(c) Pester Lloyd / 07 – 2011 POLITIK 16.02.2011
Nach einigem Zögern hat sich die ungarische Regierung offenbar doch auf eine Summe für die Subventionierung der von Audi in Ungarn geplanten Investiotion über bis zu 900 Mio EUR festgelegt. Demnach sollen 11 Milliarden Forint, ca. 40 Mio EUR aus der Staatskasse bzw. über Steuergutschriften gezahlt werden. Das ist nicht nur deutlich weniger als die bisher gewährten 8-10% auf die Investitionssumme und die bereits im Oktober kolportierten rund 80 Mio, sondern auch viel weniger, als andere wichtige Investoren, Daimler für sein Mercedes-Werk in Kecskemét sowie GM für das Opelwerk in Szentgotthárd, zugesagt bekamen. Erst kürzlich hatte die Regierung einen neuen Berechnungsrahmen pro geschaffenem Arbeitsplatz für staatliche Zuschüsse angekündigt und die Zahlungen auch davon abhängig gemacht, dass ein Großteil der Bau- und Zuliefereraufträge der Investition an ungarische Unternehmen fließen müssten. Nach Rechnung der Wirtschaftszeitung Világgazdaság entsteht nun aber zwischen den Investoren ein ziemliches Ungleichgewicht bei den Zuschüssen. Auf Audi entfielen so rund 6 Mio Forint (22.000 EUR) pro neuem Arbeitsplatz (1800 sind geplant), während GM 9,4 Mio und Mercedes 8,8 Mio (34.000 bzw. 32.500 EUR) erhalten würden.
Dennoch läge die Zahlung an Audi leicht über dem für die Zukunft angekündigten neuen Maixmalzuschuss von 5 Mio. HUF pro Arbeitsplatz. Allerdings habe die ungarische Regierung Audi angeboten, eine neue Autobahnzufahrt zu finanzieren sowie einen weiteren technischen Studiengang an der Uni Györ zu unterstützen. Die genannten Zahlen sind offiziel noch nicht bestätigt, doch die Zeitung beruft sich auf verlässliche, regierungsnahe Kreise.
Zum Thema:
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