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Deutscher Dioxinskandal: Slowakei stoppt, Russland warnt, Ungarn beruhigt

(c) Pester Lloyd / 02 – 2011 POLITIK 10.01.2011

Dioxinskandal in Deutschland: Slowakei stoppt, Russland warnt, Ungarn beruhigt

Während die Slowakei bereits ein vorläufiges Einfuhrverbot für Eier und Geflügelfleisch aus Deutschland verhängt hat, gibt man in Ungarn Entwarnung, obwohl schon Eier aus Deutschland aufgetaucht sein sollen. Sowohl das Ungarische Landwirtschaftsministerium als auch das Amt für Lebensmittelsicherheit MEBIH teilten am Wochenende mit, „dass nach jetzigem Kenntnisstand“ weder Lebensmittel noch Tierfutter mit überhöhtem Dixoingehalt aus Deutschland nach Ungarn gelangt sind. Die deutschen Behörden hätten die Handelsbeziehungen des Futtermittelherstellers offengelegt, wonach der im Ausland lediglich zwei Betriebe in Holland beliefert habe, die gesamte restliche Produktion jedoch in Deutschland verkauft worden ist. Die ungarischen Behörden beziehen sich damit auf Informationen, die sie über das RASFF, das Rapid Alert System for Food and Feed der EU erhalten haben. Der Landwirtschaftsminister hat die Behörden aber zu erhöhter Aufmerksamkeit und genaueren Kontrollen aufgefordert. Entgegen den Aussagen des Ministers berichtete die regierungsnahe Zeitung „Magyar Nemzet“ am Freitag jedoch von der Beschlagnahme einer Partie Eier aus Deutschland in einem Budapester Supermarkt wegen des Verdachts der Dioxinkontamination, Testergebnisse werden noch erwartet.

Auch Russland will alle tierischen Nahrungsmittel, die aus Deutschland importiert werden, schärfer kontrollieren. Das kündigte die russische Agrar-Aufsichtsbehörde Rosselchosnadsor am Samstag an. Von einem Einfuhrverbot war aber zunächst nicht die Rede. „Wenn die deutsche Seite die erforderlichen Informationen nicht zur Verfügung stelle oder keine geeigneten Maßnahmen zur Beseitigung der Folgen des Vorfalls ergreife, behalte sich Rosselchosnadsor das Recht vor, die Einfuhr von tierischen Lebensmitteln aus betroffenen Regionen zu beschränken“, zitierte RIA Novosti die Behörde.

Die Herkunft von Eiern kann in der EU durch den Konsumenten leicht durch den Länderaufdruck, z.B. HU, DE oder AT identifiziert werden. Hier mehr dazu: http://www.rund-ums-ei.at/index.php?id=kennzeichnung

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