(c) Pester Lloyd / 13 – 2013 NACHRICHTEN 28.03.2013
Nachdem E.ON seine beiden ungarischen Gastöchter für Lagerung und Distribution in einem an die Regierung verkaufte (Wie am Donnerstag bekannt wurde, ist der Verkauf der E.ON-Gastöchter an Ungarn am Donnerstag für 870 Mio. EUR über die Bühne gegangen.), interessiert sich ein Investor auch für das von E.ON gehaltene Kraftwerk im nordwestungarischen Gönyű. Angeblich tastet der russische Gigant Gazprom gerade vor. Eric Depulet, Chef der E.ON Hungária, sagte jedoch, dass sein Unternehmen nicht vorhabe, sich vom ungarischen Markt gänzlich zurückzuziehen, schloss aber weitere "Devestitionen" nicht aus. Zuvor hatte bereits RWE angekündigt , seine Investitionen in Ungarn wegen der "Quasi-Enteignung" durch den gesetzlichen Tarifcut um die Hälfte zurückzufahren. Auch E.ON ist von der – vorerst – 10%igen Preisreduktion für Strom, Gas und Fernheizung für Privatkunden betroffen. Man sei dabei zwar "grundsätzlich zur Koopertion" mit der Regierung bereit, verstehe aber die Argumentationsweise der Regierung hinsichtlich der angeblichen "exzessiven Gewinne" nicht
Es stimme auch nicht, dass sein Unternehmen Milliardengewinne aus dem Lande ziehe, das meiste bleibe im Lande, werde reinvestiert oder für schlechte Zeiten beiseite gelegt. Seine Gewinnspanne liege im Rahmen dessen, was die Regulierung möglich mache bei 7-8% auf das eingesetzte Kapital. Offenbar halte die Regierung jedoch jeden Gewinn für exzessiv, die staatliche Energiebehörde wüsste hingegen, welche Gewinnspannen in Ungarn realisierbar waren und sind. Er sehe zwar auch, dass im Verhältnis zu den Einkommen die Energiepreise in Ungarn im europäischen Vergleich sehr hoch seien, doch mehr als 1-2 Verlustjahre könne kein Unternehmen hinnehmen. Die Regierung schaffe auf diese Weise Liefersicherheitsrisiken, drohte – indirekt – der Manager und verlangte eine echte Kooperation in Preisfragen, kein Diktat. Wer sitzt am Schalter? Energiepreispolitik in Ungarn zwischen Wahlkampf und Ökonomie (Energiepreispolitik in Ungarn zwischen Wahlkampf und Ökonomie)
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