(c) Pester Lloyd / 45 – 2009 POLITIK 05.11.2009
Von Streithähnen zu Brückenbauern
Die Außenminister der Slowakei und Ungarn trafen sich zum Etappengespräch
Am Dienstag trafen sich die Außenminister der Slowakei und Ungarn, Miroslav Lajcák und Péter Balázs, im nordungarischen Grenzort Ráróspuszta, um den Fortgang des zwischen beiden Premiers vereinbarten „Friedensplans“ zu erörtern. Symbolisch war denn auch die Handlung der beiden Chefdiplomaten als sie den Grundstein für eine neue Brücke über den Fluss Ipel`/ Ipoly legten, der auf 140 km die Grenze beider Länder markiert.
In dem 11-Punkte-Plan, der nach heftigen Streitigkeiten zwischen beiden Ländern u.a. wegen eines Sprachengesetzes in der Slowakei und eines Einreiseverbotes für den ungarischen Präsidenten, vereinbart wurde, sollten u.a. viele kleine Schritte den großen Problemen zu Leibe rücken. Symbolisch war denn auch die Handlung der beiden Chefdiplomaten als sie den Grundstein für eine neue Brücke über den Fluss Ipel`/ Ipoly legten, der auf 140 km die Grenze beider Länder markiert. „Ich glaube, dass wir auf politischer Ebene wissen, was man von uns erwartet, aber gleichzeitig fordere ich mehr solche Initiativen, die unsere Völker einander annähern, Wege suchen und Brücken schlagen“, sagte Lajcák nach der Grundsteinlegung. Sein ungarischer Partner betonte ebenfalls die Bedeutung des Baus dieser Brücke als auch die Bedeutung der Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen. Die Minister setzen ihre Gespräche danach im slowakischen Banská Bystrica fort, wo sie die Erfüllung der 11-Punkte-Erklärung, die die beiden Premierminister Robert Fico und Gordon Bajnai im ungarischen Szécsényi unterschrieben hatten, bewerten. Die neuen Straßenbrücken über die Ipoly sind das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts im Rahmen des Programms der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Ungarn und der Slowakei von 2007 bis 2013. Die Brücke in Ráróspuszta wird die erste einer Serie von festen Brücken sein. Sie sollte während des kommenden Jahres fertiggestellt werden. Die Kosten für den Bau der Brücken über die Ipel betragen sieben Millionen Euro. Die Brücken knüpfen an Straßen an, die nicht vom Staat, sondern von der Selbstverwaltungsregion Banská Bystrica verwaltet werden. Die Kosten werden zu 85 Prozent von der Europäischen Union übernommen, die restlichen 15 Prozent teilen sich die beiden Länder. Früher führten einmal fast fünzig Brücken über diesen Fluss, davon sind heute aber nur noch vier in Betrieb.
11 Fortschrittchen (11.09.2009)
Bajnai und Fico trafen sich zu „Friedensverhandlungen“ Slowakei – Ungarn
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