(c) Pester Lloyd / 1 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
0901botschafter
29.12.2008 · Politik –
WIRTSCHAFT 07 .01.2009
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Russischer und ukrainischer Botschafter geladen Präsident Juschtschenko kommt am 12. Januar nach Budapest
Das ungarische Außenministerium bat Mittwoch die Botschafter Russlands und der Ukraine zur einer Konsultation. Den Diplomaten wurden die Briefe von Regierungschef Ferenc Gyurcsány an seine Amtskollegen, Vladimir Putin bzw. Julia Timoschenko, bzw. an den ukrainischen Staatschef Viktor Juschenko überreicht. In den Briefen wird festgehalten, dass es für Ungarn inakzeptabel sei, dass die europäischen Abnehmer den Preis des Disputes Russlands mit der Ukraine zu zahlen haben.
Auf die Frage der Opposition während einer außerordentlichen Sitzung des außenpolitischen Ausschusses des Parlaments, ob man in Moskau mit einer Note protestieren wolle, kam die Antwort: über diese Frage soll am Donnerstag, während der informellen Sitzung der Außenminister mit den EU-Partnern gesprochen werden. Im übrigen soll der ukrainische Staatspräsident am 12.1. zu einem früher vereinbarten Besuch in Budapest eintreffen.
Der Pester Lloyd berichtet auf dieser Internetseite über die weiteren Entwicklungen für Ungarn und die Region.
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0901gaslieferung6
29.12.2008 · Politik –
WIRTSCHAFT 07 .01.2009
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Weitere Einschränkungen beim Gasverbrauch in Ungarn
Ab Mittwoch früh wurde der Gaskonsum weiterer industriellen Großabnehmer in Ungarn eingeschränkt, nachdem am Vortag die Kraftwerke aufgefordert worden waren, von Gas auf Öl umzusteigen. Weitere Beschränkungen wurden nicht ausgeschlossen. Der Tageskonsum wird auf 64 Mio. cbm geschätzt. Davon stammen 52 Mio. aus den Reserven – das ist die maximale Menge, die pro Tag zur Verfügung gestellt werden kann. 9 Mio cbm kommen aus den eigenen Förderungen, weitere 3 Mio. treffen aus Richtung Österreich ein.
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0901gaslieferung2
05.01.2009 · Politik
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Gasstreit Ukraine – Russland
…meint Russlands Botschafter zum Thema Energieabhängigkeit Ungarns. Lieferungen bei geringerem Gasdruck stabilisiert.
Ungarns „empfundene Abhängigkeit“ von russischen Energieressourcen ist „reine Propaganda“, erklärte der Botschafter der Russischen Föderation in Ungarn, Igor Sawolsky in einem Interview mit der Tageszeitung Népszabadság am Montag. Das Land habe eine Vielzahl von Möglichkeiten seine Energiequellen zu diversifizieren. Wörtlich meinte der Diplomat: „Energiesicherheit ist ein wichtiges Thema, aber von Abhängigkeit zu sprechen ist nur Propaganda, schliesslich sprechen wir von einem freien Markt.“ Sawolsky führte weiter aus, das Land könne sich ja mehr der Atomenergie zuwenden, wenn ihm der Anteil an Gas- und Öllieferungen aus Russland zu hoch erscheine. Derzeit laufen – auch im Lichte der Krise mit der Ukraine – Verhandlungen zwischen der EU und Russland für eine langfristige Sicherung der Gaslieferungen und über den Umgang mit den verschiedenen Pipelineprojekten (Ostsee, Sout-Stream, Nabucco). Botschafter Sawolsky meinte weiter, dass Russland seinen Verpflichtungen immer nachgekommen sei. Wer immer Anschuldigungen gegen sein Land ausspreche, ob Transitländer oder Abnehmer, tue dies aus abweichenden Motiven. Ungarn importiert rund 70% seines Erdgases aus Russland und einen ebenso bedeutenden Teil seines Erdöls. Ziwschenzeitlich melden die Gasversorger, dass die Gaslieferungen weitgehend stabil ablaufen, auch wenn der Gasdruck in den Pipelines unter dem Standard liegt.
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Alles wird teurer in Budapest
06.01.2009 · Budapest
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Kommunalabgaben und Verkehrstarife in Budapest kräftig erhöht
Ziemliche Empörung löste der Beschluss der Hauptstadtverwaltung, die Kommunalangaben weit über der erwarteten Inflation zu erhöhen. Die Müllabfuhr soll 2009 um 14.1 Prozent, die Kanalisationsgebühr 9.9 Prozent mehr kosten als im Vorjahr. Während die Gaspreise zunächst unverändert blieben, werden die Stromtarife der Privatkunden um 2.9 Prozent erhöht. Viel käftiger, um fast 8 Prozent hinaufgeschraubt wurden die Tarife von BKV, der Budapester Verkehrsgesellschaft. Der Fahrschein für eine Reise, ohne Umsteigemöglichkeit, kostet nun schon 290 Ft. also mehr als 1.10 Euro, womit Budapest, was den öffentlichen Verkehr angeht, zu den teueren Hauptstädten Europas gehört.
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0901exporte
09.01.2009 · Wirtschaft
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Exporte aus Ungarn um 10% gesunken
Die Exporte Ungarns sind im November im Jahresvergleich um ein Zehntel zurückgegangen. Das Land konnte für diesen Monat dennoch einen Handelsbilanzüberschuss von fast 100 Mio EUR ausweisen. Das teilt das Statistische Zentralamt in Budapest in einer vorläufigen Veröffentlichung mit. Danach hat Ungarn in den ersten elf Monaten 2008 insgesamt 5,87 Mrd. EUR durch Exporte erlöst, 10,4% weniger als im gleichen Zeitraum 2007. Zuletzt gab es einen ähnlich massiven Rückgang im Jahr 2001 mit 14,7%, was aber innerhalb einer stabilen Wachstumsphase ein einmaliger Ausrutscher blieb. Experten erwarten für 2009 weitere schwere Exporteinbrüche, vor allem auch, weil viele in Ungarn produzierende ausländische Investoren über massive Auftragsrückgänge auf den Heimat- und Weltmärkten klagen. Die Gesamthandelsbilanz wird nach einem schwachen Dezember für das Gesamtjahr mit einem moderaten Minus abschließen.
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0901arbeitslose
10.01.2009 · Politik
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Arbeitsmarktdaten für November 2008
Die Arbeitslosenrate in Ungarn betrug im November 7,8% und war damit 0,3 Prozentpnkte höher als ein Jahr zuvor, teilt das Statistische Amt (KSH) mit. 330.000 Menschen waren demnach im November arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Beschäftigten (zwischen 15 und 74) sank um weitere 15.000 auf knapp 3,9 Mio. Ungarn hat eine der niedrigsten Beschäftigtenraten in der gesamten EU, gerade 57,1% der 15 – bis 64jährigen gehen einer regulären (angemeldeten) Beschäftigung nach, nochmals 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Besonders dramatisch die Jugendarbeitslosigkeit. Zwischen 15 udn 24 Jahren ist jeder Fünfte ohne Job. Die durchschnittliche Zeit in offizieller Arbeitslosigkeit beträgt derzeit 18.8 Monate.
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