und ein „aggressiveres System“ zur Kreditförderung erarbeiten. Vorstellbar wären u.a. Gutschriften bzw. Nachlässe auf die von der Ausnahme zur dauherhaften Bankenzusatzsteuer mutierten Sondersteuer. Ob das genügt, ist zweifelhaft, denn die Probleme, die die Geschäftsbanken mit der Regierung und dem von ihr geschaffenen Geschäftsumfeld haben, sind doch etwas komplexer. Finanzstaatssekretär Pleschinger kündigte die Gesprächsbereitschaft über das Radio an, die Bankenvereinigung stimmte zu.

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