(c) Pester Lloyd / 45 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Ungarische Regierung lässt sich öffentlich impfen
05.11.2009 · Politik
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Ungarische Regierung lässt sich öffentlich impfen
Am Mittwoch haben sich mehrere ungarische Regierungsmitglieder öffentlich gegen die neue Grippe impfen lassen. Der Regierungschef bekam seine Anti-A/H1N1-Dosis bereits am Dienstag. In der letzten Woche haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums 12.500 Menschen mit Symptomen der neuen Grippe in Arztpraxen und Krankenhäusern gemeldet, in der Woche davor sollen es rund 14.000 gewesen sein.
Diese Zahlen, so beschwichtigte Gesundheitsminister Tamás Székely, seien zu niedrig, um für Ungarn eine Epidemie auszurufen. In der Öffentlichkeit rumorte es, angeheizt von diversen Medien, in den letzten Tagen heftig, weil es viel zu wenig Impfstoff in den Apotheken zu kaufen gab. Bis heute, Donnerstag, so der Minister sollte das Vaccine in allen Apotheken des Landes ausreichend verfügbar sein. Am Dienstag starb in Szolnok ein 15jähriger Junge, bei dem auch der Virus der neuen Grippe nachgewiesen wurde. Auch in Ungarn hält die Diskussion über die Notwendigkeit der Impfung und die Sicherheit des im Lande entwickelten Impfstoffs vor allem für Kinder und Schwangere, weiter an.
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Industrieproduktion in Ungarn zieht leicht an
06.11.2009 · Wirtschaft
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Industrieproduktion in Ungarn zieht leicht an
Von August auf September ist die Industrieproduktion in Ungarn um mehr als 3% gestiegen. Darüber freuen sich die Fachleute deshalb so sehr, weil das niemand erwartet hatte. Dass die jetzt vom Statistischen Zentralamt vorgelegten Zahlen dennoch einen Rückgang der Industrieproduktion im September gegenüber dem Vorjahr von 15% bedeutet, erschreckt niemanden mehr, noch im August waren es nämlich fast 20, davor sogar einmal bis 24%. Volkswirte begrüßen diesen Rückgang des Rückgangs zwar, erwähnen aber auch, dass die Einbremsung der Abwärtsbewegung langsamer gekommen ist als in vergleichbaren Volkswirtschaften der Region. Außerdem beruht die Entwicklung derzeit fast ausschließlich auf der leichten Erholung der Exportmärkte, die Binnennachfrage wird in näherer Zukunft kaum anziehen. Die ungarische Industrie produziert derzeit etwa so viel wie im Jahre 2005.
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Lehrer demonstrierten in Budapest
07.11.2009 · Politik
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Lehrer demonstrierten in Budapest
Die ungarischen Eisenbahner haben gegen Streckeneinstellungen und Verschuldung der Bahn protestiert und werden es wieder tun, die Milchbauern demonstrierten gerade gegen die Preispolitik der Handelsketten, nun gehen die Lehrer auf die Straße. Achtzehn Berufsverbände, Gewerkschaften und andere Nichtregierungsorganisationen demonstrierten am Samstag in Budapest gegen das aus ihrer Sicht unverantwortlich zusammengestrichene Bildungsbudget für 2010. Sie bemängeln vor allem den gesellschaftlich falschen Denkansatz im Entwurf des Technokraten, Regierungschef Gordon Bajnai. Man könne Bildung und Kinderbetreuung nicht einfach nach einem Kosten-Nutzen-Verhältnis ausrichten. Es gehe um die Zukunft der Kinder. Diese werde in Ungarn gerade weggespart. Allein im öffentlichen Bildungswesen würden im kommenden Jahr rund 63 Milliarden Forint fehlen (ca. 230 Mio EUR). Rund 1000 Menschen machten ihrem Unmut mit lauten Hupen Luft.
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