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Gericht befasst sich mit schulischer Ausgrenzung von Roma in Ungarn

(c) Pester Lloyd / 39 – 2012 NACHRICHTEN 28.09.2012

Segregation von Roma in Ungarn vor Gericht Ein Gericht in Eger hat darüber zu befinden, ob es in dem durch rechtsextremistische Randale und Nötigung bekannt gewordenen Ort Gyöngyöspata eine schulische Segregation der Kinder aus Romafamilien gibt. Während Schulleitung und die von der neofaschistischen Jobbik geführte Gemeindevertretung solches verneinen, belegen Zeugenaussagen, Videobeweise sowie der Bericht eines parlamentarischen Ombudsmannes das Gegenteil. Romakinder werden danach gezielt in „gesonderten Klassen“ konzentriert, unabhängig von Verhalten, Leistung und Begabung. Sie müssen von Plastikgeschirr essen, während die „Ungarn“ von Porzellan tafeln, müssen im Schwimmunterricht zuschauen, weil sie, so die Aussage eines Lehrers, „sonst das Wasser verschmutzen“. Ein Video zeigt, wie bei einer Schulveranstaltung die Romakinder in der Aula separat hinein- und hinausgeführt werden.

Am ersten Verhandlungstag standen Zeugenvernehmungen auf dem Plan, der Prozess, der von einer NGO unterstützt wird, wird im November fortgesetzt. Auslöser dafür war ein gefälschter Fernsehbericht eines regierungstreuen Fernsehsenders und ein darauffolgender Schlagabtausch mit entsprechender Verleumdungsklage. Hier alles dazu . Segregation im Schulbereich ist in Ungarn ein flächendeckendes Phänomen, das häufig von den Eltern initiiert, von den Schulen und Kommunen geduldet wird. In Einzelfällen haben Gerichte den Betroffenen ihr Recht zuerkannt, an der Gesamtsituation hat sich jedoch nichts geändert, entgegen den fortgestzen Lügen aus dem für die „soziale Integration“ zuständigen Ministerium für „Human Ressources“, dessen Minister Balog tagtäglich von der erfolgreichen und vorbildhaften „Nationalen Romastrategie“ spricht.

Mehr zum Thema Roma in Osteuropa

Hier der Kallai-Bericht über „Amtlichen Rassismus“ in Gyöngöyspata

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